Ungewöhnliches Porzellan 5

Eine weitere Folge aus der (aus welchen Gründen auch immer entstandenen) Serie auf Logbuch Labelizer aus der Welt des Porzellans und der Keramik.

Videospielefiguren auf traditionellen Tellern

Die japanische Präfektur Saga, ziemlich am südwestlichen Ende des Landes, ist die Heimat des traditionellen Arita-yaki bzw. Imari-yaki Porzellans. Eine Firma namens Square Enix aus dieser Gegend bietet jetzt mit ihrer Kollektion ‚Romancing‚ traditionell bemalte Porzellantassen und -teller mit zusätzlichen (teils gepixelten) Videospielecharaktere an. Und das ist nicht mal billig. So eine Tasse wie unten zu sehen kostet schon um die 140 € und der Teller darunter liegt bei über 7.000 €. Scheint ja Leute zu geben, die das bezahlen.

Pixeltasse Mangateller

(via rocketnews24)

Katharine Morlings Keramikskulpturen

Sehr besonders wirken die Objekte der in England ansässigen Künstlerin Katharine Morling. Ihre Skulpturen muten wie verspielte von Hand angefertigte Zeichnungen an, da sie meist weiß glasiert und mit schwarzen Pinselstrichen konturiert sind. Dabei deckt sie in ihrem Werk einen großen Teil von alltäglichen technischen Werkzeugen wie Kettensägen, Schreibmaschinen oder Telefonen ab, aber auch figurative Pflanzen- und Tierdarstellungen, z.B. Schmetterlinge.

Installation---Katharine-Morlinglow-res_5Time-KATHARINE-MORLING_with-hook-smaller

(via freeyork)

Porzellanreparaturen im Kintsugi-Stil

Von dieser japanischen Kunsttradition hatte ich bisher auch noch nicht gehört. Kintsugi ist eine Technik, bei der die Scherben eines zerbrochenen Porzellangegenstandes mit einem silber-, gold- oder platinhaltigen Lack wieder zusammengefügt, und so die Bruchstellen noch betont und veredelt werden. Dahinter steht die Ästhetikphilosophie Wabi-Sabi aus dem Zen-Buddhismus, in der auch das nicht perfekte oder mit Mängeln versehene eine eigene Schönheit hat.

Kintsugi: The Art of Broken Pieces from Greatcoat Films on Vimeo.

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