Tschüss Fernsehen!

So. Nachdem nun zum tausendsten Mal die bescheuerte Satellitenschüssel auf dem Balkon meint kein Signal empfangen zu müssen, hab ich es satt. Dieses Kack-Konstrukt hat aber auch eine absolute Nulltoleranz, was seine Ausrichtung angeht. Ein kleiner Windstoß und eine Verschiebung von einem Millimeter und alles ist im Eimer.

Das Teil hatte ich von meinem letzten Wohnort mitgenommen und mehr oder weniger halblegal an einem Regenrohr an der Südseite des Balkons angebracht, da die Vermieter nicht in der Lage sind mal einen empfangstechnisches Update ins 21. Jahrhundert an diesem Mehrparteienhaus durchzuführen und die angeblich vorhandene Analogschüssel, die irgendwo am Dach sein soll auszutauschen. Aus dem Antennenstecker in der Wand im Wohnzimmer kommt auf jeden Fall kein Signal irgendeiner Art und ich hab nicht die geringste Ahnung, ob man darüber einen horrend teuren Kabelanschluss bekommen könnte, den ich sowieso nicht will. Es ist mir echt ein Rätsel, wie die Nachbarn hier im Haus Fernsehen, wenn überhaupt.

Da ich echt keinen Bock habe mir über so einen Scheiß Gedanken zu machen und im Januar auf dem dunklen Balkon herumzulungern, gibt es ab jetzt eben kein zeitgebundenes Fernsehen mehr. Bleibt der Receiver halt aus. Solange ich einen Internetzugang habe muss ich ja auf nichts verzichten und kann mir selber einteilen, was ich wann wo sehen will. Und da ich ja Gebührenzahler bin, dürfte es ja wohl auch kein Problem sein, die wenigen zufällig guten Produktionen der ÖR Sender (z.B. den Tatortreiniger) aus dem Netzquellen meiner Wahl zu beziehen.

So verbringe ich den Abend (und alle folgenden) lieber mit Podcasts und Zeichnen und gleich noch was Schönes kochen und Musik hören.

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