Dieses Bild darf nicht geteilt werden!

Wie unsouverän, eierlos und sich seiner eigenen Sexualität unsicher muss man eigentlich sein, um so idiotische Verbote in die Welt zu setzen, wie es derzeit gang und gäbe in Russland ist. Putin darf auf keinen Fall als Trümmertranse/Tuckenclown bzw. in full Drag abgebildet werden. Denn für die Verbreitung von Darstellungen nicht-traditioneller sexueller Beziehungen in der Öffentlichkeit oder auch in sozialen Medien bekommt man im Land des „lupenreinen Demokraten“ schnell Probleme mit der Justiz. Besonders, wenn man einem Putin-Konterfei die schwule Schminkflinte direkt ins Gesicht ballert.

Also, bloß nicht teilen, damit sich der Führ… äh… Präsident nicht in seiner toxischen Männlichkeit kompromittiert fühlt.

(via Washington Post)

Project „Seen“ – Ein Font mit eingebauter Zensur

In Zeiten der Geheimdienstleaks und andauernd auftauchender Dokumente, die nur in zensierter Form (wenn überhaupt) an die Öffentlichkeit und in Untersuchungsausschüsse gelangen, wäre es für die, die gerne einige Informationen nicht veröffentlicht sehen wollen, eine Arbeitserleichterung, wenn sich die Texte selbst zensierten.

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Mit dem Font ‚Seen‘ ist dies in etwa möglich, da jedes verdächtige Wort automatisch geschwärzt oder durchgestrichen wird (je nach Sensibilität der Information). Entwickelt wurde er von Emil Kozole im Zuge seiner Abschlussarbeit zum Thema. Auf der Projektseite steht der Font auch zum Download bereit.

(via BoingBoing)

Ikea und die Moral

Heute ging durch die Medien, dass IKEA in der russischen Ausgabe ihres Kundenmagazins ein Interview mit einem lesbischen Paar aus England zu ihrem Familienleben und ihren zwei Kindern durch einen anderen Artikel ersetzt hat. Dies kann als offensichtliches Einknicken gegenüber der homosexuellenfeindlichen Gesetzgebung in Russland angesehen werden. Umso verheerender ist diese Entscheidung im Geiste eines rückgratlosen vorauseilenden Gehorsams, wenn man bedenkt, wie diffus das entsprechenden Gesetz gegen sog. ‚Propaganda von nicht-traditionellen sexuellen Beziehungen gegenüber Minderjährigen‘, eigentlich ist. Hätte es IKEA nicht einfach durchziehen können? Wären die Konsequenzen wirklich so unüberschaubar gewesen? Weiterlesen