7 Minuten Filmmaterial von New York 1911

Immer wieder faszinierend sich alte Filmaufnahmen anzuschauen und zu sehen, wie sich die Welt seit dem verändert hat. In diesem siebenminütigen Zusammenschnitt mit Aufnahmen aus New York im Jahre 1911 produziert von der Svenska Biografteatern bekommt man einen Eindruck vom Alltagsleben der Menschen vor über 100 Jahren. Dass diese Filmaufnahmen so lebensnah wirken liegt daran, dass sie auf ein natürliches Maß verlangsamt worden sind (solch alte Filmaufnahmen sind ja sonst immer etwas zu schnell aufgrund der geringen Bildrate pro Sekunde) und ebenso daran, dass sie passend nachvertont wurden.

So bearbeitet präsentiert dieses Filmmaterial eine Zeit (die ja eigentlich noch gar nicht so lange her ist), in der ausnahmslos ALLE Menschen noch Hüte trugen, die Frauen besonders große Exemplare, und in der New York sich aufmachte mit voller Dampfkraft und Elektrifizierung die große Metropole zu werden, wie wir sie heute kennen. Ebenso interessant ist zu sehen, wie chaotisch und augenscheinlich ungeregelt Fußgänger, Pferdedroschken, Straßenbahnen und diese neumodischen Automobile um die Vorherrschaft in den Straßen Manhattans zu kämpfen scheinen. Es erinnert ein bisschen an indische Großstädte der Gegenwart.

(via LikeCool)

100 Years – 3 John Malkovich Trailer für einen Cognac-Zeitkapselfilm

Der Louis XIII Cognac aus dem Hause Remy Martin wird angeblich 100 Jahre gelagert, bevor er in den Verkauf geht. Als Werbemaßnahme für den 2015er Jahrgang wurde nun ein Film mit John Malkovich unter der Regie von Robert Rodriguez produziert, der mit einer Flasche des Edelgesöffs in eine Zeitkapsel gepackt wird und erst 2115 einem ausgewählten Publikum vorgeführt wird.

Zu diesem Anlass wurden auch drei Werbetrailer mit John Malkovich und Shuya Chang erstellt, die diesen Zeitpunkt der Kapselöffnung in 100 Jahren in drei verschiedenen Szenarien darstellen. Dabei variiert die mögliche Zukunft des Jahres 2115 zwischen einer Cyber-Utopie, einer abgeranzten Dystopie und einer After-Humans-Vision.

(via Nerdist)

Eine unbenutzte Küche im Auslieferungszustand von 1956

Wie auch immer das passieren kann: Jemand baute sich in den 50ern ein Haus und bewohnte es dann nicht. Nathan Chandler, selbst ein Möbeldesigner, kaufte 2010 das Haus und entdeckte dieses perfekt konservierte Juwel einer vergangenen Ära. In den General Electric Einbaugeräten liegen noch die original Handbücher für die erste Benutzung bereit. Die Oberflächen strahlen in Schweinchenrosa und die Griffe der Schubladen und Schränke funkeln im Space-Age-Chrom. Was für ein unglaublicher Glücksgriff.

50s_kitchen

These vintage GE appliances are original to my house circa 1956. The house was never occupied and appliances were never used. The manuals were still taped to the appliances. I purchased the home in 2010 and I am selling: side-by-side wall refrigerator, wall oven, cooktop, double bowl washboard sink, and dishwasher.

Mehr Bilder kann man sich in dem entsprechenden flickr-Album anschauen.

(via Visual News/Neatorama)

Margaret Atwood ist erste Autorin für die Zukunftsbibliothek

Die Künstlerin Katie Paterson hat das Projekt der Future Library ins Leben gerufen; eine Bibliothek, welche unter der Schirmherrschaft der Osloer Deichmanske Bibliothek für die nächsten hundert Jahre jedes Jahr jeweils ein Buch eines Autors bzw. einer Autorin in dieses Archiv legt. Das besondere ist, dass niemand von uns diese Texte jemals zu Gesicht bekommen wird, da sie eigens für dieses Projekt zur Verfügung gestellt wurden und daher bis 2114 unveröffentlicht bleiben.

Zu Beginn des Projekts wurde eigens ein Wald angepflanzt, um sicherzustellen, dass die gesammelten Werke in einhundert Jahren auch noch im größeren Maße auf Papier veröffentlicht werden können. Eine entsprechend für diesen Zweck angelegte Druckerei ist geplant.

Future Library, Katie Paterson from Katie Paterson on Vimeo.

Die kanadische Autorin Margaret Atwood, besonders bekannt für ihren dystopischen Roman ‚Der Report der Magd‘, konnte als Erste für das Kunstprojekt gewonnen werden. Sie steuerte einen Text bei, den außer ihr, nicht mal Paterson, kennt. Atwood die ein grundsätzlich kindliches Bedürfnis im Vergraben von Schätzen sieht, damit jemand sie später entdecken kann, betrachtet dieses Projekt auch als ein Sinnbild für die Kommunikation zwischen Autor und Leser, die immer eine über eine gewisse Spanne in Raum und Zeit ist. In diesem Fall eben mal ein bisschen länger.

Margaret Atwood – the first writer for Future Library from Katie Paterson on Vimeo.

(via Gizmodo)

Mad Men Interior Design

Anlässlich des Starts der siebten und letzten Staffel der Serie Mad Men, die nun im Jahre 1969 angekommen ist, hat das ‚Interior Design‘-Magazin neben einem Interview mit dem Produzenten Matthew Weiner eine Fotostrecke in den so perfekt abgestimmten Serienkulissen gemacht.

madmen_interior

(via HighConsumption)

London 1924 und 2014 – Filmüberlagerung

Mal wieder ein schönes Video für die hier öfter vorkommenden Früher-Heute-Thematik. Eine Überlagerung eines 90 Jahre alten Films von London mit Aufnahmen derselben Stellen aus der Gegenwart. Zum Großteil hat sich an den ausgesuchten Orten fast nichts verändert.

Wonderful London 1924 & 2014 from Simon Smith on Vimeo.

Video Berlin 1990 – Musik Berlin 2014

Eine interessante Kombination aus Bild und Ton, die eine Brücke durch die Zeit baut. DJ und Produzent Efdemin kombinierte hier alte Super-8-Aufnahmen von einer Berliner Tramfahrt aus der Wendezeit mit seinem neuen Track Transducer. Die Beschreibung eines Kommentators auf kraftfuttermischwerk beschreibt es ziemlich passend als

[…]. Die technoide (und entschleunigte) Variante von Chemical Brothers – Star Guitar.

(via kfmw)

Alte Lady hinterlässt ihr Haus mit Stil

Für 72 Jahre lebte eine nun 96-jährige Dame in ihrem Haus in Toronto, das von außen nicht viel hermacht. Aber innen ist es der Traum aller schwulen Schwiegermütter, denn die Gute hat seit den 60ern nichts mehr verändert. Es erscheint mir höchst unwahrscheinlich, dass Mobiliar so lange in diesem puppenhausartigen Zustand bleiben kann, wenn es normal genutzt wird. Offensichtlich war die alte Dame seeeehr reinlich.

Oder wie jemand in den Kommentaren schreibt:

Oh man the pink and gold room with birdcage is setting off all my Barbara Cartland alarms and I love it!

New Yorks Läden im Wandel der Zeit

Innerhalb von zehn Jahren kann sich das Aussehen einer Metropole rasch verändern. Nicht nur an der Skyline kann man dies ablesen, sondern auch an den Veränderungen auf Straßenniveau. James und Karla Murray haben eine Fotoserie über die Geschäfte New Yorks von vor zehn Jahren mit neuen Bildern derselben Lokalitäten ergänzt. Was man sieht ist zum einen, die zunehmende Aufwertung mancher Nachbarschaften, jedoch auch der damit einhergehende Verlust von Diversität und Individualität, welche die beiden Fotografen mit dieser Serie dokumentieren.

Mehr davon gibt es hier

(via gothamist)

 

London 1927 und 2013

In diesem schönen Video hat Simon Smith als eines seiner Projekte Aufnahmen des britischen Kameramanns Claude Friese-Greene von 1927 seine Aufnahmen aus 2013 gegenübergestellt. Und wie so oft in London gibt es Teile, die komplett anders sind und Teile, die sich überhaupt nicht verändert haben.


London in 1927 & 2013 from Simon Smith on Vimeo.

1 2