Exoplaneten ziehen ihre Bahnen um einen Stern

In den letzten Jahren wurde die Existenz tausender Exoplaneten auf verschiedene Weisen indirekt nachgewiesen. Jetzt macht gerade eine Aufnahme die Runde, welche einen direkten bildlichen Nachweis eines Sonnensystems liefert. Dabei handelt es sich um das 129 Lichtjahre entfernte System HR 8799 im Sternbild Pegasus, in dem sich sichtbar vier Gasriesen mit einem vielfachen der Jupitermasse langsam um ihr Zentralgestirn drehen.

Die Aufnahmen wurden über mehrere Jahre im Keck-Observatorium auf Hawaii gemacht. Interessant das so zu sehen. Soweit ich weiß hat es solche Bilder bisher noch nicht gegeben.

Direct imaging of four planets orbiting the star HR 8799 129 light years away from Earth

(via reddit)

Epoch – Eine Reise durch unser Sonnensystem

Ash Thorp hat eine Reise durch unser Sonnensystem fantastisch in Szene gesetzt. In seinem Kurzfilm ‚Epoch‘ folgt man einem Raumschiff, welches in seiner Form immer wieder als Fadenkreuz oder auch als das direkte Sinnbild von Raum – einem stilisierten dreidimensionalen Koordinatensystem – vor dem Hintergrund der Planeten in Erscheinung tritt.

EPOCH from Ash Thorp on Vimeo.

Der Entwickler dieses Trips empfiehlt im Übrigen das ganze auf Vollbild in höchster Auflösung und in einem abgedunkelten Raum zu schauen.

Mehr zum Film und der Umsetzung und sogar Ideen für Poster gibt es auf der Website des Künstlers.

(via Nerdcore)

Die Erde und Mond vom Mars aus gesehen

Um den Mars kreist ein Orbiter mit hochauflösender Kamera. Und die hat zu Kalibrierungszwecken ein Bild von unserer Heimat inklusive Mond gemacht. Man fragt sich echt, was mit den Leuten los ist, dass sie nicht schnallen, dass wir nur diese kleine Murmel haben.

Your Home Planet, as Seen From Mars! From the most powerful telescope orbiting Mars comes a new view of Earth and its moon, showing continent-size detail on the planet and the relative size of the moon. The image combines two separate exposures taken on Nov. 20, 2016, by the High Resolution Imaging Science Experiment (HiRISE) camera on our Mars Reconnaissance Orbiter. The images were taken to calibrate HiRISE data, since the reflectance of the moon's Earth-facing side is well known. For presentation, the exposures were processed separately to optimize detail visible on both Earth and the moon. The moon is much darker than Earth and would barely be visible if shown at the same brightness scale as Earth. Image Credit: NASA/JPL-Caltech/Univ. of Arizona #nasa #space mars #earth #moon #redplanet #orbiter #hirise #mro #nasabeyond #science

A photo posted by NASA (@nasa) on

Besuch auf der ISS in Ultra-HD

Ein schöner kleiner Einblick in die Module der Internationalen Raumstation und das bis zu 4K, wo es die Leitung hergibt. Ist ja schon interessant, die Innereien der Station in den Details zu sehen, aber so gerne ich auch mal schwerelos sein wollte, die fehlende Referenz was oben und unten ist gepaart mit der räumlichen Enge würden mich auf die Dauer bekloppt machen. Oder man gewöhnt sich dran, wer weiß.

Zweimal Datenvisualisierung in den Weiten des Weltraums

Zwei Links, für alle, die an Astronomie und Datenvisualisierung interessiert sind.

Zum einen das „One Million Stars„-Projekt des Online Star Registers; eine Seite, auf der man sich eigentlich symbolisch einen Stern mit dem eigenen Namen kaufen kann. „One Million Stars“ ist eine Visualisierung von rund einer Million bekannter Sterne, die sich als nächstes zu unserem Sonnensystem befinden. Alle Sterne werden mit ihren realen Raumkoordinaten wie mit ihrem Spektral-Index angezeigt.Screenshot (29)

Das andere Projekt ist goldilocks.info und zeigt in verschiedenen vergleichenden Diagrammen, die mehr oder weniger vorhandene Ähnlichkeit zwischen unserem Sonnensystem und den bisher bekannten 1942 anderen Sonnensystemen (Stand Oktober 2015).

goldilocks

Die Möglichkeit außerirdischen Lebens…

… ist umstritten, dennoch nicht auszuschließen. Dieser kurze Videobeitrag von New Scientist ordnet die Wahrscheinlichkeit vom Zusammentreffen oder allein der reinen Existenz von Wesen aus anderen Ecken des Universums in die realistischen zeitlichen und räumlichen Rahmenbedingungen ein. Weiter wird anhand der Idee der Von-Neumann-Sonde eigentlich entgegen des Titels ‚Why aliens probably exist‘ erläutert, dass wir offenbar im näheren Umfeld (also mindestens unsere Galaxis) nicht mit irgendwem rechnen können. Das Video ist sozusagen eine kurze Abhandlung über das Fermi-Paradoxon (sehr lesenswerter Wikipedia-Artikel im übrigen), welches einen ganz schön ernüchtern kann.

Wenn der Mond nur ein Pixel groß wäre

Josh Worth ist Spezialist für interaktives Design und hat die Seite ‘If the Moon Were Only 1 Pixel’ aufgesetzt, auf der man die Unendlichkeit allein unseres Sonnensystems abschätzen kann. Durch seitwärtiges Scrollen kann man sich durch unsere Planeten bewegen, aber bei einer Mondgröße von einem Pixel dauert das natürlich einen Moment, denn wie Josh Worth irgendwo zwischen Venus und Erde schreibt:

Screen Shot 2014-03-08 at 9.17.03 PM