Wie ich zum Hobby-Weltenbastler wurde (2)

Wie meine Welt ‚Imzida‘ entstanden ist, habe ich im ersten Teil erläutert.

Im zweiten Teil zeige ich, wie ich mein Hobby des Weltenbastelns mit einem meiner anderen, nicht allzuweit davon entfernten, Interessensgebiete verbunden habe.

Aus irgendeinem Grund, bin ich von Kindheit an von Städten und ihrer Entwicklung fasziniert; Aufstieg und Fall, Zerstörung und Neuinterpretation, das willkürliche Schneisenschlagen größenwahnsinniger Despoten, von chaotisch gewachsenen Strukturen zu wohlüberlegten Planstädten, eben das ewige Spiel zwischen Zufall und bewussten menschlichem Eingreifen, dass unsere Städte heute so aussehen lässt, wie sie sind.

Daher war es natürlich auch mein Bestreben auf dieser Ebene tätig zu werden und wenigstens schon mal an einer Stadt zu schauen, wie diese sich denn so darstellen würde.

Alles was hier steht ist sozusagen ‚in progress‘, weil es direkt aus meinem Kopf in die Tastatur geht, abgesehen von dem bereits ausgearbeitet Karten- und Bildmaterial. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich eher ein visueller Mensch bin und nicht unbedingt Textnotizen mache. Wie man auf den Kartenausschnitten unten sieht hat auch noch nicht alles einen Namen. Nur falls Fragen aufkommen sollten. Weiterlesen

Auch eine Art des Weltenbastelns – Papas Modellbahnlandschaft

Als kurzes Zwischenspiel, bevor ich endlich mal den zweiten Teil meines Artikels ‚Wie ich zum Hobby-Weltenbastler wurde‚ veröffentlichen kann, hier ein kleiner familiärer Einblick, der eventuell erklärt, wo meine Faszination für Weltenbasteln und auch Stadtplanung herkommt.

Mein Vater ist, wie so viele Männer seiner Generation, der Modelleisenbahn verfallen. Jetzt wo er in Rente ist, hat er endlich Zeit sich neben der Gartenarbeit auch voll umfänglich diesem Hobby zu widmen und einen Kellerraum für die Bahnanlage vorzubereiten. Da man für so ein Vorhaben natürlich auch eine Menge Landschaft mit einer Stadt benötigt und die üblichen Kunststoffmodelle leider schweineteuer sind, macht mein talentierter Vater das alles selbst. In allabendlicher Kleinarbeit entstehen aus profanem Karton, den andere wahrscheinlich achtlos wegwerfen würden, Häusermodelle der verschiedensten Epochen und historische Nachbauten von Gebäuden aus der Heimat und anderswo.

Der bisher vollständigste Teil ist die mittelalterliche Stadt der Bahnanlage. Ein Fachwerk-Idyll mit einer Burg, die über der Stadt thront, welches sich als eine Kombination aus frei ausgedachten Häusern und einer Art Hybridstadt zwischen Miltenberg, Rothenburg ob der Tauber und Michelstadt darbietet. Ein paar Impressionen habe ich fotografisch festgehalten:

Wie ich zum Hobby-Weltenbastler wurde (1)

Die Tätigkeit des Weltenbastelns ist oftmals eine sehr zielgerichtete. Jeder, der eine Science-Fiction-, oder Fantasy-Geschichte realisieren will, der muss sich Gedanken über das Setting, bzw. das Universum machen, in dem sich dies abspielen soll. Denn ohne eine schlüssige und ausgearbeitete Welt, kann eine Geschichte schnell unglaubwürdig werden.

Als sich meine Welt in meinem Kopf festzusetzen begann, hatte ich jedoch keine literarischen oder filmischen Ambitionen, sondern es ging mir erstmal nur um die Visualisierung dieser Welt. Schon vor Beginn dieses Jahrhunderts kam mir die Idee für einen Planeten, der zum großen Teil von Wasser bedeckt ist, und dessen Reiche sich zum Großteil über die Inselwelten ausbreiteten. Dementsprechend zeichnete ich von Hand meine erste Karte, die im Original vermutlich nicht mehr existiert, oder noch auf dem Dachboden meines Elternhauses schlummert. Was ich jedoch habe ist die erste digitale Version dieser Weltkarte, in der ich wenigstens schon mal farbig das Meer vom Land unterschied. So entstand ‚Imzida‘.

imzida_anfang

Die Welt Imzida in ihrem „Embryonalzustand“ vor 2000 erstellt

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Futter fürs Labor

Unter labor/kartografie hab ich noch ein paar Visualisierungen meiner Weltenbastelei hinterlegt. Teilweise hätte ich es auch unter Bildbearbeitung ablegen können, denn hier sind gemischte Werke aus Photoshop und Illustrator. Aber dafür ist das Labor ja da; für krude Ablage.