McMansion Hell: Geschmacklose Suburb-Architektur auseinandergenommen

Eine Mansion, zu deutsch in etwa Villa, ist die Idealbehausung des amerikanischen Traums. Ein großes repräsentatives Haus, dass auch nach außen zeigen soll, dass man „es geschafft hat“. Manche Menschen (hier hauptsächlich Amerikaner) übertreiben bei dieser Sache aber auch etwas, was oft damit zusammenhängt, das beim Hausbau oft zu viel Geld mit zu wenig Geschmack in Verbindung kommen.

Die architekturbegeisterte Bloggerin (oder bloggende Architektin) Kate Wagner, hat diese Art der Architektur McMansion genannt und entsprechende Kriterien herausgearbeitet, ab wann ein Haus diese erfüllt. Alles, was für eine durchschnittliche amerikanische Familie mit 2.5 Kindern als überflüssig angesehen werden kann, sind die Grundlagen für die Definition einer McMansion. Das heißt konkret: Mehr als 280 m² Grundfläche, fünf oder mehr Schlafzimmer,  drei oder mehr Badezimmer und eine Garage für drei Autos.

Doch das wichtigste ist das äußere Erscheinungsbild dieser Architektur-Gräuel. Absurde Stilmixe, unpassende Materialien, unnötiger Stuck und viel zu viele Giebel, lassen Kate Wagner keine Ruhe und mit viel Humor nimmt sie alle zwei Wochen auf ihrem Blog „McMansion Hell“ die hässlichsten Häuser der Welt von oben bis unten unter die Lupe und gibt gleichzeitig einen Einblick, was gute Architektur und gutes Design von den vorgestellten Abstrusitäten unterscheidet.

Neues Domizil in der Mojave Wüste gefällig?

Dieses abgefahrene Haus in Joshua Tree, Kalifornien, Baujahr 1988-93, des Architekten Kendrick Bangs Kellog (Interieur: John Vugrin) mit einer Grundfläche von rund 430 m² steht zum Verkauf. Wer von euch also drei Millionen US-Dollar locker hat und sich schon immer mal wie ein Bond-Bösewicht fühlen wollte, kann es sich ja überlegen. Architektur nicht von diesem Planeten möchte man meinen.

Joshua-Tree-House

Weitere unbedingt sehenswerte Fotos gibt es bei Curbed und ein Video bei Organic Modern Estate