Alle Gebäude der USA in einer Karte

Mithilfe von Unmengen an Kartenmaterial und einem neuralen Netzwerk zur Analyse dieses Materials, haben Ingenieure bei Microsoft eine Karte der USA erstellt, in der jedes Bauwerk sozusagen schwarz auf weiß abgebildet ist.

Durch das Weglassen von Details und die reine Konzentration auf nur bebaute Flächen kann man die Strukturen von Städten in ihrer Entwicklung und Dichtegraden sehr gut nachvollziehen, ebenso, wo sie aufgrund natürlicher Begebenheiten im Wachstum gehemmt wurden oder sich an bestehenden Strukturen anpassen mussten.

Why did we make such a thing? We did it as an opportunity for you to connect with the country’s cities and explore them in detail. To find the familiar, and to discover the unfamiliar.

(via New York Times)

McMansion Hell: Geschmacklose Suburb-Architektur auseinandergenommen

Eine Mansion, zu deutsch in etwa Villa, ist die Idealbehausung des amerikanischen Traums. Ein großes repräsentatives Haus, dass auch nach außen zeigen soll, dass man „es geschafft hat“. Manche Menschen (hier hauptsächlich Amerikaner) übertreiben bei dieser Sache aber auch etwas, was oft damit zusammenhängt, das beim Hausbau oft zu viel Geld mit zu wenig Geschmack in Verbindung kommen.

Die architekturbegeisterte Bloggerin (oder bloggende Architektin) Kate Wagner, hat diese Art der Architektur McMansion genannt und entsprechende Kriterien herausgearbeitet, ab wann ein Haus diese erfüllt. Alles, was für eine durchschnittliche amerikanische Familie mit 2.5 Kindern als überflüssig angesehen werden kann, sind die Grundlagen für die Definition einer McMansion. Das heißt konkret: Mehr als 280 m² Grundfläche, fünf oder mehr Schlafzimmer,  drei oder mehr Badezimmer und eine Garage für drei Autos.

Doch das wichtigste ist das äußere Erscheinungsbild dieser Architektur-Gräuel. Absurde Stilmixe, unpassende Materialien, unnötiger Stuck und viel zu viele Giebel, lassen Kate Wagner keine Ruhe und mit viel Humor nimmt sie alle zwei Wochen auf ihrem Blog „McMansion Hell“ die hässlichsten Häuser der Welt von oben bis unten unter die Lupe und gibt gleichzeitig einen Einblick, was gute Architektur und gutes Design von den vorgestellten Abstrusitäten unterscheidet.

Ein paar Lesetipps über die Feiertage

Wir wollen es ja nicht zu beschaulich werden lassen zwischen den Tagen. Daher hier ein paar Longreads, wie normal lange Texte ja jetzt heißen.

Hauptsächlich geht es um das wohl einschneidenste Ereignis des an beschissenen Ereignissen ja nicht arme Jahr 2016, der „Wahl“ aka Ernennung Trumps von Putins Gnaden zum dümmsten und ignorantesten Autokraten in der Weltgeschichte.

Die Auswirkungen dieser Entwicklung wird die nächsten Jahre überschatten und 2016 wie eine Party aussehen lassen. Ehrlich gesagt bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob wir noch Jahre haben. Daher hier ein paar Artikel, die eine Aussicht auf die kommende Zeit liefern.

Chomsky: Is the American Dream Dead?
Noam Chomsky im Interview über die kaputte US-Wirtschaft und dem nicht mehr funktionierenden politischen System der USA.

But the current period is extreme because inequality comes from super wealth. Literally, the top one-tenth of a percent are just super wealthy. This is not only extremely unjust in itself, but represents a development that has corrosive effects on democracy and on the vision of a decent society.

I’m on the Professor Watchlist — and it’s exposed a radical truth about the future of social justice
Prof. Matthew Pratt Guterl berichtet über seine Erfahrung auf der Liste der liberalen Intellektuellen gelandet zu sein, die die neuen Nazis/Trump-Unterstützer in den USA eingerichtet haben, um gegen die Intellektuellen im Land vorzugehen.

Someday, when they write the histories of all that is to come, they will remember how easily progress can be reversed or proven illusory. They will write detailed narratives of how Trump’s victory stripped away all remaining restraint from a white electorate conditioned to want a return to a racist dreamscape. And they will recount how, quite suddenly, racial slurs, swastikas, and other markers of prejudice thought to have been shunted from the mainstream for good returned to the status of ordinary, everyday speech and action.

How the Trump filter changes the way we talk about pop culture
Ein paar Gedanken, wie sich die amerikanische Popkultur mit den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen wandelt und mit Dingen aneckt, die bisher als Common Sense angesehen wurden und mittlerweile sog. Culture Wars auslösen. Ob das liberale Hollywood die Definitionshoheit über die Narrative behalten kann wird sich zeigen.

For decades, America has thought itself as a country that opposes Nazis and fascists. We’re the ones who saved the world from Hitler, we’re the ones who beat the bad guys, and the ultimate bad guys are Nazis. So any mediocre action movie that wanted to clarify its moral stakes could just say something like, “Our bad guys are a metaphor for fascism!” and we would all sit back, united in the understanding that the villains were fascists and the heroes believed in democracy.

Alte und neue Karten überlagert

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Das Smithsonian hat historische Karten der bekanntesten US-amerikanischen Städte herausgesucht und diese mit modernen Satellitenaufnahmen überlagert. Mittels eines lupenartigen Werkzeugs, welches man über die Karten bewegen kann, bekommt man einen vergleichenden Einblick in die Veränderungen der Stadtlandschaft. Die Ansicht der beiden lässt sich zudem auch auswechseln.

via Gizmodo