Podcast Tipp: My Dad Wrote A Porno

Very late to the party, aber da ja in Deutschland sowieso niemand Podcasts hört und englischsprachige wahrscheinlich noch weniger, könnte dieser Tipp ja doch auf offene Ohren stoßen.

My Dad Wrote A Porno“ ist ein unglaublich lustiger Podcast, in dem Jamie Morton – statt einfach vor Scham im Boden zu versinken – aus dem Werk ‚Belinda Blinked‘ seines Vaters liest, welches eigentlich ein erotische-pornographischer Roman sein soll. Aber die zahlreichen sexuellen Eskapaden seiner Protagonistin Belinda Blumenthal lassen nicht das geringste erotische Knistern aufkommen, was dem Umstand geschuldet ist, das Jamies Vater Sexszenen beschreibt wie ein 13-jähriger, der das Ganze nur vom Hörensagen kennt.

Befeuert wird die urkomische Situation von Jamies Freunden Alice und James, die als Zuhörer, Kommentatoren und Analysten die Lesungen begleiten, sich weglachen und oft genug peinlich berührt bis irritiert sind. Zusammen folgen sie der Geschichte der doch charakterlich recht blassen und erratisch handelnden Belinda, die sich feucht-fröhlich in ihrem neuen Job in der Töpfe und Pfannen Industrie (!) nach oben „arbeitet“.

Da gibt es formwandelnde Brüste, kommunikative Klitorides (das ist der Plural, ich habe es nachgeschaut) und eine Menge Oral- und Handakrobatik unter Einbeziehung der Cervix (anatomisch eine Unmöglichkeit). Dazu kommt eine Reihe divers bestückter Sales Manager, wollüstige Kolleginnen oder auch die dominante Duchess, mit der Belinda schwülstig-absonderliche Begegnungen hat.

Dass dieser Podcast NSFW ist, sollte klar sein, aber auch wenn man sich in der Öffentlichkeit befindet und ihn nur auf Kopfhörern hört, kann es sein, dass man unangenehm auffällt, da die Absurditäten der Geschichte und die Kommentare dazu einen oftmals unvermittelt lachen lassen.

Im anglophonen Raum der Podcast-Hit 2016, in dem in Spezialfolgen auch Prominente Fans wie z.B. Elijah Wood ihre Gedanken zur „Handlung“ äußern. Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich das nicht entgehen lassen. Aber eventuell auch interessant für die, die ihre sprachlichen Kenntnisse in bestimmten Bereichen noch ausbauen wollen.

Via iTunes oder einem Podcatcher eurer Wahl zu finden.

„Beige is the colour of death!“ – Style jenseits der 70

Der Modeblog LesMads empfiehlt die Channel4-Doku ‚Fabulous Fashionistas‚ über sechs britische Ladies jenseits der 70, die vom Leben noch mehr erwarten als beige Funktionsjacken und Stützstrümpfe. Sehr inspirierende und bewegende 47 Minuten, die auch noch einmal ein anderes Licht auf die Möglichkeiten des würdevollen Alterns werfen, ohne dass man seine Persönlichkeit zugunsten eines dem Alter angeblich entsprechenden Äußeren opfern müsste. Denn wie Sue Kreitzman in der Doku sagt:

Don’t wear beige, it might kill you.

Game of Thrones Promo-Aktion

Der britische Video-on-Demand Anbieter blinkbox wirbt mit einem riesigen Styroporschädel eines Drachen an der Jura-Küste bei Dorset für die dritte Staffel von Game of Thrones. Hübsch, ist doch was für den Vorgarten.

ITV Redesign

Die in London ansässige Designagentur Rudd Studio hat dem britischen Privatsenderverbund ITV ein neues Logo gestaltet. Auf LogoLoveDesign erläutert Matt Rudd den Entstehungsprozess.

„Black Mirror“ kommt mit zweiter Staffel

Darüber freue ich mich sehr. Die britische Miniserie „Black Mirror“ bekommt eine neue Staffel. Inhaltlich geht es in den einzelnen Episoden um Medienkritik im Stile von „Twilight Zone“-Geschichten. Die erste Staffel bestehend aus drei Episoden wurde 2011 von Channel4 ausgestrahlt und wird natürlich hierzulande niemals zu sehen sein. Selbst für 50 € GEZ-Gebühr monatlich würde man in Deutschland so brilliantes Fernsehen nicht zu sehen bekommen.

Die drei Folgen der ersten Staffel variierten zwischen ‚denkbares Szenario‘ (The National Anthem) bis hin zu ‚komplett absurd‘ (15 Million Merits), aber immer interessant und unterhaltsam inszeniert. Der deutsche Wikipediaeintrag enthält leider nur die Inhaltsangabe zur ersten Folge daher hier auch der Link zur englischen Wikipedia.

Von dem Teaser ausgehend, nehme ich an, dass sich die zweite Staffel verstärkt den dystopischen Aspekten der Social Media und der Allgegenwärtigkeit von mobilen Endgeräten widmen wird.