Amerikanische Twitter-Nutzer wechseln mit ihrem Profil nach Deutschland

Twitter hat ein Naziproblem besonders in den USA, wo Hetze unter freie Meinungsäußerung fällt. Das nervt auch viele Nutzer von Twitter in den USA. Daher beginnen nun einige Amerikaner sich den Nazitrollen zu entziehen und emigrieren digital in die deutsche Twittersphäre, da hier strengere Gesetze gelten, was sagbar ist und was nicht.

Das ganze ist ganz einfach, in dem man in den Einstellungen auf Deutschland umstellt und schon hat man anscheinend Ruhe. Hoffentlich entdecken die Amerikaner nicht die AfD.

Why people are fleeing to virtual Germany to escape internet Nazis

Number of Fucks given

Es gibt so Zeiten, wo man echt nur einen Fick auf alles geben kann und dies auch in den sozialen Netzwerken kundtun möchte. Entsprechend zählt diese Seite alle in Twitter geschriebenen Fucks. Seit gestern immerhin schon über 600.000.

number-of-fucks-given(via reddit)

Jung & naiv – Tilo Jung stellt Fragen

Tilo Jung ist freier Journalist und hat keine Hemmungen Fragen zu stellen. Man sollte meinen, dass das das Mindeste ist, was man von einem Journalisten erwarten könnte, um einen Beitrag zu gesellschaftlichen Diskursen zu leisten. Als Betreiber des YouTube-Kanals Jung & naiv spricht er nicht nur mit Menschen aus dem gesamten politischen Spektrum von Erika Steinbach bis zu Christopher Lauer, sondern nimmt auch regelmäßig an den Bundespressekonferenzen teil, was ein besonders unterhaltsames aber auch mit Fremdscham behaftetes Vergnügen ist. Nicht, weil Jungs Fragen wirklich naiv wären, sondern eher, weil sich die Regierungsvertreter anscheinend zum ersten Mal in diesem Setting genötigt fühlen, Sachverhalte darzulegen, obwohl es doch bei diesen Pressekonferenzen anscheinend eher darum gehen soll, in vertrauter Runde Textbausteine für die auf Linie gebrachte Journaille aus Print-, öffentlich-rechtlichem sowie Privatfernsehen auszugeben, um dann pünktlich vor dem Mittagessen da raus zu sein.

Anders lässt sich wohl nicht erklären, wie es am Freitag zu diesem Vorfall kommen konnte:

Ob sich dieser Kollege wohl auch bei der RTL-Kollegin beschwert hat, die sich so investigativ bei Steffen Seibert nach dem Befinden der Kanzlerin erkundigte? Zeit für menschelndes bei der schlaflosen Mutti Merkel muss ja immer sein. Wo sie doch die Welt jeden ein Tag ein bisschen besser macht. </sarcasm>

Da genau diese Art der Hofberichterstattung offenbar zum normalen Umgangston in Berlin gehört, ist es gut, wenn jemand wie Tilo Jung dazwischengrätscht und einfach mal nachfragt, an Stellen, wo der geübte Hauptstadtkorrespondent, keinen Gedanken mehr an die Thematik verschwendet. Jung übernimmt somit für uns die Rolle des politikinteressierten Bürgers in diesem Forum, der sich ja normalerweise unter solchen Umständen nicht unbedingt trauen würde immer nachzuhaken. Dadurch, dass er mit dieser Art eine solche Reaktion, wie oben gezeigt, provoziert, zeigt viel vom Selbstverständnis der selbsternannten Welterklärer, die ebenso, wie die Regierungsvertreter lange genug in ihrem gemütlichen Konsenskränzchen gesessen haben.

Daher mache ich an dieser Stelle, wie Tilo es am Ende seiner Videos wünscht, gerne Werbung für seine Arbeit und wollte euch mit dem Artikel auf ihn aufmerksam machen. Reinschauen lohnt sich.

(via Netzpolitik)

MONOLITT-Installation zeigt Stimmung mit Farben

Wie die Schnittstellen zwischen analoger Welt und digitaler Sphäre (z.B der sozialen Netzwerke) gestaltet werden kann, insbesondere, wie man digitale Daten in etwas Analoges umsetzt, beschäftigt heutzutage interdisziplinär eine Menge Menschen.

monolitt

Das MONOLITT-Projekt der Studenten Syver Lauritzsen und Eirik Haugen Murvold von der Oslo School of Architecture and Design ist für die Auseinandersetzung mit diesem Thema ein gelungenes Beispiel. Ihre stelenartiges Konstrukt, welches mich ein wenig an einen Schokoladenbrunnen erinnert, reagiert auf lokal gesendete Tweets und emittiert je nach der geäußerten Stimmung in der Kurznachricht eine bestimmte Farbe. So kann auf eine besonders außergewöhnliche Weise die Stimmungslage der Umgebung visualisiert werden.

monolitt2

(via prosthetic knowledge)

Prozedural generierte Architektur

Das Architektur- und Urbanismusblog BLDGBLOG hat interessante Arbeiten eines Twitternutzers namens Cedric aufgetan, der sich als Spieleentwickler u.a. mit der prozeduralen Generierung von Gebäuden beschäftigt, wie es für Städtebausimulationen interessant werden könnte.

proceduralfacades

proceduralcroydon

Offensichtlich ist dieser Cedric ziemlich in dem Städtebausimulations-Thema entsprechend eines seiner Tweets, in dem es um automatisch generierte Straßennetze geht.

(via BLDGBLOG)

Character Design gone weird

McDonalds hat sich eine neue Figur angeschafft, um ihr Happy-Meal zu promoten. Die Resonanz ist groß, jedoch vielleicht nicht so, wie sich die Fast-Food-Kette das gedacht hat. Die meisten Kommentare unter dem Tweet machen den Eindruck, als dass die Leute eher Angst haben selber vom Happy Meal gefressen zu werden, als umgekehrt:

(via Brand New)

Soziale Netzwerke im GoT-Intro-Stil

Hübsche Idee, die großen sozialen Netzwerke wie die Königshäuser von Westeros darzustellen. Dahinter steckt HootSuite, ein Social-Media-Management-Tool.

Ben & Jerry’s auf dem Twitter-High

Seit dem 01. Januar ist Marihuana in Colorado ja nun auch für nicht-medizinische Zwecke legal zu erwerben, was Ben & Jerry’s, die Hippie-Eiscreme für alle mit Fressflash schlechthin, zum Anlass nahm folgenden Tweet abzusetzen:

Ein gelungener Marketing-Gag, den sich zu diesem Thema nicht viele Firmen leisten können. Die Ben & Jerry’s-Fans nahmen das entsprechend gut auf und retweeteten die Nachricht bis dato 7.300 mal.