Operation Naked – Demokratisierung der Totalüberwachung

Ist ja eigentlich schon nicht mehr ganz neu, aber ich bin gestern endlich mal dazu gekommen, mir das von Mario Sixtus produzierte ZDF-Fernsehspiel „Operation Naked“ anzuschauen. Da solche Sachen bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten ja gerne unter Ausschluss der Öffentlichkeit Nachts im Nischenprogramm versendet werden und ich davon ausgehe, dass keiner von euch den bisher gesehen hat, kann ich ja auf hier auf jeden Fall noch mal drauf hinweisen, denn mir hat dieses Gedankenexperiment, welches nicht weit von der Realität entfernt ist, gut gefallen.

„Operation Naked“ ist ein fiktionaler Film über die Einführung von Datenbrillen und deren Auswirkung auf die Gesellschaft. Regisseur und Autor Mario Sixtus erzählt seinen Film nicht mit konventionellen Bildern, sondern setzt die Geschichte aus kurzen Ausschnitten aus ZDF-Sendungen zusammen. Bei der Collage aus unterschiedlichen Szenen haben rund 15 ZDF-Sendungen und ihre Moderatoren mitgemacht.

Yeah! Barbie wird NSA-Agentin!

Barbie wird bald, wenn es nach Mattel geht, eine gute Zuhörerin für die Kinder, die mit ihr spielen und echte Konversation mit ihrem Gegenüber betreiben können. Ermöglicht wird dies mit einem Internetzugang und der Pull-String-Technologie der Firma ToyTalk. Diese Technologie ist nicht, wie dem Namen nach zu vermuten sowas,

sondern ein Programm, welches bereits für interaktive Kinderbücher-Apps benutzt wird, damit Kinder sich mit den Figuren aus den Geschichten unterhalten können. So gesehen wird Barbie sowas ähnliches wie der IBM Watson für die Kleinen.

Das ist ja alles ganz nett, aber in Zeiten der faktisch existierenden Totalüberwachung ist das letzte, was in den Kinderzimmern rumliegen sollte, eine Puppe, mit Sende-Empfangs-Einheit und Zugang zu einer datenverabeitenden Serverfarm mit Spracherkennung. Da bedarf es ja nicht mal mehr so Methoden wie in der DDR, wo Lehrer die Kinder fragten, wie denn die Uhr bei den Nachrichten aussieht, die die Eltern abends sehen, um was über die privaten Umstände herauszufinden.

(via Fast Company)