Künstliche Intelligenz entwickelt neue Farben

In den letzten Jahren hat sich ja schon gezeigt, wozu künstliche Intelligenz alles fähig ist. Bei manchen Dingen funktionieren sie bei langer Übung sehr gut (Bilderkennung, Bildbeschreibung, Go spielen) bzw. interpretieren auf Basis genügender gelernter Beispiele Sachen neu (z.B. Barbecue-Saucen).

Schwierigerer wird es, wenn es in den kreativen-ästhetischen Bereich geht. Drehbücher, die sich etwas kryptisch lesen (siehe Sunspring), oder eben Farben zu interpretieren und benennen.

Die Wissenschaftlerin Jeanelle Shane hat ein neurales Netzwerk darauf trainiert Farben aus RGB-Werten zu generieren und diesen auch Namen zu geben. Viele davon sind völlig daneben und ergeben gar keinen Sinn, jedoch nach einigen Feinjustierungen sah das Ergebnis wesentlich besser aus. Einige Namen indes bleiben doch einigermaßen 303012wunderlich.

Gray Pubic?

Grundsätzlich hält Shane fest, dass ihr neurales Netzwerk Beige, Braun und Grau bevorzugt und schreckliche Ideen für Farbnamen hat.

Sindis Poop!

Den genaueren Prozess hat die Wissenschaftlerin auf ihrem Tumblerblog dokumentiert.

RGB und CMYK schnell erklärt

Ich bin oft darüber erstaunt, wie wenig Verständnis es für Farbräume außerhalb der Gestaltergemeinde gibt. Ist ja jetzt keine Raketenwissenschaft und das z.B. orange auf einem Bildschirm anders aussieht, als auf Papier ist kein Grund sich aufzuregen (jeder Gestalter kennt diese Leute), sondern liegt in der Natur der Dinge, um genau zu sein in den charakteristischen Unterschieden von additiven und subtraktiven Farbsystemen, die in diesem kurzen Video anschaulich erklärt werden.

(via Sploid)