Au revoir, France Gall

Der Krebs hat uns heute eine der großen Stimmen der europäischen Musikwelt genommen. Ich war eigentlich nie ein Fan der frankophonen Musik und schon gar nicht des Schlagers, aber France Gall, die heute im Alter von 70 Jahren ihrer Krankheit erlegen ist, hatte zumindest in meiner Wahrnehmung zwei herausragende Lieder.

Einmal ist da natürlich der Song „Der  Computer Nr.3“, welchen sie für die stocksteife Veranstaltung des deutschen Schlagerwettbewerbs 1968 mit swingender Verve vortrug und mehr als 40 Jahre vor tinder und Elitepartner eine Vision von der elektronischen Partnerwahl vermittelte.

Das andere Lied ist ihre Hommage an Ella Fitzgerald, „Ella, elle l’a“, mit dem sie nach einer 15jährigen Pause ihr großes Comeback hatte und 1988 in Deutschland vier Wochen auf Platz 1 der Charts blieb.

AUTOMATICA – Robots Vs. Music – Nigel Stanford

Vor fast drei Jahren hatte ich bereits eines von Nigel Stanfords experimentellen Musikvideos. In diesem hier lässt er einen Großteil der musikalischen Arbeit von Industrierobotern machen. Am Ende gibt es auch noch so eine Art Roboteraufstand (huch, Spoiler).

AUTOMATICA – Robots Vs. Music – Nigel Stanford from Nigel Stanford on Vimeo.

Rose McGowan – RM468

Die Schauspielerin und Regisseurin Rose McGowan, mir noch am ehesten bekannt aus Charmed (ich hab es ja nicht so mit Celebrities), ist nun auch verstärkt als Sängerin unterwegs und hat sich für dieses Stück von ihrem Debut-Album mit dem Videoregisseur Jonas Åkerlund zusammengetan, der unter anderem schon Madonnas “Ray Of Light”, The Prodigys “Smack My B*tch Up”, Christina Aguileras “Beautiful” und Lady Gagas “Telephone” und “Paparazzi” u.v.a. in Szene gesetzt hat. Das Ergebnis ist ein insgesamt visuell ästhetisch umgesetztes, melancholisches Synthiepop-Stück irgendwo zwischen Marilyn Manson, Kylie Minogue und Björk, mit einer hübschen Bladerunner-Referenz am Anfang.

(via Nowness)

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