Ein Nerd-Habitat im Maßstab 1:6

Sieht Hank Chengs Devotionalienraum irgendwie seltsam aus? Abgesehen vom sehr nerdigen Inventar? Nein?

Das Geheimnis zeigt sich wenn man Hank Chen dazu sieht.

Dieses wahnsinnig detaillierte Model im Maßstab 1:6 ist nur eines von vielen fantastischen Miniaturen, die man auf Chengs Facebook-Seite bewundern kann. Unter anderem hat er auch ein Modell des postapokalyptischen Tokios in 1:2500 gebastelt.

(via Nerd Approved)

In Malmö eröffnen kleine Mäuseläden

In Malmö haben die bisher anonymen Street-Artists von Anonymouse kleine Fachgeschäfte für Mäuse installiert. Die Liebe zum Detail macht das Modell zu einem echten Hingucker. Die Miniatur beinhaltet zum einen das Nussgeschäft „Noix de Vie“, sowie anscheinend ein italienisches Mäuserestaurant namens „Il Topolino“. Perfektioniert wird die Installation durch die vielen kleinen Details, von Möbeln für die Außengastro, einem ollen Stromkasten, einem an der Wand lehnenden Fahrrad, bis hin zu Plakaten für mausbezogene Ausstellungen und Filme.

LOVING the @anonymouse_mmx spread. Pic from @svdkultur http://www.svd.se/muskvarter-i-malmo-vaxer/i/senaste

A photo posted by Papa Dont Preach (@stoffskichronicles) on

(via Bored Panda)

3 x Miniaturwelten

Ich habe mal wieder schöne Arbeiten zu einem meiner Lieblingsthemen, Miniaturdioramen, gefunden.

Micro Matter
Rosa de Jong ist Designerin mit eigener Agentur aus den Niederlanden und hat kleine idyllische Orte gebastelt, die in Reagenzgläser passen. Manchmal ist es nur ein Baum mit einem Zelt und manchmal kleine grob zusammengezimmerte Häuschen. Mehr Fotos auch vom Schaffensprozess gibt es auf Bored Panda und die einzelnen Modelle auf ihrer Seite.
rosa-de-jong


Storefront Sculptures
Randy Hage aus New York dokumentierte erst fotografisch die Ladenfronten in New York und begann dann diese charakteristische Architektur in Modellen festzuhalten und konserviert damit ein allmählich verschwindendes Straßenbild. Dabei arbeitet er mit so viel Liebe zum Detail, dass die Fotografien der Miniaturen auf den ersten Blick vom Original nicht zu unterscheiden sind. Man merkt zwar, dass irgendwas nicht stimmt, kann aber nicht sagen, warum. (via Klonblog)
randy-hage


Dieorama
Abigail Goldman hat sich auf kleine H0-Dioramen mit kriminellem Schwerpunkt spezialisiert. In den Miniszenen gibt es oft Blut, Tote und sinnlose Gewalt und das Beseitigen der Opfer in verschiedenen Stadien. Sehenswert für Fans von Fargo oder Tarantinofilmen. (via Atlas Obscura)
abigail-goldman

Holorama – Filmszenen (fast) greifbar gemacht

Diese cinematographischen Schaukästen, die in Zusammenarbeit des Filmemachers Jeff Desom und dem Modellbauer Oli Pesch entstanden sind, zeigen wie schön Handwerk und Digitales zu etwas außergewöhnlichem fusionieren kann. Inspiriert vom optischen Theater, dem Vorläufer des Kinos, haben die beiden verschiedene Filmszenen bekannter Filme mit Modellsets und dreidimensional umgearbeiteten Bewegtbildmaterial umgesetzt.

HOLORAMA: An Optical Theatre from Jeff Desom on Vimeo.

Konservierte Urbanität im Maßstab 1:12

drew_leshko

Drew Leshko konstruiert Hausfassaden seiner Umgebung aus Holz und Papier im Maßstab 1:12. Seine Arbeiten bilden, herausgehoben aus dem Kontext ihrer Umgebung, einen Ausschnitt des derzeitigen Zustands des urbanen Raums in den USA. An seinen detailgetreuen Werken, die weit mehr umfassen, als nur Hausfassaden, kann man die Veränderungen der Gegenwart an bereits bestehenden Strukturen ablesen und er möchte so den Betrachter für mehr Aufmerksamkeit des historisch Gewachsenen sensibilisieren in einer Zeit, wo vieles zu Gunsten von Neuem oder im Zuge von Gentrifizierung umgedeutet wird.

Tolle Arbeiten, die mich ja genau an meinen Triggern für Modellbau und Urbanität treffen.

(via Co.Design)

3D-Druck oder Papier – Modellstädte selber basteln

Zwei Beispiele für spielerischen Miniaturstädtebau außerhalb einer Computersimulation.

Die Firma ittyblox vertreibt Miniaturen von typischen amerikanisch-urbanen Häuserblocks im Maßstab 1:1000, die man sich bei shapeways, dem 3D-Druck Onlineshop als Modell bestellen kann. Die Preisspanne, für diese Modelle, die sich in einem extra Rasterboden-Element zusammenstecken lassen liegt zwischen 8,- und 98,- €.

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(via Citylab)


Wesentlich günstiger (4,50 €), wenn auch etwas monothematischer und mit einem anderen künstlerischen Anspruch kommen die Plattenbau und Betonbrutalismus-Bastelbögen von Zupagrafika. Da ist für wenig Geld schnell eine triste Londoner Vorstadt oder eine polnische Plattenbausiedlung zusammengestellt.

brutallondon

(via klonblog)

Auch eine Art des Weltenbastelns – Papas Modellbahnlandschaft

Als kurzes Zwischenspiel, bevor ich endlich mal den zweiten Teil meines Artikels ‚Wie ich zum Hobby-Weltenbastler wurde‚ veröffentlichen kann, hier ein kleiner familiärer Einblick, der eventuell erklärt, wo meine Faszination für Weltenbasteln und auch Stadtplanung herkommt.

Mein Vater ist, wie so viele Männer seiner Generation, der Modelleisenbahn verfallen. Jetzt wo er in Rente ist, hat er endlich Zeit sich neben der Gartenarbeit auch voll umfänglich diesem Hobby zu widmen und einen Kellerraum für die Bahnanlage vorzubereiten. Da man für so ein Vorhaben natürlich auch eine Menge Landschaft mit einer Stadt benötigt und die üblichen Kunststoffmodelle leider schweineteuer sind, macht mein talentierter Vater das alles selbst. In allabendlicher Kleinarbeit entstehen aus profanem Karton, den andere wahrscheinlich achtlos wegwerfen würden, Häusermodelle der verschiedensten Epochen und historische Nachbauten von Gebäuden aus der Heimat und anderswo.

Der bisher vollständigste Teil ist die mittelalterliche Stadt der Bahnanlage. Ein Fachwerk-Idyll mit einer Burg, die über der Stadt thront, welches sich als eine Kombination aus frei ausgedachten Häusern und einer Art Hybridstadt zwischen Miltenberg, Rothenburg ob der Tauber und Michelstadt darbietet. Ein paar Impressionen habe ich fotografisch festgehalten:

Kris Kuksi – Extrem ornamentale Skulpturenkunst

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Kris Kuksi – The Recreation 2009

Sehr detailreiche und wuselige, sowie teilweise ausladende Ornamentexplosionen kreiert Kris Kuksi. Seine Skulpturen bestehen aus den unterschiedlichsten Dingen, vornehmlich aber aus einer Menge kleinteiliger Elemente wie Zinnsoldaten, Statuetten und allerlei Plastikspielzeug und Modellbauteilen, bis hin zu Abfall.

Kris Kuksi – Saravati Destroyer

Kris Kuksi – Saravati Destroyer 2009

Seine Werke befinden sich irgendwo in einem wilden und absurden Spannungsfeld zwischen HR Giger, fernöstlicher Sakralkunst, Barock und Steampunk. Eine einmaliges visuelles Werk, welches schon bei weit über 100 Skulpturen dieser Art zählt.

(via Hi-Fructose)

Mini Paper Pavilion Club

In Vancouver treffen sich alle zwei Wochen unter der Führung von Stu Hughes und Erin Marrancas die Mitglieder des Mini Paper Pavilion Club. Die Regeln sind einfach: Nur Papier und Kleber sind erlaubt. Man verpflichtet sich zu jedem Treffen zu erscheinen, baut einen Pavillon und bleibt, bis dieser fertig ist. Bei der Grundfläche wird von einem Bierdeckel ausgegangen. In diesem Rahmen entstehen sehr schöne architektonische Modelle, bei denen der Fantasie freien Lauf gelassen wird.

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Fliegendes RC-Modell der Enterprise

Miro Hlinka, der anscheinend sehr versiert ist im Bereich Modellbau, hat ein flugfähiges, ferngesteuertes und beleuchtetes Modell der Enterprise D gebaut. Die Konstruktion sowie die ersten (etwas holprigen) Flugversuche hat er auf youtube dokumentiert.

Im zweiten Video kann man die erheblich verbesserten Flugeigenschaften bewundern: Weiterlesen