Das letzte Meme des Jahres – gegenläufige Bild-Text-Qualität

Schwer in einer Headline zu beschreiben, aber eigentlich ganz einfach. Man nehme ein Originalbild mit der passenden Beschreibung/Slogan/Aussage. Diese werden nun iteriert, wobei die Bilder immer schlechter werden (entweder durch kaputt digitalisieren oder jeweiliges nachmalen der vorherigen Vorlage) und die Beschreibungen immer ausführlicher.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, daher:

Wie man sieht, entwickelt sich das dann oftmals zu rudimentären Kritzeleien mit dazugehörigen naturwissenschaftlichen/kulturhistorischen Abhandlungen.

Mehr davon gibt es z.B. in dem reddit-Forum coaxed into a snafu unter dem Stichwort „increasingly verbose„, was soviel heißt wie ‚zunehmend ausführlicher‘.

Technoviking Doku without Technoviking

We make money not art hat ein interessantes Interview mit Matthias Fritsch, dem Mann, der einst (2000 auf der Fuckparade) das Video des ravenden Hünen, heute bekannt unter Technoviking, aufnahm, 2006 ins Netz stellte und ab da viral durchstartete. Der Rest ist Geschichte und kann u.a. bei Know Your Meme ergründet werden.

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Harlem Shake auf netzwertig.com

Martin Weigert hat eine Analyse zu dem „Harlem Shake“-Mem geschrieben (der so schnell durchrauschte, dass er fast an mir vorbeigegangen ist (ich werd‘ zu alt für den Scheiß)), welche schön beschreibt, wie man durch lockeren Umgang mit dem eigenen Urheberrecht Reibach macht, was in diesem unserem Lande höchstwahrscheinlich nicht möglich wäre.

Hätte das Harlem-Shake-Mem seinen Ursprung nicht im angloamerikanischen sondern im deutschsprachigen Web gehabt und sich somit der hierzulande üblichen restriktiven Sicht auf das Urheberrecht gegenüber gesehen – es wäre schon im Keim erstickt worden.

Hier der gesamte Artikel: Wie ein tolerierter Urheberrechtsverstoß dem Urheber einen Geldsegen beschert