Linktipps KW 43/15

Ich glaube die wöchentlichen Linktipps werden von einem sporadischen Unterfangen zur einzigen Möglichkeit überhaupt noch was zu posten. Daher nun die m. E. interessanten Artikel und sonstiger Kram, der in meinem Netzschleppnetz diese Woche hängengeblieben ist.

Grafik

Die generell empfehlenswerte Seite Atlas Obscura hat einige sehr schöne Werbeplakate für die Londoner U-Bahn aufgetan. Dabei sind wirklich tolle grafische Arbeiten aus allen Epochen des 20. Jahrhunderts und unter anderem auch von bekannten Künstlern, wie zum Beispiel Man Ray.

Die Safegate Group, spezialisiert auf Flugsicherheit hat sich von Upper First aus Malmö einen kurzen Imagefilm in einem kitschigen 60er Jahre Animationsstil machen lassen. Aber ich mag sowas.

The Safegate Effect from UPPER FIRST on Vimeo.

(via WATC)


Grafik/Technik

Für Menschen, die gerne Animationen von Hand zeichnen, sich aber vom Computer ein wenig Unterstützung bei der Umsetzung der mühevollen Wiederholung der Formen und Muster wünschen, könnte dieses Autocomplete-Programm helfen, das von Wissenschaftlern in Asien erdacht wurde.

(via prosthetic knowledge)


Design/Technik

Anlässlich Marty McFlys Ankunft in der Zukunft des Jahres 2015 diese Woche, analysiert Christopher Noessel auf seinem Blog Sci-Fi Interfaces die futuristischen Gerätschaften, die im zweiten Teil von „Zurück in die Zukunft“ vorkommen.

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Hans Fex, der letztes Jahr das erste Minimuseum herausbrachte (Labelizer berichtete), hat nun die zweite Version auf Kickstarter finanziert bekommen. Wenn ihr also gerade um die 300 € übrig habt (ich leider wieder nicht 🙁 ), dann sichert euch eins der letzten limitierten Stücke. Die gehen mal wieder weg, wie warme Semmel.

(via Booooooom)


Gesellschaft/Wissenschaft

Laut eines BBC-Berichtes gab es diese Woche einen Leak eines bisher unveröffentlichten kontroversen UN-Papiers von Dr. Monica Beg, einer Abteilungsleiterin im Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechen, welches sich für die Entkriminalisierung aller Drogen ausspricht und Festnahmen sowie Inhaftierungen als unverhältnismäßige Maßnahmen ansieht. Leider gibt Dominique Sisley in ihrem auf Dazed veröffentlichten Artikel keine weitere Quelle für diese äußerst progressive Meldung an.

Und wo wir gerade bei Drogen sind: Dr. Neal Barnard meint zu wissen, warum wir so gerne Käse essen. Offenbar wirkt das Casein im Käse nach seiner Aussage mindestens so, wie Morphine auf unser Hirn. Er selbst nennt es ‚Dairy Crack‘. Ich halte seine Forschungsergebnisse für plausibel und deswegen werfe ich mir jetzt auch noch eine handvoll geriebenen Gruyère in die Pfanne.


Humor/Musik

„Die Arschgeigen rasten aus, aber sie verlieren“

Die große Verschwulung (Baby, ich hab Genderwahn!) – Form Prim

(via Blogrebellen)

London Night Blur

In response to The Daily Post’s writing prompt: „Blur.“

It was in November of 2012 on a stay in London. I like to record the urbanism and the skyscraper in the City were good subjects to capture them while strolling through the night. This picture was more or less an accident made with  my smartphone camera which didn’t focus properly (again). But now I think this picture is much more interesting in this blurred state. I can imagine it as the cover of an economic crime novel or on the front of a business magazine illustrating a cover-up story.

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London is changing

Der rasante Anstieg in den Miet- und Grundstückspreisen in London führt zu einem extremen demographischen Wandel. Je geringer das Einkommen, desto unmöglicher ist das Leben und überleben in der britischen Hauptstadt.

Dieser Misere eine Stimme zu geben hat sich die Kommunikationsdesignerin Rebecca Ross mit ihrem Projekt ‚London is changing‚ vorgenommen, in dem sie Zitate von noch oder ehemaligen Bewohnern Londons auf Reklametafeln bringen will, die die unerbittliche Veränderung ihrer Heimat am eigenen Leib erfahren haben.

Das bemerkenswerte ist, dass die Zitate aus der Mittelschicht stammen, die sich London nicht mehr leisten kann; die Armen wurden schon lange aus der Stadt verdrängt.

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(via Dazed)

 

Linktipps KW 04/15

Während ich auf der Möbelmesse rumlaufe und für den nächsten großen Artikel recherchiere, könnt ihr ja schon mal die Linktipps der vierten Kalenderwoche lesen:

Architektur

Londons Skyline verändert sich mal wieder. Nachdem der Bau am ‚The Pinaccle‚ vorerst gestoppt ist, bekommt die City ein anderes neues Bürohochhaus, welches sich in seiner Form gut mit der daneben stehenden Käsereibe arrangiert.

Laut ArchDaily wird es mit 270 m das zweithöchste Gebäude in London nach dem ‚The Shard‚.

Man kann diese Stadt auch keine zwei Jahre aus den Augen lassen, ohne dass sich die komplette Silhouette ändert. Wird mal wieder Zeit für einen Besuch.


Derweil baut man in China ein eher konventionelles Haus mit unkonventionellen Mitteln. Dort wurde ein fünfstöckiges Appartementgebäude mit einem 3D-Drucker realisiert. Bei diesem Verfahren können laut der ausführenden Firma Winsun bis zu 60% an Material gegenüber herkömmlichen Bauweisen eingespart werden. Sieht jetzt auch gar nicht so schlecht aus und erinnert mich ein bisschen an das Standard-Appartmentgebäude aus Sim City.

3D-Druck-Appartment


Wer im Übrigen seine Kinder schon frühzeitig an das Thema Architektur heranführen möchte, für den hat die Design-Redaktion von Fast Company zwei Buchtipps.


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Das schwebende Haus am Covent Garden

Alex Chinneck ist ein Architekturschelm. Er nimmt die normalsten Gebäude und macht verblüffende optische Illusionen mit ihnen, sei es, dass Häuserfassaden von den Gebäuden zu rutschen scheinen oder er einfach mal wortwörtlich die Fassade auf den Kopf stellt. Sein neuester Streich ist ein klassisches Gebäude mit Säulenfront, welches sich architektonisch sehr gut in Covent Garden einfügt. Jedoch scheint die obere Hälfte nicht mit der unteren verbunden zu sein. Wer sich das Kunststück anschauen möchte hat noch bis zum 24. Oktober Zeit dafür nach London zu reisen.

Take My Lightning But Don’t Steal My Thunder from Threefold on Vimeo.

(via Co.Design)

Megalomania – London als Bauruine

Interessante 3D-Animationssarbeit von Jonathan Gales von Factory Fifteen, die ich als einen kleinen dystopischen Seitenhieb auf den derzeitigen Bauboom in London verstehe.

Megalomania by Jonathan Gales from Dezeen on Vimeo.

Knytro – My Motive

Ein schönes Hip-Hop-Video für Knytro, dass London so darstellt wie es ist, nämlich als kleinen eigenständigen Planeten.

MY MOTIVE – KNYTRO (360 degree video – tiny planet London) from j0n4s on Vimeo.

Ein Bericht über die Entstehung des 360°-Videos findet sich bei Jonas Ginter.

Spontaneous City in the Tree of Heaven

In einer Stadt wie London ist Wohnraum knapp und das anscheinend nicht nur für Menschen. Die Künstlergruppe Londonfieldworks hat in den Bäumen von Kensington, Islington und Chelsea diese enormen Anhäufung von Vogelhäusern installiert, die ihre urbane Umgebung reflektieren.

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(via fubiz)

Londons Entwicklung von den Römern bis heute

Dieses Video, welches vom Bartlett Centre for Advanced Spatial Analysis erstellt wurde zeigt anhand von archäologischen Fundstücken und heute noch existierender denkmalgeschützter Bebauung, die Entwicklung Londons von der römischen Kolonie hin zur modernen Weltstadt. Möglich wurde dieses Video durch die Zusammenarbeit des English Heritage, Cambridge Centre for Smart Infrastructure and Construction und dem Museum of London Archaeology.