Bars of Cologne – IceBar @ Hilton

Schon seit langem wollte ich eine Serie über die Bars von Köln machen. Und in einem Jahr wie diesem, in dem man die Realität sowieso nur betrunken ertragen kann, bietet es sich an, dieses Projekt nun endlich mal in Angriff zu nehmen.

Daher starte ich mit der Bar, in der ich in meinem bisherigen Leben wohl die meiste Zeit zugebracht habe. Die IceBar am Hilton Hotel. Diese haben nicht viele Menschen auf dem Schirm, selbst dann nicht, wenn sie aus Köln stammen.

Nur zwei Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt in der Marzellenstraße findet sich in der Bar, welche zum Hilton Hotel gehört, immer wieder eine interessante Mischung aus internationalen Hotelgästen und einheimischen Cocktail-Liebhabern an der Theke. Zum Erstaunen von Erstbesuchern besitzt die Theke tatsächlich eine Oberfläche aus Eis, welche die Getränke immer schön kühl hält. Unterstützt wird die eisige Thematik in der Bar noch durch satinierte Glaspaneele an den Wänden und entsprechender LED-Beleuchtung.

Alles andere als kalt ist jedoch das Personal, welches sich stets freundlich um die Gäste kümmert und mit Herz und Seele für das Handwerk der guten Cocktailerstellung brennt. Unentschiedenen unter den Besuchern kredenzen die Mitarbeiter der IceBar gerne auch ein Getränk nach den persönlichen Vorlieben.

Generell enthält die Karte wenig Standard-Drinks, die man natürlich auch ordern kann, sondern überrascht mit einfallsreichen und schmackhaften Eigenkreationen.

Mein absoluter Favorit ist der Cocktail „Papa Joe“. Eine wunderbar süß-scharfe Liasion aus philippinischem ‚Don Papa‘-Rum mit Gingerbeer, Kokossirup, Zitronengras und Limette. Perfekt für den Sommer (und für mich eigentlich immer).

Eine der außergewöhnlichsten Kreationen, die es in die Karte geschafft hat und deren Entstehung ich beiwohnen durfte, ist der Cocktail „La vita è bella“. Er besteht aus Banks 5 Islands Rum, Limettensaft, Zuckersirup, Basilikum, Olivenöl (!) und Dijon Senf (!!). Ein fantastisches Geschmackserlebnis mal ganz außer der Reihe.

Ebenfalls ein Hingucker und auch praktisch als Cocktail To Go ist der „Kiddo“, bestehend aus hausgemachtem Kaffirwodka, Limettensaft, Matchasirup, auch aus eigener Herstellung, und Gingerbeer. Das ganze wird in einer Asianudelbox serviert.

Preislich liegen die meisten Cocktails bei 11,50 €, einige wenige etwas teurer (z.B Champagner-Cocktails). Daher wäre noch zu erwähnen, dass es täglich von 18.00 bis 20.00 Uhr eine Tiki-Cocktail Happy Hour gibt, bei der jeder Cocktail nur 6,- € kostet. Dann sollte man unbedingt einen „Painkiller“ probieren oder sich auch mal an einen „Maitai“ wagen, der nicht mit Fruchtsäften gepanscht wurde, wie man ihn so oft woanders bekommt.

Ich kann einen Besuch in der IceBar nur ans Herz legen. Gerade, wenn man z.B. mit der Bahn von außerhalb kommt, ist die IceBar ein idealer Anlauf- und Startpunkt für das Wochenende und oftmals auch ein guter Ort, um den Abend ausklingen zu lassen.

IceBar Hilton
Marzellenstraße 13-17
50668  Köln

Telefon: 0221 – 130 71 2463
Fax: 0221 – 130 720

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag ab 18.00 Uhr,
Sonntag und Montag Ruhetag

Großprojekte und ihr Zerfall als Kupferstich

Künstler unbekannt, aber sehr hübsch in Szene gesetzte Bauprojekte der neueren Zeit (und der Kölner Dom) im Endstadium. Da fehlt aber noch der neue Berliner Flughafen.

 

(via Flau’s Soup)

GRU:NToN Open-Air Closing Party 2016

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Es war bei schwül-feuchtem Wetter in einer Augustnacht in einer kleinen Westernstadt am Arsch der Welt (Worringen). Eine Nacht, die in das kollektive Gedächtnis als die Moskito-Party eingehen wird. Es war eine der besten Parties des Jahres, auch wenn sich zu später Stunde ein Schwarzmarkt für Essbares zu etablieren begann, da neben dem Alkohol und andere Substanzen irgendwie keiner an Grillgut gedacht hatte. Aber Bier ist ja auch Brot und eine nette Frau aus Moskau hat mir einen Sesamkringel geschenkt, um wenigstens meine Crowd zu versorgen (Danke Sasha!).

Einen Teil dieser unvergesslichen Nacht hat Carsten Halm dokumentiert und sein Set auf Soundcloud gestellt. Wir hatten Spaß, die Mücken hatten eine Überdosis von allem und so kann es auch gerne im nächsten Jahr weitergehen.

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PollerWiesen – Die Doku zur Party

Zur Einstimmung auf die Open-Air-Saison 2016, die unmittelbar bevorsteht, poste ich hier mal die Doku zur PollerWiesen, der Open-Air-Institution aus Köln, die nun schon 23 Jahre lang an Rhein und mittlerweile auch Ruhr tanzwillige Menschen mit elektronischer Musik beschallt.

Im Film von Achim Rütt, der von 1995 an dabei war, geben die Veranstalter und Wegbegleiter Einblick in die Anfänge des umsonst-und-draußen Konzeptes der Party. Sie erzählen von den unschuldigen Jahren in der Illegalität, über das enorme Wachstum, welches mehr oder weniger zwangsläufig zu Professionalisierung, Kommerzialisierung und Diversifizierung führen musste, ohne die die PollerWiesen sonst wohl nicht mehr existieren würde.

Aber sie ist noch da und mittlerweile ein Stück rheinischen Kulturgutes, ohne das was fehlen würde. Auf ein sonniges Jahr 2016. Man sieht sich im Jugendpark!

(via FAZEmag)

Teatime im Royal Cupcakes Köln – Erfahrungsbericht

Es wird wirklich langsam knapp, wenn man in Köln eine Teatime bei möglichst vielen verschiedenen Anbietern machen möchte (nach Meldungen von Anfang dieses Jahres wird das Dom Hotel nicht vor 2017 wiedereröffnen. Skandalös!).

Aber zum Glück gibt es neben den mondänen Hotels ja auch noch das eine oder andere Café, welches sich die Mühe macht das Bedürfnis nach der traditionellen Teatime zu erfüllen. So zum Beispiel das Royal Cupcakes in der Alten Wallgasse, einem ruhigen Seitenarm des kommerziellen Wildwasserstroms der Ehrenstraße.

Vorausgeschickt sei gesagt, dass ich in diesem Fall wesentlich nachsichtiger bei der Bewertung der Teatime bin, als das der Fall bei den Berichten aus den Hotels war. Da es auch für mich das erste Mal war eine Teatime im Rahmen eines eigenständigen Cafés zu mir zu nehmen, war ich auch offener für Variationen und die Maßstäbe, die ich hier anlege, sind andere als bei großen gastronomischen Einrichtungen. Zumal, wenn es sich um eine Konfiserie handelt, die für ihre außergewöhnlichen Cupcakes bekannt ist.

Wie immer ist auch hier eine Teatime nichts für Spontane. Eine Reservierung per E-Mail spätestens zwei Tage vorher ist zwingend, da einige Elemente extra frisch hergestellt werden müssen. Es empfiehlt sich auch vor dem Besuch schon mal einen Blick auf die Tee-Auswahl auf der Internetseite des Cafés zu werfen, da einem die Frage nach der Teepräferenz bereits zwischen Eintreten und Platz nehmen gestellt wird. Da ich immer Earl Grey nehme, war dies für mich ja auch kein Problem.

Da alles für unseren Besuch vorbereitet war, ging es auch recht bald zum Wesentlichen. Nachdem der Tee kredenzt war und die Etageren kamen wurde es schnell eng auf dem kleinen Tisch. Ein Kompromiss durch Entfernung des vorweihnachtlichen Tischschmucks und die Reduktion der Zuckerauswahl auf braunen Kandis bot somit dann doch Platz für die wichtigen Dinge.

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Die Etagere war wie erwartet von unten herzhaft nach oben süß sortiert und bot einige Besonderheiten: Neben den obligaten Sandwiches mit Gurke und Frischkäse gab es auf der unteren Ebene Grissini mit einem sehr schmackhaften Schinken, eine kleine Tajine mit grünen Oliven, sowie eine äußerst delikate Quiche mit Speck.

Auf der Mittelebene präsentierte sich das Herzstück der Teatime in Form von zwei locker luftigen Scones, wobei ich mir in diesem Fall nicht sicher war, ob diese als solche noch zu bezeichnen sind, da es sich hier schon eher um eine Art biscuitartiges Süßgebäck handelte. Aber auf seine Art sehr lecker, besonders in Kombination mit der Erdbeermarmelade und dem sehr cremigen Frischkäse (leider keine Clotted Cream, aber nah dran). Besonders zu erwähnen wäre dann noch das kleine fruchtige Stück der Tarte Tatin mit Mangokonfitürenglasur.

teattime_royal-cupcakes_02Auch die oberste Ebene überzeugte und war Anlass zwischen den Tellern zu springen, denn hier fand sich eine Kugel Vanilleeis, die mich zwischen herzhaft und süß wechseln ließ, damit sie nicht vollends dahin schmolz, bevor ich oben angekommen bin.

Des Weiteren hielt der oberste Teller noch einen Himbeer-Milchshake und natürlich zwei Kostproben der eigentlichen Profession dieses Etablissements bereit. Zum einen ein Vanille-Cupcake mit einem himmlisch lockeren Himbeerfrosting gekrönt mit einer Kugel aus weißer Schokolade und zum anderen ein Schokoladen-Cupcake mit einem cremigen Schoko-Nußnougat-Frosting, garniert mit zwei Plättchen Zartbitterschokolade.

Insgesamt war dieses Teatime-Erlebnis eine runde Sache und bei einem Preis von 15 € pro Person vollkommen zufriedenstellend. Wenn ihr also vorab schon wisst, wann ihr euch in der Kölner Innenstadt befindet, so solltet ihr unbedingt auch einen Termin für die Teatime machen, denn als kleine Pause im Shopping-Spießrutenlauf oder einfach als das kleine Highlight am Sonntag, dass man sich gönnt, ist dieses Angebot durchaus zu empfehlen.

Als Souvenir und aus aktuellem Anlass habe ich dann auch noch zwei Cupcakes mit nach Hause genommen. 🙂

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Ein ausführliches Interview mit der Gründerin von Royal Cupcakes findet ihr übrigens hier.

 

Kölner Hochhausring – Der Bau des Todessterns wäre realistischer

Wer aus Köln kommt und die Schlagzeilen der einschlägigen sog. Lokal-Presse verfolgte, kam nicht umhin zu lesen, dass ein junger Architekt namens Martin Bachem vorschlägt einen Hochhausring um die Innenstadt von Köln zu ziehen, um der zunehmenden Wohnungsnot Herr zu werden. Mit diesem bemerkenswerten Vorhaben erhofft er sich Wohnraum für 80.000 bis 100.000 Menschen zu schaffen. Seiner Meinung nach versäumt es Köln eine umfassende stadtplanerische Vision zu entwickeln, die den zukünftigen Ansprüchen gerecht wird. Als vorzeigbares Beispiel zieht er unsere Hauptstadt heran und sagt:

Berlin sendet ein Bild einer pulsierenden, sich verändernden Metropole in alle Welt und hat ein entsprechendes Image.

Eine in mehrererlei Hinsicht problematische Aussage, aber dazu später.

Grundsätzlich finde ich es gut, dass mal jemand provokant über Stadtplanung in Köln nachdenkt, da dieses Thema, welches mir auch sehr am Herzen liegt, in den letzten 70 Jahren in dieser Stadt offensichtlich kein Thema war.

Ich hoffe für ihn, dass der Ansatz, den er mit dem Projekt ‚Stadtplastik‚ verfolgt, wirklich nur Provokation ist, um diese Debatte in Schwung zu bringen, denn manchmal muss man wohl was lauter werden, wenn man was erreichen will.

Mir gefällt sogar der präsentierte Ansatz des neuen Deutzer Bahnhofs, da der alte ein dreckiger Witz ist, den nicht mal ein frischer Anstrich retten könnte. Aber der gesamte Rest dieses Projektes (insofern er das ernst meint) ist in den Dimensionen absoluter Blödsinn, und ich finde es irritierend und nicht nachvollziehbar, dass ein Architekt, mit genügend Hintergrundwissen und Erfahrung dermaßen unsensible, naive und rückwärtsgewandte Konzepte entwickelt, die völlig die lokalen Gegebenheiten außer acht lassen, als ob es sich um eine Runde SimCity drehen würde, nur in größer.

Eines seiner Argumente, für diese Wohnraumkonzentration in innerstädtische Hochhäuser ist die durch Zersiedlung zunehmende Zerstörung von Agrar- und Nutzflächen um Köln. Durchaus ein ernstzunehmendes Problem, dass man aber nicht durch die Zerstörung von gewachsenen Stadtteilen und der daraus resultierenden Vernichtung des sozialen Mikroklimas lösen sollte. Weiterlesen

imm 2015 – It’s getting dark in here

Dieses Jahr fällt mein Statement zur imm 2015 etwas kürzer aus und ich lasse die Bilder für sich sprechen.

Darkness

Du meine Güte, hätte ich mal besser eine Taschenlampe mitgenommen! So dunkel wie die Internationale Möbelmesse in Köln dieses Jahr ausgefallen ist, musste man echt aufpassen nicht über die Auslegeware zu stolpern. Nach der extremen Retromania der Mad-Men-Ära der letzten Jahre scheint der Trend jetzt wohl eher in Richtung Blade Runner zu gehen. Die punktuelle Ausleuchtung vieler Messestände tat ihr übriges.

Farben und Formen 2015

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imm 2015: Farben, Formen und Texturen, die beispielhaft für dieses Jahr sind.

Die pudrigen Pastellfarben des letzten Jahres sind noch da, aber befinden sich auf dem Rückzug, um wesentlich dunkleren Farbtönen, gepaart mit schwarz und anthrazit als Basis Platz zu machen.  Weiterlesen

ART.FAIR 2014 Nachbericht

Nun ist die ART.FAIR 2014 auch schon wieder gelaufen. Normalerweise war es in den letzten Jahren immer ein Termin, auf den ich mich eigentlich gefreut habe, doch dieses Jahr bleibt ein schaler Nachgeschmack.

Auch wenn die Veranstaltung nun vom Staatenhaus direkt in die Messe Köln umgezogen ist, hat das nicht unbedingt zur Diversifizierung des Angebots beigetragen. Natürlich sind jedes Jahr ein großer Anteil immer derselben Galerien vertreten, was grundsätzlich ja nicht schlecht ist, jedoch ließ die Veranstaltung dieses Mal den einen oder anderen Wow-Moment vermissen, den es in den letzten Jahren schon des Öfteren gab.

Nur wenig ist übrig geblieben von den jungen, urbanen und abgedrehten Galerien, die mal außer der Reihe Künstler präsentiert haben. Mittlerweile gleicht das Ganze eher einer Mini-Art-Cologne, auch was das Publikum angeht. Nur der sogenannte BLOOOM-Messeteil, der vielleicht 20 % der Gesamtmesse ausmacht ist ein Hoffnungsschimmer.

Nichtsdestotrotz möchte ich euch einige Impressionen nicht vorenthalten. Mit ein wenig Glück habe ich auch semi-journalistisch, wie ich so bin, auch Informationen zu einigen der Künstler verlinkt.

Der Stand, der noch am meisten an die besseren Tage der ART.FAIR erinnerte war der der Artscouting-Gallery. Viele hübsche Exponate, die ich durchgehend ALLE zuhause hingestellt hätte (und wie aus meinem letztjährigen Nachbericht bekannt, ist dies ja das einzige Kriterium, wonach ich ART.FAIR-Kunst beurteile).

Werke von COARSE, John Trashkowsky, Amanda Visell hat diese Galerie unter ihre Fittiche genommen und damit einen der interessantesten Stände dieses Jahres gehabt.

Auch lokale Größen, wie das Arty Farty und Die Kunstagentin waren mit einigen Exponaten vertreten. Besonders angetan haben es mir als Dioramenfan die Plexiglaskugeln des Künstlers Orilo Blandini, über den man so gut wie nichts konkretes im Netz findet.

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Auch Güldenes geht immer…

… sowie Nacktes.

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Interessant war auch diese Installation des Künstlers Benedikt Braun vertreten durch die Galerie Eigenheim: Der gehörnte Kasten spuckte im Minutentakt jeweils einen Cent aus. Ich bemerkte dem Galeriemitarbeiter gegenüber, dass dies wohl kein geeignetes Kunstobjekt für das heimische Wohnzimmer ist, da es ja doch einige Arbeit macht abends das Geld zurück in die Box zu packen.

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Natürlich ist Kapitalismus- und Konsumkritik ein immer gern bemühtes Thema für die Kunst, was man auch an einigen der Kunstwerke ablesen konnte.

Der einzige, der aber auf dieser Messe von mir Geld bekommen hat, war der Inhaber des Kunstkaufhaus Ost, der eine Menge witziger Stücke im Repertoire hatte. Ihm kaufte ich für jeweils 1,50 € zwei Postkarten ab.

Mit einem Gemälde auf dieser Messe hatte ich auf jeden Fall eine besondere Begegnung und zwar dieses:

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Ich dachte direkt, ‚Hm, das sieht aber verdächtig nach einer KVB-Bahn aus, was man da sieht.‘. Und so war es auch um so witziger, dass dieses Bild ausgerechnet ‚Linie 13‘ heißt, weil dies die Bahn ist, die ich seit Anfang Oktober am meisten benutze, da ich nun in Lindenthal arbeite. Das Bild ist von dem Iraner Alireza Varzandeh, der ab Ende der 80er in Köln Grafik und Malerei studierte. Auf dieser Messe wurde er durch die Galerie Barbara von Stechow vertreten.

Zum Schluss noch ein Sammelsurium an Einzelimpressionen:

 

Summercamp im Blücherpark

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Die Möglichkeiten an Parties nach dem Prinzip ‚umsonst und draußen‘ sind in den kurzen Kölner Sommern eher gesunken als gestiegen. Daher ist es sehr erfreulich, dass es in dieser Hinsicht wenigstens eine Konstante im jährlichen Partykalender gibt. Immer am letzten Wochenende im Juli veranstaltet der Klicklackklub seine Open Air Party im Blücher Park, bisher bekannt unter Cologne Summer Tunes, dieses Jahr unter dem Namen Summercamp.

Was Nachmittags noch recht gemütlich als Picknickveranstaltung mit Familienanschluss beginnt, wächst sich, bis die Sonne hinter den Kastanien verschwindet, zu einer beachtlichen Electroparty aus. Diesem Umstand geschuldet war das Beschallungsequipment dieses Jahr auch noch einmal aufgestockt worden, um die große Rasenfläche an dem rechteckigen Wasserbassin mit ordentlich Wumms zu versorgen.

Dass die Party in dieser Form überhaupt stattfinden kann, ohne vom Ordnungsamt Köln behelligt zu werden, ist schon eine Besonderheit und nur möglich, da das Ganze als Benefiz-Veranstaltung für das schöne Projekt Mukta Nepal zur Unterstützung von nepalesischen Kindern deklariert ist.

Natürlich lebt die Party auch von der unentgeltlichen Einsatz der DJs (dieses Jahr Gabriel Ananda, Marcel Janvosky, Andy Kolwes, Sebastian Habben und Con.Passion) und all derer, die ihre Zeit investieren, um mehreren tausend Menschen eine schöne Zeit zu machen.

 

Für mich eines der Highlights des Kölner Partyjahres, da es hier neben dem Spaßfaktor eben auch einen erweiterten Anspruch an das Miteinander und dem Bewusstsein für die Welt um einen herum gibt.

Mein nächstes Großprojekt: Köln-Illustration

Mit meinem neuen Projekt führe ich mein Interesse am urbanen Lebensraum mit meiner Lieblingsanwendung Illustrator zusammen. Seit einigen Wochen bastele ich nun von Zeit zu Zeit (und das ist leider viel zu selten) an einer illustrierten Karte von Köln. Ziel ist es, eine hübsches buntes, keinesfalls maßstabsgetreues oder zur Orientierung geeignetes, Poster zu erstellen, auf dem der Ortskundige viele Sehenswürdigkeiten der Stadt wiederfinden kann. In nächster Zeit werde ich versuchen konsequenter an der Umsetzung zu arbeiten. Als nächster Schritt stehen die romanischen Kirchen (derer zwölf) auf dem Plan, da sie sich ganz gut als Ausgangspunkte umsetzen lassen, von denen ich mich dann in die Umgebung vorarbeiten kann. Meine bisherigen Teilstücke seien hiermit mal zusammengefasst; eine Komplettansicht wird es erst am Ende geben. Den weiteren Verlauf werde ich dann auch hier dokumentieren.