Holorama – Filmszenen (fast) greifbar gemacht

Diese cinematographischen Schaukästen, die in Zusammenarbeit des Filmemachers Jeff Desom und dem Modellbauer Oli Pesch entstanden sind, zeigen wie schön Handwerk und Digitales zu etwas außergewöhnlichem fusionieren kann. Inspiriert vom optischen Theater, dem Vorläufer des Kinos, haben die beiden verschiedene Filmszenen bekannter Filme mit Modellsets und dreidimensional umgearbeiteten Bewegtbildmaterial umgesetzt.

HOLORAMA: An Optical Theatre from Jeff Desom on Vimeo.

Linktipps KW 53/15

Eine Kalenderwoche 53 hat man auch nicht so oft, laut Wikipedia nur, wenn das Jahr mit einem Donnerstag anfängt oder endet. Wieder was gelernt.

Ich dachte mir, nachdem ich das mit den wöchentlichen Linktipps, wie bereits im letzten Artikel erwähnt, etwas habe schleifen lassen, wäre diese besondere Woche am Ende des Jahres eine gute Möglichkeit den Schnitt noch was zu verbessern.

Design

Die Möbel und Accessoires von Jake Phipps sind schon speziell. Bekannt waren mir bisher nur seine „Jeeves & Wooster“-Lampen, aber die STELLAR-Serie mit den Spiegelpolygon-Applikationen finde ich schon äußerst abgefahren. Seine Möbel lassen sich gut mit den Royal-Stücken von Boca do Lobo kombinieren.

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STELLAR Console by Jake Phipps


Ein Beispiel für computergeneriertes Design ist die „Qrash lamp“-Deckenlampe, welche aus einem Standbild einer Simulation eines auseinanderfallenden Würfels kreiert wurde.

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Qrash Lamp by Jaeeun Shin, Seohyeong Kim and Taimin Ahn

(via Yanko Design) Weiterlesen

Neues von den frei schwebenden Plasmadisplays

Ich hatte ja schon im November von der mittlerweile realistischen Möglichkeit schwebender Displays geschrieben. Nun kommt auch die Komponente der Interaktivität hinzu, was völlig neue User Interfaces für Computer und Wearables ermöglichen könnte, wenn die benötigte Technik klein genug gebaut werden kann.

(via Engadget)

Crowdfunding Kampagne für Hologramm-Projektoren

Tja, so schnell kann es gehen. Noch vor vier Tagen hab ich über die Fortschritte in der dreidimensionalen Projektionstechnik geschrieben und schon vorher kommen welche da her und starteten bereits am 21. Oktober eine fette indiegogo-Crowdfundingkampagne für ihr Produkt BLEEN. Dabei soll es sich angeblich um einen stylischen Holoprojektor in verschiedenen bereits ausgereiften Designs handeln, der so direkt aus dem Star-Wars-Universum kommen könnte. Ich sage angeblich, weil die Produzenten dieses Gerätes den Beweis der Funktionsfähigkeit im Gegensatz zu Burton Inc. vorerst schuldig bleiben. Das Funktionsprinzip ist aber, so wie ich es verstanden habe, das gleiche.

Man sollte sich von diesem Promovideo aber nicht blenden lassen und glauben, das Gerät gäbe es nächste Woche zu kaufen. Erstmal muss ja die Finanzierung für die Grundlagenforschung geschaffen werden. Da muss man sich auch fragen, wieso eine an sich so revolutionäre technische Entwicklung, die ja anscheinend schon zum Greifen nah sein soll, es nötig hat sich Geld über ein Crowdfundingportal zu erbetteln. Wären wir bereits so weit, dann würden wir schon von den Entwicklungen aus den Laboren von Samsung, Apple oder Google oder zumindest dem MIT oder der ETH Zürich hören.

Die Gründer von BLEEN berufen sich bei ihrem Know-How zudem auf die Forschungen des russischen Wissenschaftlers Dr. Vladimir Titar, der nun auch für BLEEN arbeitet und nach Aussage der Kampagnenseite sowjetische Patente auf die Entwicklung des Holografischen Fernsehens hält. Sein nur in Englisch(!) existierender und aus diesem Jahr stammender(!!) Wikipedia-Eintrag ist zudem von einer umstrittenen Minderwertigkeit, so dass man von einem Fake ausgehen muss.

Was lernen wir also daraus? Nicht alles, was auf Crowdfunding-Plattformen veranstaltet wird ist auch seriös, sondern eher Schlangenöl und kann sich somit auch als Vaporware entpuppen. Da halte ich es lieber mit den bescheidenen, dafür jedoch beeindruckenden Entwicklungen von Burton Inc. Das spiegelt wahrscheinlich eher den jetzigen Stand des technisch Machbaren wider und basiert auf echter Forschung und nicht nur auf marketingtechnischem Blendwerk.

(via psfk)

Frei schwebende Laser Display-Anzeigen sind machbar

Frei in der Luft schwebenden Werbedisplays und dreidimensionale Hologramme kennt man aus diversen Science-Fiction Filmen und Serien, doch schien eine reale Umsetzung solcher Anzeigen bisher unmöglich, oder nur unter zuhilfenahme von optischen Tricksereien auf Glasoberflächen u.ä. als machbar. Anscheinend sind wir aber nun einer solchen Technologie einen Schritt näher, denn die Firma Burton Inc. (die btw eine echt grottige Website hat), hat ein System entwickelt, bei dem 1 kHz Infrarot-Laser über einen 3D-Scanner fokussiert werden, um bestimmte Punkte in der Luft zu treffen, wo daraufhin Moleküle an dieser Stelle ionisiert werden und diese dann Photonen emittieren.

Noch wirkt das Ganze so, wie wenn man sich die ersten Gehversuche des Fernsehens im ganz frühen 20. Jahrhundert anschaut. Aber wenn es möglich wird die Bildwiedergabefrequenz zu erhöhen, sowie die Auflösung wäre diese Technologie auf einem guten Weg. Wenn es dann noch irgendwie machbar ist, bei der Erzeugung der Lichtteilchen, die Wellenlänge zu beeinflussen, dann wäre auch ein holografisches Farbdisplays denkbar.

(via Colossal)