Bau des Shanghai Towers in weniger als drei Minuten

Mit der Fertigstellung des Shanghai Towers ist China nun im Besitz des zweithöchsten Gebäudes der Welt. Joe Nafis hat den Fortschritt der Bautätigkeiten seit 2009 begleitet und einen hübschen Timelapse-Film aus seinem Material erstellt.

The Shanghai Tower | 上海中心大厦 from Joe Nafis on Vimeo.

La Tour des Sables – Konzept für eine vertikale Stadt in der Wüste

tourdessables

Wie ein 450 Meter hoher Kristall würde sich diese selbst versorgende Stadt über die marokkanische Wüste erheben, wenn sie denn gebaut wird. Bisher ist es nur ein Konzept des französischen Architekturbüros OXO, die in diesem Gebäude bis zu 600 Wohneinheiten, Freizeit-Einrichtungen und eine, die gesamte Höhe des Turms ausnutzende, vertikale Farm verbauen wollen. Der Baubeginn wird frühestens mit 2025 angegeben.

(via GOOD/designboom)

Kölner Hochhausring – Der Bau des Todessterns wäre realistischer

Wer aus Köln kommt und die Schlagzeilen der einschlägigen sog. Lokal-Presse verfolgte, kam nicht umhin zu lesen, dass ein junger Architekt namens Martin Bachem vorschlägt einen Hochhausring um die Innenstadt von Köln zu ziehen, um der zunehmenden Wohnungsnot Herr zu werden. Mit diesem bemerkenswerten Vorhaben erhofft er sich Wohnraum für 80.000 bis 100.000 Menschen zu schaffen. Seiner Meinung nach versäumt es Köln eine umfassende stadtplanerische Vision zu entwickeln, die den zukünftigen Ansprüchen gerecht wird. Als vorzeigbares Beispiel zieht er unsere Hauptstadt heran und sagt:

Berlin sendet ein Bild einer pulsierenden, sich verändernden Metropole in alle Welt und hat ein entsprechendes Image.

Eine in mehrererlei Hinsicht problematische Aussage, aber dazu später.

Grundsätzlich finde ich es gut, dass mal jemand provokant über Stadtplanung in Köln nachdenkt, da dieses Thema, welches mir auch sehr am Herzen liegt, in den letzten 70 Jahren in dieser Stadt offensichtlich kein Thema war.

Ich hoffe für ihn, dass der Ansatz, den er mit dem Projekt ‚Stadtplastik‚ verfolgt, wirklich nur Provokation ist, um diese Debatte in Schwung zu bringen, denn manchmal muss man wohl was lauter werden, wenn man was erreichen will.

Mir gefällt sogar der präsentierte Ansatz des neuen Deutzer Bahnhofs, da der alte ein dreckiger Witz ist, den nicht mal ein frischer Anstrich retten könnte. Aber der gesamte Rest dieses Projektes (insofern er das ernst meint) ist in den Dimensionen absoluter Blödsinn, und ich finde es irritierend und nicht nachvollziehbar, dass ein Architekt, mit genügend Hintergrundwissen und Erfahrung dermaßen unsensible, naive und rückwärtsgewandte Konzepte entwickelt, die völlig die lokalen Gegebenheiten außer acht lassen, als ob es sich um eine Runde SimCity drehen würde, nur in größer.

Eines seiner Argumente, für diese Wohnraumkonzentration in innerstädtische Hochhäuser ist die durch Zersiedlung zunehmende Zerstörung von Agrar- und Nutzflächen um Köln. Durchaus ein ernstzunehmendes Problem, dass man aber nicht durch die Zerstörung von gewachsenen Stadtteilen und der daraus resultierenden Vernichtung des sozialen Mikroklimas lösen sollte. Weiterlesen

Hochhausfassaden neutralisieren gegenseitig ihre eigenen Schattenbereiche

Das Architekturbüro NBBJ hat computerberechnete Hochhausfassaden entwickelt, die den Sonnenstand und -lauf berücksichtigen, um mit der Fassade des einen Turms den Schatten des anderen zu neutralisieren. Das ganze haben sie dann mal für zwei fiktive ‚No Shadow Tower‘ am Themse-Ufer in Greenwich simuliert. Interessante Idee, besonders für dicht besiedelte Gegenden.

No Shadow Tower from nbbjdesign on Vimeo.

(via Web Urbanist)

Linktipps KW 04/15

Während ich auf der Möbelmesse rumlaufe und für den nächsten großen Artikel recherchiere, könnt ihr ja schon mal die Linktipps der vierten Kalenderwoche lesen:

Architektur

Londons Skyline verändert sich mal wieder. Nachdem der Bau am ‚The Pinaccle‚ vorerst gestoppt ist, bekommt die City ein anderes neues Bürohochhaus, welches sich in seiner Form gut mit der daneben stehenden Käsereibe arrangiert.

Laut ArchDaily wird es mit 270 m das zweithöchste Gebäude in London nach dem ‚The Shard‚.

Man kann diese Stadt auch keine zwei Jahre aus den Augen lassen, ohne dass sich die komplette Silhouette ändert. Wird mal wieder Zeit für einen Besuch.


Derweil baut man in China ein eher konventionelles Haus mit unkonventionellen Mitteln. Dort wurde ein fünfstöckiges Appartementgebäude mit einem 3D-Drucker realisiert. Bei diesem Verfahren können laut der ausführenden Firma Winsun bis zu 60% an Material gegenüber herkömmlichen Bauweisen eingespart werden. Sieht jetzt auch gar nicht so schlecht aus und erinnert mich ein bisschen an das Standard-Appartmentgebäude aus Sim City.

3D-Druck-Appartment


Wer im Übrigen seine Kinder schon frühzeitig an das Thema Architektur heranführen möchte, für den hat die Design-Redaktion von Fast Company zwei Buchtipps.


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Videos zum Thema Hochhaus-Architektur

2012-11-09 19.53.26

Wer sich für Architektur interessiert, insbesondere für die Architektur von Hochhäusern, der findet bei architekturvideo.de eine schöne Sammlung von kurzen Videoclips bis hin zu Dokumentationen über verschiedene bekannte Gebäude, u.a. über das neue ‚One World Trade Center‘ in New York, aber auch über den ‚Torre David‘, einem von 750 Familien besetzten Bürohochhaus in Caracas. Da kann man schon mal einen Abend mit verbringen.