Ein sehr geometrisches Video für das ‚Quartett für das Ende der Zeit‘

Das ungewöhnliche Stück ‚Quartett für das Ende der Zeit‘ von Olivier Messiaen wurde 1941 im Görlitzer Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A komponiert und uraufgeführt.

Passend zu diesem Werk hat nun Simon Russell in Zusammenarbeit mit dem Mathematik-Professor Marcus du Sautoy eine interessante visuelle Ergänzung zu der Komposition erschaffen, deren Formen alle auf grundlegenden mathematischen Prinzipien basieren, wie zum Beispiel dem goldenen Schnitt oder der Fibonacci-Reihe.

Quartet for the End of Time/The Crystal Liturgy from Simon F A Russell on Vimeo.

Mehr Erläuterungen zu diesem Projekt und den theoretischen Grundlagen der Visualisierung finden sich auf der dazugehörigen Seite Behance-Seite.

Keep it classy, Manchester! – Der Renaissance-Schnappschuss zum Jahresanfang

Als der Fotograf Joel Goodman an Silvester durch die Straßen Manchesters zog, um Aufnahmen für die Manchester Evening News zu machen, hat er wohl nicht damit gerechnet den ersten großen Internethype 2016 loszutreten. Der Grund ist dieses Bild, welches durch einen Tweet von Ronald Hughes, einem BBC-Produzenten, schnell die Runde machte:JS79535762Oberflächlich gesehen ein Schnappschuss, doch durch einen glücklichen Umstand zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort auf den Auslöser zu drücken und, nehme ich zumindest an, dem geübten Auge des Fotografen, ergibt das Ganze eine Komposition im Stile der Renaissance-Künstler.

Dem geübten Betrachter fällt direkt die gefällige Positionierung der Elemente im goldenen Schnitt auf. Die Gesamtkomposition folgt der Schnecke hin zu dem Gesicht des am Boden liegenden Mannes im Vordergrund.painting2Demzufolge wurde das Bild einer noch genaueren Untersuchung unterzogen und die einzelnen Elemente des Bildes (mit einem Augenzwinkern) im Sinne der Kunsthistorie analysiert:Was natürlich auch nicht ausblieb, war das Bild anhand eines Deep-Learning-Algorithmus namens DeepForger an verschiedene Kunststile anzupassen.