Farbanalyse von Gemälden durch die Zeiten

Martin Bellander, Psychologie-Student und offenbar versiert im Programmieren, hat die verwendeten Farben in Gemälden analysiert. Dafür nahm er aus allen möglichen öffentlich zugänglichen Datenbanken, wie z.B. BBC, Google Art Project, Wikiart, Wikimedia commons etc. hunderttausende Gemälde aus allen Zeiten und erstellte anhand eines Stapelverarbeitungs- und Analyseprogramms, ein Diagramm. Chronologisch geordnet und nach den Farbanteilen der Bilder (entsprechend des HSV-Wertes (also Farbton, Sättigung und Helligkeitswert)) sortiert, ergibt sich für die letzten 200 Jahre diese Grafik:

Painting-colors_1800-2000

Auffällig ist die Zunahme von Blautönen und die damit einhergehende Verringerung des Orange. Für diese Entwicklung hat Bellander einige Vermutungen, zum einen, dass die Farbe Blau als Farbe in der Malerei (und anscheinend auch in unserer Wahrnehmung) noch relativ neu ist. Andererseits sind blaue Farbstoffe möglicherweise auch einfach nur durch Synthetisierung erschwinglicher geworden.

Eine interessante Datenanalyse, die Kunst mal sehr unemotional betrachtet.

(via Flowing Data)

Linktipps der KW 31/14

Big Data

Gizmag: Academics to create 1,000-year evolving model of Venice

FlowingData: Explorations of People Movements

arstechnica: Algorithm predicts US Supreme Court decisions 70% of time


Kunst

bradovich6_queenbees_regalia

Wired: Art, Science, and an Insect Renaissance

Peter-root

freeyork: Peter Root’s Ephemicropolis

 

 

 

 

 

 

 

fubiz: Wood Art Quid by Rocco Pezzella

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cnet: Bonsai and bouquet photographed in the stratosphere

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Urbanes

starchitects

Archinect & archdaily via NYT: Are the ‘Star’ Architects Ruining Cities?

Archinect: What ‘urban physics’ could tell us about how cities work

 

 


Humor

whaat

 

 

 

 

Gemälde aus Lego

Mit der ‚LEGO – Masters‚-Serie hat der italienische Grafiker Marco Sodano für eine Werbekampagne Ikonen der Malerei in Legosteinpixel übertragen. Und obwohl heftig reduziert, sind sie immer noch erkennbar. Wobei ich bezweifle, dass es dieses Spektrum an Farben bei Legosteinen überhaupt gibt.

(via fubiz)

Gemäldereplikate mit 3D-Drucker

Ende August hatte ich schon mal auf ein Verfahren hingewiesen, mit dem Fuji Film Belgien exakte Kopien von Gemälden sogenannte Reliefografien erstellen konnte. Nun kommt von einem anderen Anbieter eine ähnliche Technik, die mittels einer stereoskopischen Kamera die Oberfläche scannt und diese in ihrer Struktur sprich Farbauftrag mit Höhen und Tiefen auf einem Drucker ausgibt. Mehr dazu bei WebUrbanist.