#metoo global visualisiert

Seit einem Jahr begleitet der Twitterhashtag ‚metoo‘ nun schon die Dokumentation der Geschichten von Frauen, die von Sexismus, Marginalisierung, Gewalt und Repression betroffen sind, die Social-Media-Welt und darüber hinaus. In dieser Zeit hat sich #metoo zu einem globalen Symbol entwickelt, welches den betroffenen Frauen eine Stimme, vielleicht sogar eine neue globale Bewegung gegeben hat.

Anlässlich des einjährigen Bestehens und einem enormen Schub, den #metoo gerade durch eine verstärkte Verbreitung in Indien erfährt wurde mit der Google Trends Datenvisualisierung unter ‚Me Too Rising‚ eine interaktiver Globus veröffentlicht, der die gesamte Zeitleiste des Twittertrends abbildet.

Die Plattform beleuchtet die Orte auf einer Weltkarte, an denen am häufigsten der Begriff ‚metoo‘ gesucht wird. Die Karte misst nicht die Gesamtzahl der Suchvorgänge. Stattdessen berücksichtigt sie die Anzahl der Male, die ‚metoo‘ im Vergleich zu anderen Phrasen lokal gesucht wird. Und Indien scheint derzeit viel heller als irgendein anderes Land oder eine andere Region auf Me Too Rising.

Seit ungefähr drei Wochen haben eine Reihe von indischen Frauen, insbesondere Medien- und Unterhaltungsindustrieprofis, ihre Erfahrungen mit sexuellen Belästigungen und Vergewaltigungen durch männlichen Kollegen veröffentlicht. Der landesweite Furor, den sie ausgelöst haben, hat inzwischen sogar an die Türen der indischen Regierung geklopft.

Man kann nur hoffen, dass auch in Indien die Frauen endlich gehört und respektiert werden. Ihre Geschichten zu teilen ist ein guter Anfang, aus dem vielleicht mehr wird.

 

Die neue Dove-Kampagne und die Parodie

Am Montag hatte die neue Dove-Kampagne ihr Debut. Wie schon seit einiger Zeit bei Dove ist hier auch das Grundthema, dass alle Frauen auf ihre Art schön sind. Dieses Mal ist die erweiterte Aussage auch, dass Frauen sich selber oftmals unattraktiver wahrnehmen, wenn sie sich selbst beschreiben, als wenn ein Fremder dies tut:

Die humoristische Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. In diesem unteren Video wird auf ähnliche Weise die Diskrepanz in der Selbstwahrnehmung bei den Männern beleuchtet, wenn auch mit etwas anderem Ausgang: