NASAs Reiseposter zu Trappist-1

Wie gestern von der NASA verkündet hat man im 40 Lichtjahre entfernten Sonnensystem Trappist-1 gleich sieben erdähnliche Planeten gefunden, von denen mindestens drei in der habitablen Zone des roten Zwergsterns liegen.

Mittlerweile hat es bei der NASA ja schon Tradition zu einigen entdeckten Exoplaneten passende retrofuturistische Reise-Werbeplakate zu erstellen (siehe Artikel von 2015). Daher gibt es natürlich nun auch eines für Trappist-1e, welches man sich hier in hochauflösend herunterladen kann.

(via Interweb 3000)

Exoplaneten ziehen ihre Bahnen um einen Stern

In den letzten Jahren wurde die Existenz tausender Exoplaneten auf verschiedene Weisen indirekt nachgewiesen. Jetzt macht gerade eine Aufnahme die Runde, welche einen direkten bildlichen Nachweis eines Sonnensystems liefert. Dabei handelt es sich um das 129 Lichtjahre entfernte System HR 8799 im Sternbild Pegasus, in dem sich sichtbar vier Gasriesen mit einem vielfachen der Jupitermasse langsam um ihr Zentralgestirn drehen.

Die Aufnahmen wurden über mehrere Jahre im Keck-Observatorium auf Hawaii gemacht. Interessant das so zu sehen. Soweit ich weiß hat es solche Bilder bisher noch nicht gegeben.

Direct imaging of four planets orbiting the star HR 8799 129 light years away from Earth

(via reddit)

Zweimal Datenvisualisierung in den Weiten des Weltraums

Zwei Links, für alle, die an Astronomie und Datenvisualisierung interessiert sind.

Zum einen das „One Million Stars„-Projekt des Online Star Registers; eine Seite, auf der man sich eigentlich symbolisch einen Stern mit dem eigenen Namen kaufen kann. „One Million Stars“ ist eine Visualisierung von rund einer Million bekannter Sterne, die sich als nächstes zu unserem Sonnensystem befinden. Alle Sterne werden mit ihren realen Raumkoordinaten wie mit ihrem Spektral-Index angezeigt.Screenshot (29)

Das andere Projekt ist goldilocks.info und zeigt in verschiedenen vergleichenden Diagrammen, die mehr oder weniger vorhandene Ähnlichkeit zwischen unserem Sonnensystem und den bisher bekannten 1942 anderen Sonnensystemen (Stand Oktober 2015).

goldilocks

Neue erdähnliche Planeten beflügeln die Fantasie der Kreativen bei der NASA

Gestern meldete das Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, dass acht Exoplaneten ausgemacht wurden, die sich in der habitablen Zone ihres Gestirns, also der sog. Goldilocks-Zone befinden. Zwei dieser Kandidaten könnten besonders erdähnlich sein, was Größe und Dichte angeht.

„We don’t know for sure whether any of the planets in our sample are truly habitable,“ explains second author David Kipping of the CfA. „All we can say is that they’re promising candidates.“
Prior to this, the two most Earth-like planets known were Kepler-186f, which is 1.1 times the size of Earth and receives 32 percent as much light, and Kepler-62f, which is 1.4 times the size of Earth and gets 41 percent as much light.

Diese Meldung beflügelte die Grafiker des NASA Jet Propulsion Laboratory, schnell mal diese schönen Reiseposter für einen Ausflug zu den Sternen zu kreieren.

Kepler-186f

Kepler-16b HD_40307g

(via Gizmodo)

Visualisierung aller bekannten Exoplaneten

Die Zahl der nachgewiesenen Exoplaneten in unserer Galaxie ist ja in den letzten 20 Jahren von 0 auf über 1.700 gestiegen. Man geht heute davon aus, dass im Durchschnitt jede der ca. 100 bis 300 Milliarden Sonnen unserer Galaxie einen sie umkreisenden Planeten besitzt.

Um da noch den Überblick zu behalten hat Tom Hands, Doktorand der theoretischen Astrophysik von der Universität Leicester auf Basis des Open Exoplanet Catalogue eine browserbasierte Visualisierung erstellt, mit der er auch den von diesem Archiv ausgelobten Preis gewann. Das unten gezeigte Video resultiert aus dieser Datenvisualisierung und zeigt die einzelnen Systeme mit den Planeten und deren korrekten Umlaufgeschwindigkeiten um ihr Zentralgestirn.

715 neue Exoplaneten entdeckt

Die NASA hat verkündet, mit dem Kepler Weltraumteleskop 715 neue Planeten in 305 Sonnensystemen entdeckt zu haben, vier davon befinden sich in der habitablen Zone ihres Gestirns. Somit steigt die Zahl aller bekannten Exoplaneten von 1.000 auf 1.715 Exemplare. Interessant ist, dass sich das Keplerteleskop seit letztem Jahr, nach dem Ausfall von zwei Reaktionsrädern,  nicht mehr im Idealzustand befindet, um Beobachtungen durchzuführen. Daher ist dieses Ergebnis um so erstaunlicher.

Der ausführliche Pressetext der Nasa ist hier zu finden.