Teatime im Royal Cupcakes Köln – Erfahrungsbericht

Es wird wirklich langsam knapp, wenn man in Köln eine Teatime bei möglichst vielen verschiedenen Anbietern machen möchte (nach Meldungen von Anfang dieses Jahres wird das Dom Hotel nicht vor 2017 wiedereröffnen. Skandalös!).

Aber zum Glück gibt es neben den mondänen Hotels ja auch noch das eine oder andere Café, welches sich die Mühe macht das Bedürfnis nach der traditionellen Teatime zu erfüllen. So zum Beispiel das Royal Cupcakes in der Alten Wallgasse, einem ruhigen Seitenarm des kommerziellen Wildwasserstroms der Ehrenstraße.

Vorausgeschickt sei gesagt, dass ich in diesem Fall wesentlich nachsichtiger bei der Bewertung der Teatime bin, als das der Fall bei den Berichten aus den Hotels war. Da es auch für mich das erste Mal war eine Teatime im Rahmen eines eigenständigen Cafés zu mir zu nehmen, war ich auch offener für Variationen und die Maßstäbe, die ich hier anlege, sind andere als bei großen gastronomischen Einrichtungen. Zumal, wenn es sich um eine Konfiserie handelt, die für ihre außergewöhnlichen Cupcakes bekannt ist.

Wie immer ist auch hier eine Teatime nichts für Spontane. Eine Reservierung per E-Mail spätestens zwei Tage vorher ist zwingend, da einige Elemente extra frisch hergestellt werden müssen. Es empfiehlt sich auch vor dem Besuch schon mal einen Blick auf die Tee-Auswahl auf der Internetseite des Cafés zu werfen, da einem die Frage nach der Teepräferenz bereits zwischen Eintreten und Platz nehmen gestellt wird. Da ich immer Earl Grey nehme, war dies für mich ja auch kein Problem.

Da alles für unseren Besuch vorbereitet war, ging es auch recht bald zum Wesentlichen. Nachdem der Tee kredenzt war und die Etageren kamen wurde es schnell eng auf dem kleinen Tisch. Ein Kompromiss durch Entfernung des vorweihnachtlichen Tischschmucks und die Reduktion der Zuckerauswahl auf braunen Kandis bot somit dann doch Platz für die wichtigen Dinge.

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Die Etagere war wie erwartet von unten herzhaft nach oben süß sortiert und bot einige Besonderheiten: Neben den obligaten Sandwiches mit Gurke und Frischkäse gab es auf der unteren Ebene Grissini mit einem sehr schmackhaften Schinken, eine kleine Tajine mit grünen Oliven, sowie eine äußerst delikate Quiche mit Speck.

Auf der Mittelebene präsentierte sich das Herzstück der Teatime in Form von zwei locker luftigen Scones, wobei ich mir in diesem Fall nicht sicher war, ob diese als solche noch zu bezeichnen sind, da es sich hier schon eher um eine Art biscuitartiges Süßgebäck handelte. Aber auf seine Art sehr lecker, besonders in Kombination mit der Erdbeermarmelade und dem sehr cremigen Frischkäse (leider keine Clotted Cream, aber nah dran). Besonders zu erwähnen wäre dann noch das kleine fruchtige Stück der Tarte Tatin mit Mangokonfitürenglasur.

teattime_royal-cupcakes_02Auch die oberste Ebene überzeugte und war Anlass zwischen den Tellern zu springen, denn hier fand sich eine Kugel Vanilleeis, die mich zwischen herzhaft und süß wechseln ließ, damit sie nicht vollends dahin schmolz, bevor ich oben angekommen bin.

Des Weiteren hielt der oberste Teller noch einen Himbeer-Milchshake und natürlich zwei Kostproben der eigentlichen Profession dieses Etablissements bereit. Zum einen ein Vanille-Cupcake mit einem himmlisch lockeren Himbeerfrosting gekrönt mit einer Kugel aus weißer Schokolade und zum anderen ein Schokoladen-Cupcake mit einem cremigen Schoko-Nußnougat-Frosting, garniert mit zwei Plättchen Zartbitterschokolade.

Insgesamt war dieses Teatime-Erlebnis eine runde Sache und bei einem Preis von 15 € pro Person vollkommen zufriedenstellend. Wenn ihr also vorab schon wisst, wann ihr euch in der Kölner Innenstadt befindet, so solltet ihr unbedingt auch einen Termin für die Teatime machen, denn als kleine Pause im Shopping-Spießrutenlauf oder einfach als das kleine Highlight am Sonntag, dass man sich gönnt, ist dieses Angebot durchaus zu empfehlen.

Als Souvenir und aus aktuellem Anlass habe ich dann auch noch zwei Cupcakes mit nach Hause genommen. 🙂

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Ein ausführliches Interview mit der Gründerin von Royal Cupcakes findet ihr übrigens hier.

 

Dust & Glory – Ein Tee als Espresso

Ein Bekannter von mir steigt gerade in das Geschäft mit südafrikanischen Rooibos- und Honeybush-Tee ein und da ich ja sowieso gerne über Tee schreibe und im Bekanntenkreis schon den Ruf des Early Adopters weghabe, ergab es sich, dass ich eine Testpackung der beiden speziellen Teesorten zur Verfügung gestellt bekommen habe. Daher nahm ich mir heute die Zeit, um diese speziellen Teevariationen einem Geschmacks- und Zubereitungstest zu unterziehen. Weiterlesen

Teatime im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg – Erfahrungsbericht

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Seit 13 Jahren betreibt die Althoff-Gruppe nun schon das exklusive Hotel in den geschichtsträchtigen Gemäuern des Schloss Bensberg bei Bergisch Gladbach. Ursprünglich geplant als Jagdschloss des Kurfürsten Johann Wilhelm II. und als Rückzugsmöglichkeit seiner Frau Maria-Luisa di Medici gedacht, wurde es, inspiriert von Versailles, dann doch eine Nummer größer. In den letzten 300 Jahren hat dieser Ort viel Freud und Leid gesehen und dient heute umso prächtiger als Luxusherberge und Ausrichter zahlreicher Events, wie Oldtimertreffen und dem Festival der Meisterköche.

Außerdem bietet das Hotel eine Teatime in seiner Lobbybar an und da sich ein solches Angebot in Kölner Hotels offenbar nur an zwei Stellen findet, war es eine Fahrt nach Bensberg wert.  Weiterlesen

Teatime im Savoy Hotel Köln – Erfahrungsbericht

Das Savoy Hotel Köln ist äußerlich nicht gerade eine Perle der lokalen Architektur (aber was ist das schon in dieser Stadt). Gelegen an einer Schnellstraße in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof an einer eher tristen Ecke ist es kein Vergleich zum altehrwürdigen Excelsior Hotel, welches wir vor kurzem für einen Teatime-Test aufsuchten.

Aber man soll ja nie ein Buch nach seinem Einband beurteilen, wie es so schön heißt, denn das Savoy Hotel hat mehr zu bieten, als es äußerlich den Eindruck macht.

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Teatime im Excelsior Hotel Ernst Köln – Erfahrungsbericht

Es ist nicht einfach in Deutschland eine richtige Teatime nach britischem Vorbild zu bekommen, und wenn man diese als Hotel anbietet, so muss man sich an den Maßstäben des Vereinigten Königreichs mit seiner langen Teetradition messen lassen.

Nach einer wundervollen Teatime im Harrods im November letzten Jahres, die nichts zu wünschen übrig ließ, verlangte es uns nach langer Zeit mal wieder nach dieser Erfahrung.

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