Nano – Wenn Nanosonden im Körper Pflicht wären

Ein interessanter und qualitativ gut gemachter SF-Kurzfilm über eine dystopische Zukunft, in der Nanosonden im menschlichen Körper Aussehen und Gesundheit mittels Smartphone-Apps beeinflussen können, aber auch über den Verlust der Souveränität über den eigenen Körper, wenn kommerziell oder staatlich gesteuerte Nanobots in den Blutbahnen einen jederzeit lahmlegen können.

Nano from BME Films on Vimeo.

Strange Beasts – Mit Augmented Reality in die Vereinsamung

Was anfangs aussieht, wie ein Kampagnenvideo eines neuen Start-Ups oder eines Kickstarter-Projekts entwickelt sich eher in die Richtung einer Black Mirror Episode. Die gezeigte Technologie ist nicht weit entfernt von dem, was bald schon machbar ist und zeigt die möglichen Konsequenzen auf die Benutzer. Die Autorin, Regisseurin und Produzentin Magali Barbé sollte vielleicht mal Kontakt mit Charlie Brooker aufnehmen.

Strange Beasts from Magali Barbé on Vimeo.

(via Singularity Hub)

Ian Davis‘ Gemälde totalitärer Großveranstaltungen

Die Acrylgemälde von Ian Davis zeigen Szenen, wie wir sie aus Nordkorea oder früher aus der DDR und evtl. bald aus der Türkei kennen. Viele hunderte von Menschen, anonymisiert und entpersonalisiert in der Masse einer Großveranstaltung vor gigantomanischen und dem menschlichen Maß befreiten Kulissen.

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Bis zum 13. August kann man sich die Werke des US-Amerikaners in London in der Josh Lilley Gallery anschauen.

(via It’s Nice That)

Schwedischer Pensionsfond wirbt mit interaktiver Utopie-/Dystopie-Vision

Ein von M&C Saatchi Stockholm eindrücklich gestalteter Werbespot des schwedischen Pensionsfonds SPP, führt  den Menschen meiner Generation vor Augen, wie die Welt zu unserem Renteneintritt aussehen könnte. Parallel kann man sich die Szenerie des Jahres 2045 in der besseren und schlechteren Version ansehen und mit dem Schieberegler die Unterschiede aufdecken. Werden wir noch frisches Gemüse erwerben und uns auf sauberes Trinkwasser aus der Leitung verlassen können, oder erleben wir unser Rentenalter in einer geschundenen und abgewrackten Welt?

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Entsprechend ist der Pensionsfond auch so ausgelegt, dass man hier sein Geld in nachhaltige Unternehmen anlegen kann, um so mit der eigenen Vorsorge schon gegen die düsterere Vision vorzugehen. Mehr dazu bei Adweek.

(via Designtaxi)

Die dystopischen Gemälde des Jean-Pierre Roy

Jean-Pierre Roys Werk ist in den letzten 13 Jahren seit seinem Master-of-Fine-Arts-Abschluss an der New York Academy of Art stetig gewachsen. Hat er in den frühen Jahren unter anderem beeindruckende Acrylgemälde von dystopischen Stadtlandschaften kreiert, so entwickelt sich seine Thematik hin zu surrealen Motiven voller Laser, Hologramme, Spiegelscherben. Gigantische Männerfiguren, die sich beladen mit Frachtschiffen oder U-Boote hinter sich herziehend durch verödete Landschaften schleppen, oder in titanischen Kämpfen mit einem Gegenpart verstrickt sind, ergänzen die Motive. Oftmals sind diese Figuren anonym verfremdet durch Gesichtsmasken und umgeben von Objekten, die sich aus den oben genannten Elementen zusammensetzen.

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Feast of the Bull God, 2007

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Hazard us for Prophecy, 2009

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Neometry, 2014

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Nachlass, 2015

Sehr interessantes Werk, von dem man sich auf der Facebook-Seite des Künstlers auf jeden Fall leichter einen Überblick verschaffen kann, als auf der eigentlichen Künstlerseite.

(via Trendland)

Chemical Brothers – Sometimes I Feel So Deserted

Hach ja, die Chemical Brothers, immer wieder für ein bemerkenswertes Musikvideo gut. Dieses mal mit benzinabhängigen Zombie-Cyborgs (oder so). Regie führte Ninian Doff, den ich zumindest schon von seinem Kurzfilm ‚Cool Unicorn Bruv‚ kannte.

Chemical Brothers „Sometimes I Feel So Deserted“ from Ninian Doff on Vimeo.

Megalomania – London als Bauruine

Interessante 3D-Animationssarbeit von Jonathan Gales von Factory Fifteen, die ich als einen kleinen dystopischen Seitenhieb auf den derzeitigen Bauboom in London verstehe.

Megalomania by Jonathan Gales from Dezeen on Vimeo.