Jurassic Flower Power – KI generiert Dinos aus Blumenbildern

Chris Rodley hat einen Deep Learning Algorithmus auf die Darstellung von Dinosauriern durch Blumen- und Obstmotive trainiert.

I didn’t invent the technique, which is called “style transfer“, also known as “deep style“. It’s been widely used since 2015 when the totally awesome creators at the University of Tübingen in Germany published it on Arxiv. It didn’t get as much press as Google’s DeepDream, but in my view it’s much, much more useful creatively.

Ein wenig erinnern diese computergenerierten Kreationen an die Obst- und Gemüseportraits von Giuseppe Arcimboldo aus dem 16. Jahrhundert. Kommt halt alles wieder auf die eine oder andere Weise.

(via kottke)

Computer und Musik – Damals und Heute

Zwei Interessante Artikel flogen diese Woche durch meine Timeline, die beide mit Computern und Musik zu tun haben und zeigen, wie der Computer vom Instrument zur kreativen Erzeugung von synthetischen Klängen zu einem selber gestaltenden Mitspieler in der Kunst geworden ist.

Bereits 1951 hat Alan Turing den ersten programmierbaren Rechner Manchester Mark I dazu gebracht mit seinen Warntönen „God Save the Queen“ zu spielen und hat somit den Grundstein für Synthesizer-Musik gelegt. (via engadget)

Zugegeben, ich habe schon Festplatten und Diskettenlaufwerke im Zusammenspiel gehört, die besseren Sound produziert haben, aber immerhin.

Den anderen Artikel las ich auf Quartz, in dem behauptet wird, das eine künstliche Intelligenz aus dem Hause Sony, zum ersten Mal überhaupt selbständig einen Popsong komponiert hat. Ob man das so stehen lassen kann ist fraglich. Es ist natürlich schon eine interessante Leistung für eine KI aus einem riesigen Fundus an Musik herauszufinden, was passende Melodien sind und dann daraus was Neues zu erschaffen, aber erstens ist das nicht das erste Mal, wie einige Kommentatoren unter den YouTube-Videos richtig hinweisen und zum Zweiten sind die Texte zu den Liedern von einem Menschen hinzugedichtet worden. Nicht verwerflich, sowas nennt man wohl eine Koproduktion von Mensch und Maschine. Zumal es ja durchaus auch schon KI-Bestrebungen gibt, Texte zu schreiben, wie ich bereits in diesem Artikel schon mal präsentiert habe.

Auf jeden Fall sind das die beiden Werke der KI aus dem Sony CSL Research Laboratory; „Daddy’s Car“ und das wesentlich schrägere „Mr. Shadow“.


Künstliche Intelligenz komponiert passende Musik zu Bildern

Die KI der chinesischen Suchmaschine Baidu wurde mit hunderten Milliarden Vorlagen aus Bildern und Musik mit einem Deep Learning Algorithmus darauf trainiert Musik passend zu Bildern zu kreieren. Für den Anfang schon mal recht eindrucksvoll. Anscheinend ist künstliche Intelligenz das einzige, was sich 2016 vorwärts entwickelt.

„2001“ mit Picasso-Filter

Bhautik Joshi hat Filmszenen aus „2001 – A Space Odyssey“ durch einen auf Picassos kubistische Kunst trainierten Deep Learning Algorithmus gefiltert und das sieht echt hübsch aus.

2001: A Picasso Odyssey from Bhautik Joshi on Vimeo.

(via The Verge)

Neues vom 3D-Druck (04/2016)

Eine lange vernachlässigte Kategorie, dabei sehe ich immer wieder so tolle Dinge, die durch 3D-Druck entstehen. Besonders erfreulich ist es, wenn man durch 3D-Druck Menschen wieder mehr Lebensqualität zurückgeben kann, zum Beispiel durch neue Organehochentwickelte anatomisch korrekte Prothesen oder auch weniger anatomisch korrekte Prothesen, die dafür aber ein zehnjähriges Mädchen zu einem glücklichen Glitter schießenden Cyborg machen.

Heute habe ich mir zwei Artikel der letzten Wochen herausgenommen, weil sie in verschiedener Hinsicht eine neue Stufe der Entwicklung darstellen.

Der hydraulische Roboter aus dem unten eingebetteten Video sieht ja erstmal nicht so besonders aus und seine Fortbewegungsmöglichkeiten sind ebenfalls nicht ausgearbeitet. Was dieses Konstrukt jedoch sehr besonders macht, ist, dass es komplett in einem Stück gedruckt wurde. Feste wie flüssige Bestandteile wurden so komponiert, dass ein funktionsfähiges hydraulisch betriebenes Gerät erschaffen wurde, welches nicht noch extra aus Einzelteilen zusammengesetzt werden musste. Aus Sicht der Ingenieursfachs wird diese Technologie damit zunehmend relevanter.

(via Inverse)


Ein weiteres interessantes Projekt hat eigentlich nur noch nebensächlich mit 3D-Druck zu tun und viel mehr mit Deep-Learning-Algorithmen. Mit „The Next Rembrandt“ ist es gelungen, mit künstlicher Intelligenz Bilder des Barock-Künstlers zu analysieren und aus den gewonnenen Daten eigenständig ein neues rembrandtartiges Bild zu generieren. In dem gesamten Prozess wurde natürlich auch die Auswertung der aufgetragenen Farbdicke mit einbezogen, welche mittels eines speziellen 3D-Drucks als erstes auf die Leinwandoberfläche aufgebracht wurde, um die Grundlage für das aufgedruckte Bild zu liefern.

(via Mashable)