Finanzierung für „Ren & Stimpy“-Doku steht

Der Produzent Ron Cicero und der Regisseur Kimo Easterwood haben die Produktion einer „Ren & Stimpy“-Doku erfolgreich über Indiegogo finanziert. Bin sehr gespannt, was die draus machen. Unterstützen kann man das Projekt noch sieben Tage lang.

Crowdfunding für das nächste Kölner ‚City Leaks Festival‘ ist gestartet

Bald (01. bis 20. September) ist es wieder Zeit für das City Leaks Festival in Köln. Es ist noch viel zu tun und das Projekt benötigt finanzielle Unterstützung, damit es auch dieses Jahr wieder eine kulturelle Perle für die Stadt werden kann. Daher spendet auf bei startnext für die Realisierung dieser in jeder Hinsicht lohnenswerten Biennale.

City Leaks – Crowdfunding from Simon Says Media on Vimeo.

Crowdfunding Kampagne für Hologramm-Projektoren

Tja, so schnell kann es gehen. Noch vor vier Tagen hab ich über die Fortschritte in der dreidimensionalen Projektionstechnik geschrieben und schon vorher kommen welche da her und starteten bereits am 21. Oktober eine fette indiegogo-Crowdfundingkampagne für ihr Produkt BLEEN. Dabei soll es sich angeblich um einen stylischen Holoprojektor in verschiedenen bereits ausgereiften Designs handeln, der so direkt aus dem Star-Wars-Universum kommen könnte. Ich sage angeblich, weil die Produzenten dieses Gerätes den Beweis der Funktionsfähigkeit im Gegensatz zu Burton Inc. vorerst schuldig bleiben. Das Funktionsprinzip ist aber, so wie ich es verstanden habe, das gleiche.

Man sollte sich von diesem Promovideo aber nicht blenden lassen und glauben, das Gerät gäbe es nächste Woche zu kaufen. Erstmal muss ja die Finanzierung für die Grundlagenforschung geschaffen werden. Da muss man sich auch fragen, wieso eine an sich so revolutionäre technische Entwicklung, die ja anscheinend schon zum Greifen nah sein soll, es nötig hat sich Geld über ein Crowdfundingportal zu erbetteln. Wären wir bereits so weit, dann würden wir schon von den Entwicklungen aus den Laboren von Samsung, Apple oder Google oder zumindest dem MIT oder der ETH Zürich hören.

Die Gründer von BLEEN berufen sich bei ihrem Know-How zudem auf die Forschungen des russischen Wissenschaftlers Dr. Vladimir Titar, der nun auch für BLEEN arbeitet und nach Aussage der Kampagnenseite sowjetische Patente auf die Entwicklung des Holografischen Fernsehens hält. Sein nur in Englisch(!) existierender und aus diesem Jahr stammender(!!) Wikipedia-Eintrag ist zudem von einer umstrittenen Minderwertigkeit, so dass man von einem Fake ausgehen muss.

Was lernen wir also daraus? Nicht alles, was auf Crowdfunding-Plattformen veranstaltet wird ist auch seriös, sondern eher Schlangenöl und kann sich somit auch als Vaporware entpuppen. Da halte ich es lieber mit den bescheidenen, dafür jedoch beeindruckenden Entwicklungen von Burton Inc. Das spiegelt wahrscheinlich eher den jetzigen Stand des technisch Machbaren wider und basiert auf echter Forschung und nicht nur auf marketingtechnischem Blendwerk.

(via psfk)

Star Trek-Fanprojekt ‚Axanar‘ mit großem Erfolg Crowd-finanziert

Die "Axanar"-Website

Die „Axanar“-Website

Falls gerade jemand denkt: „Och nö, nicht schon wieder ein Star Trek-Fanfilm, ‚Star Trek into Darkness‘ hat mir gereicht“ – dieses Projekt hat durchaus Potential:

Der Trek-Spielfilm ‚Axanar‚ wird von einer Hollywood-erprobten Crew und mit anständigen Darstellern (unter anderem Richard Hatch, Tony Todd und Gary Graham, der hier seine Rolle des Soval aus ‚Enterprise‘ wieder aufnimmt) umgesetzt. Darunter auch Kulissenbauer die bei den JJ Abrams-Treks involviert waren und Oscar-Preisträgern für Sounddesign und Make-Up. Die Produktion hat sich mit dem Rechteinhaber an der Marke Star Trek, dem US-Sender CBS koordiniert. Das Projekt wurde am 25. August erfolgreich bei Kickstarter finanziert, 100.000 $ waren das Ziel und man nahm etwas über 638.000 $ ein.

Das Projekt ist aus zwei Gründen interessant:

Zuerst einmal ist die Crowdfunding-Kampagne von der Produktion vorbildlich organisiert worden und sollte jedem der Ähnliches vor hat als Orientierung dienen: Informationen für die Finanzierer wie Budgets, Designpläne und ein Podcast zum Schnitt wurden veröffentlicht, man hat die Darsteller auf Conventions vorgestellt. Wer hier Geld gibt, weiß genau wofür und an wen. So muss das sein.

Kulissenentwurf

Kulissenentwurf für ‚Axanar‘

Außerdem kann man jetzt schon einen 21-minütigen Kurzfilm namens ‚Prelude to Axanar‚ (ebenfalls per Kickstarter finanziert) anschauen, der die Vorgeschichte der Story von ‚Axanar‘ präsentiert und mit den Darstellern des späteren Spielfilms besetzt ist. Für Englisch-Muffel dann auch noch mit Untertiteln in sechs anderen Sprachen, unter anderem Deutsch:

(via Kickstarter)

Krautreporter – Journalismus vom Leser finanziert

Ja, die Zeitungsverlage sind in der Krise. Das Internet hat ihre Wertschöpfungsketten durcheinandergebracht und bedroht ihre Existenzgrundlage. Als Lösung aber findet sich online meist nur Abschottung und Verflachung der Berichterstattung als Ergebnis des Konkurrenzdrucks. Wo wirtschaftliche Interessen so fundamental entscheidend werden und man der stetigen Aufmerksamkeit der Leser hinterherlaufen muss, ist guter Journalismus kaum noch möglich.

Dass es doch auch anders sein könnte dachten sich ein paar Journalisten/-innen und starteten Krautreporter, welches sich phonetisch vom englischen Wort Crowd ableitet und so auch schon auf das Finanzierungsmodell hinweist.

Krautreporter from Krautreporter on Vimeo.

Ich bin als Unterstützer auf jeden Fall dabei und wem in Zukunft auch an unabhängiger Berichterstattung auf hohem journalistischen Niveau gelegen ist, sollte sich anschließen. Es bleiben noch 23 Tage und es fehlt noch ein ganzes Stück für die benötigten 900.000 €, mit denen das erste Jahr finanziert werden soll.

(via Stefan Niggemeier)

Pomplamoose – Wake Me Up Before You Go-Go/Patreon

Diese Coverversion des Wham-Hits ist ganz hübsch, aber viel interessanter ist, dass  Jack Conte aus dem Pomplamoose-Video auch der Gründer von Patreon ist.

Patreon fungiert als Finanzierungsplattform für Künstler verschiedener Bereiche (Musiker, Youtuber, Podcaster), auf der sie ihre Arbeit bewerben können und sich so um Finanziers bemühen, die ihnen auf einer monatlichen Basis Geld zukommen lassen. Als Unterstützer hat man, je nach Höhe der finanziellen Unterstützung, die Möglichkeit an der Arbeit der Künstler teilzuhaben, sei es z.B. in Form von Gratis-MP3 oder Videokurse, wo man lernt Musikstücke zu spielen etc. Interessantes Konzept, dass für die, die dort mitmachen anscheinend auch finanziell aufgeht, so dass sie die Möglichkeit haben sich ihrem Projekt zu widmen.

Die Weltkarte des Internets soll interaktiv werden

Vor dreieinhalb Monaten hatte ich an dieser Stelle die illustrierte Karte des Internets vorgestellt, die mittlerweile weit durch das Web bekannt geworden ist. Aufgrund der Popularität dieser Weltkarte will Martin Vargic aka Jay Simons nun Geld auftreiben, um eine interaktive Karte basierend auf seinem Werk zu realisieren. Wer ihn unterstützen will, kann dies bei indiegogo tun.

Technoviking Doku without Technoviking

We make money not art hat ein interessantes Interview mit Matthias Fritsch, dem Mann, der einst (2000 auf der Fuckparade) das Video des ravenden Hünen, heute bekannt unter Technoviking, aufnahm, 2006 ins Netz stellte und ab da viral durchstartete. Der Rest ist Geschichte und kann u.a. bei Know Your Meme ergründet werden.

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GravityLight

Tolles Crowdfunding-Projekt, um die abgelegenen Dörfer Afrikas mit Licht zu versorgen ohne auf fossile Brennstoffe oder Akkus angewiesen zu sein. An die LED-Lampe wird einfach ein Gewicht gehängt und die Schwerkraft setzt das Ganze in Gang.

55.000 $ wollten die Initiatoren über die Crowdfunding-Plattform indiegogo aufbringen. Mittlerweile steht die Finanzierung des Projekts bei 400.000 $!