Erschreckende Animation aller Atombombenexplosionen der letzten 70 Jahre

Anlässlich des 70. Jahrestages der Abwürfe der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki haben Orbital Mechanics, die eigentlich Electrosound produzieren, diese Animation erstellt, die audiovisuell nachvollzieht, wann, wo, wieviele Atombombentests und mit welcher Detonationskraft stattgefunden haben.

Das Video ist fast 14 Minuten lang, dennoch raste es über die Zeitlinie der letzten Jahrzehnte und zeigt den ganzen Wahnsinn des Wettrüstens und der atomaren Abschreckung allein schon durch das auf- und abschwellende Klicken, das jeweils die einzelnen Explosionen repräsentiert. In den 60ern und 70ern verschwimmen diese akustischen Signale zu kleinen Staccati, da anscheinend keine Woche ohne mehrere Atombombentest auskommen konnte.

Trinity from Orbital Mechanics on Vimeo.

Dieses Video führt nicht nur die menschliche Verrücktheit bezogen auf Konflikte vor Augen, sondern auch welche immensen Mittel an Ressourcen und Geld für über 2100 Explosionen einfach verpulvert wurden, von den langfristigen Schäden für Mensch und Umwelt ganz zu schweigen. Da erscheint die Panik bei ein paar defekten Atomkraftwerken alle 25 Jahre schon fast lächerlich.

(via CityLab)

Der Bonsai, der Little Boy überlebte

bonsai

Wenn man 389 Jahre alt ist, dann hat man viel gesehen und es gibt Dinge, die einen nicht mehr erschüttern können. Nicht mal der Abwurf einer Atombombe in drei Kilometern Entfernung, so wie es vor 69 Jahren dieser uralte Bonsai in Hiroshima miterleben durfte. Sein Glück war, zusammen mit seinen Artgenossen hinter einer ausreichend hohen Mauer gestanden zu haben. Unnötig zu erwähnen, dass der Bonsai sich dank der guten Pflege weiterhin bester Gesundheit erfreut.

The great old Japanese white pine and a large number of other bonsai were sitting on benches in the garden. Amazingly, none of these bonsai was harmed by the blast either, because the nursery was protected by a tall wall. A Japanese broadcasting company would later film the bonsai garden and report on how the wall had saved the bonsai.

Nuke your Hometown with Google Earth

Ich bin zwiegespalten. Vom Nuklearhistoriker Alex Wellerstein gibt es nun das Google-Earth-Plugin NUKEMAP3D, mit dem man Atombombenexplosionen an jedem beliebigen Ort in 3D und Echtzeit simulieren kann. Es gibt eine Menge Einstellungen, die vorgenommen werden können. Ein großes Arsenal diverser international verfügbarer Atomwaffen können ausgewählt werden und man kann sich die Abstufungsradien der Zerstörung sowie den Bereich des Fallouts und die geschätzen Opferzahlen anzeigen lassen.  Weiterlesen