ART.FAIR 2014 Nachbericht

Nun ist die ART.FAIR 2014 auch schon wieder gelaufen. Normalerweise war es in den letzten Jahren immer ein Termin, auf den ich mich eigentlich gefreut habe, doch dieses Jahr bleibt ein schaler Nachgeschmack.

Auch wenn die Veranstaltung nun vom Staatenhaus direkt in die Messe Köln umgezogen ist, hat das nicht unbedingt zur Diversifizierung des Angebots beigetragen. Natürlich sind jedes Jahr ein großer Anteil immer derselben Galerien vertreten, was grundsätzlich ja nicht schlecht ist, jedoch ließ die Veranstaltung dieses Mal den einen oder anderen Wow-Moment vermissen, den es in den letzten Jahren schon des Öfteren gab.

Nur wenig ist übrig geblieben von den jungen, urbanen und abgedrehten Galerien, die mal außer der Reihe Künstler präsentiert haben. Mittlerweile gleicht das Ganze eher einer Mini-Art-Cologne, auch was das Publikum angeht. Nur der sogenannte BLOOOM-Messeteil, der vielleicht 20 % der Gesamtmesse ausmacht ist ein Hoffnungsschimmer.

Nichtsdestotrotz möchte ich euch einige Impressionen nicht vorenthalten. Mit ein wenig Glück habe ich auch semi-journalistisch, wie ich so bin, auch Informationen zu einigen der Künstler verlinkt.

Der Stand, der noch am meisten an die besseren Tage der ART.FAIR erinnerte war der der Artscouting-Gallery. Viele hübsche Exponate, die ich durchgehend ALLE zuhause hingestellt hätte (und wie aus meinem letztjährigen Nachbericht bekannt, ist dies ja das einzige Kriterium, wonach ich ART.FAIR-Kunst beurteile).

Werke von COARSE, John Trashkowsky, Amanda Visell hat diese Galerie unter ihre Fittiche genommen und damit einen der interessantesten Stände dieses Jahres gehabt.

Auch lokale Größen, wie das Arty Farty und Die Kunstagentin waren mit einigen Exponaten vertreten. Besonders angetan haben es mir als Dioramenfan die Plexiglaskugeln des Künstlers Orilo Blandini, über den man so gut wie nichts konkretes im Netz findet.

diorama_01

Auch Güldenes geht immer…

… sowie Nacktes.

nude

Interessant war auch diese Installation des Künstlers Benedikt Braun vertreten durch die Galerie Eigenheim: Der gehörnte Kasten spuckte im Minutentakt jeweils einen Cent aus. Ich bemerkte dem Galeriemitarbeiter gegenüber, dass dies wohl kein geeignetes Kunstobjekt für das heimische Wohnzimmer ist, da es ja doch einige Arbeit macht abends das Geld zurück in die Box zu packen.

cashcow

Natürlich ist Kapitalismus- und Konsumkritik ein immer gern bemühtes Thema für die Kunst, was man auch an einigen der Kunstwerke ablesen konnte.

Der einzige, der aber auf dieser Messe von mir Geld bekommen hat, war der Inhaber des Kunstkaufhaus Ost, der eine Menge witziger Stücke im Repertoire hatte. Ihm kaufte ich für jeweils 1,50 € zwei Postkarten ab.

Mit einem Gemälde auf dieser Messe hatte ich auf jeden Fall eine besondere Begegnung und zwar dieses:

linie13

Ich dachte direkt, ‚Hm, das sieht aber verdächtig nach einer KVB-Bahn aus, was man da sieht.‘. Und so war es auch um so witziger, dass dieses Bild ausgerechnet ‚Linie 13‘ heißt, weil dies die Bahn ist, die ich seit Anfang Oktober am meisten benutze, da ich nun in Lindenthal arbeite. Das Bild ist von dem Iraner Alireza Varzandeh, der ab Ende der 80er in Köln Grafik und Malerei studierte. Auf dieser Messe wurde er durch die Galerie Barbara von Stechow vertreten.

Zum Schluss noch ein Sammelsurium an Einzelimpressionen:

 

ART.FAIR 2013 Nachbericht

Art.fair

Zum zehnten Mal fand in Köln die Kunstgalerienmesse ART.FAIR statt. Seit dem Umzug ins Staatenhaus 2011, ist sie für mich eine kulturelles Pflichtprogramm im November. Hier findet man auf relativ kleinem Raum eine Auswahl besonders interessanter, internationaler Galerien, die alle mit verschiedenen künstlerischen Konzepten und thematischen Ausrichtungen auftreten. Von Malerei über Skulpturen bis zu Streetart und Medienkunst ist hier alles vertreten. Weiterlesen