UNSATISFYING – Das unbefriedigendste Video im Netz

All die nervigen kleinen Dinge, die dem Moment die Perfektion nehmen und an die Mittelmäßigkeit der chaotischen Realität erinnern, die so schön sein könnte, wenn es mal rund liefe. Ein Kurzfilm wie das Leben. Das Gegenteil von erbaulich, aber mit ein bisschen Humor auch zum Schmunzeln.

UNSATISFYING from PARALLEL STUDIO on Vimeo.

Wabi-Sabi – Eine animierte Liebeserklärung an Japan

Cristóbal Vila ist mindestens so begeistert von Japan wie ich und hat diese Begeisterung in einem wunderschönen animierten Kurzfilm umgesetzt, der besonders auf die Natur und die Traditionen dieses Landes eingeht.

WABI-SABI from Cristóbal Vila on Vimeo.

Ein Making-of-Video gibt es auf Vilas Seite. Da kann man nur hoffen, dass Japan in echt mindestens genau so schön ist.

(via Open Culture)

Flughafen Amsterdam Schiphol 1916 – 2016 Animation

Amsterdams Flughafen Schiphol hatte am 16. September 100-jähriges Gründungsjubiläum und diese Animation zeigt in detaillierter Form den Ausbau auf dem Gebiet des trockengelegten Haarlemmermeer von den Anfängen bis heute.

(via kfmw)

Low Poly Filmszenenloops

Bruno Alberto präsentiert derzeit unter dem Titel Low Poly Scenes hübsche kleine Gif-Animationen, die Schlüsselszenen aus Film- und Fernsehserien in einem Loop darstellen. Auf der dazugehörigen Facebookseite werden bestimmt nach und nach auch weitere veröffentlicht.

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Eine Zeitreise durch alte Poskarten und 3D-Rendering

Für das Projekt „The Old New World“ hat Alexey Zakharov Fotovorlagen mit Ansichten aus den USA des frühen zwanzigsten Jahrhunderts genommen und diesen räumliche Dimensionen gegeben und so zum Leben erweckt. Das Ganze ist eingebettet in eine steampunkartige Zeitmaschinen-Animation. Schöne Arbeit, zu der man sich die Details auf Zakharovs Behance-Projektseite anschauen kann.

„The Old New World“ (Photo-based animation project) from seccovan on Vimeo.

Ein reddit AMA mit Jason Steele, dem Erfinder von ‚Charlie the Unicorn‘

Jason Steele, dem wir webkulturelle Content-Höhepunkte wie Charlie the Unicorn oder Llamas with Hats zu verdanken haben, hat auf reddit ein Ask Me Anything gemacht.

Unter anderem gibt es Antworten auf das Warum, aber auch, wie YouTube es mittlerweile Animatoren erschwert ihre Werke zu pushen, oder wie es ist sich als Erfinder dieser seltsamen Zeichentrickfilme zu offenbaren.

2000 Jahre Bevölkerungswachstum in einer Animation

Wenn man das so sieht, wirkt der Mensch durchaus wie eine gefährliche Krankheit für diesen Planeten. Andererseits bin ich optimistisch, dass mit den wissenschaftlichen und technischen Durchbrüchen, die sich gegenwärtig abzeichnen, es grundsätzlich kein Problem wäre weitaus mehr als 10 Milliarden Menschen zu ernähren. Es liegt an uns, dies auch in moralischen und politischen Durchbrüchen umzusetzen. Dann könnte es klappen.

World Population from Population Education on Vimeo.

(via Visual News)

Linktipps KW 43/15

Ich glaube die wöchentlichen Linktipps werden von einem sporadischen Unterfangen zur einzigen Möglichkeit überhaupt noch was zu posten. Daher nun die m. E. interessanten Artikel und sonstiger Kram, der in meinem Netzschleppnetz diese Woche hängengeblieben ist.

Grafik

Die generell empfehlenswerte Seite Atlas Obscura hat einige sehr schöne Werbeplakate für die Londoner U-Bahn aufgetan. Dabei sind wirklich tolle grafische Arbeiten aus allen Epochen des 20. Jahrhunderts und unter anderem auch von bekannten Künstlern, wie zum Beispiel Man Ray.

Die Safegate Group, spezialisiert auf Flugsicherheit hat sich von Upper First aus Malmö einen kurzen Imagefilm in einem kitschigen 60er Jahre Animationsstil machen lassen. Aber ich mag sowas.

The Safegate Effect from UPPER FIRST on Vimeo.

(via WATC)


Grafik/Technik

Für Menschen, die gerne Animationen von Hand zeichnen, sich aber vom Computer ein wenig Unterstützung bei der Umsetzung der mühevollen Wiederholung der Formen und Muster wünschen, könnte dieses Autocomplete-Programm helfen, das von Wissenschaftlern in Asien erdacht wurde.

(via prosthetic knowledge)


Design/Technik

Anlässlich Marty McFlys Ankunft in der Zukunft des Jahres 2015 diese Woche, analysiert Christopher Noessel auf seinem Blog Sci-Fi Interfaces die futuristischen Gerätschaften, die im zweiten Teil von „Zurück in die Zukunft“ vorkommen.

bttf2015_blackndecker-hydrator

Hans Fex, der letztes Jahr das erste Minimuseum herausbrachte (Labelizer berichtete), hat nun die zweite Version auf Kickstarter finanziert bekommen. Wenn ihr also gerade um die 300 € übrig habt (ich leider wieder nicht 🙁 ), dann sichert euch eins der letzten limitierten Stücke. Die gehen mal wieder weg, wie warme Semmel.

(via Booooooom)


Gesellschaft/Wissenschaft

Laut eines BBC-Berichtes gab es diese Woche einen Leak eines bisher unveröffentlichten kontroversen UN-Papiers von Dr. Monica Beg, einer Abteilungsleiterin im Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechen, welches sich für die Entkriminalisierung aller Drogen ausspricht und Festnahmen sowie Inhaftierungen als unverhältnismäßige Maßnahmen ansieht. Leider gibt Dominique Sisley in ihrem auf Dazed veröffentlichten Artikel keine weitere Quelle für diese äußerst progressive Meldung an.

Und wo wir gerade bei Drogen sind: Dr. Neal Barnard meint zu wissen, warum wir so gerne Käse essen. Offenbar wirkt das Casein im Käse nach seiner Aussage mindestens so, wie Morphine auf unser Hirn. Er selbst nennt es ‚Dairy Crack‘. Ich halte seine Forschungsergebnisse für plausibel und deswegen werfe ich mir jetzt auch noch eine handvoll geriebenen Gruyère in die Pfanne.


Humor/Musik

„Die Arschgeigen rasten aus, aber sie verlieren“

Die große Verschwulung (Baby, ich hab Genderwahn!) – Form Prim

(via Blogrebellen)

Animierte Buchcover der 60er und 70er Jahre

Es gab mal eine Zeit, als streng-puristische geometrische Grafiken die Cover diverser wissenschaftlicher Publikationen zierten. Der Diplom-Designer Henning M. Lederer hat sich aus dem Fundus des Julian Montague Projects und bei Book Worship™ die schönsten Bücher heraus gesucht und deren grafische Gestaltung animiert.

Covers from Henning M. Lederer on Vimeo.

(via Visual News)

Erschreckende Animation aller Atombombenexplosionen der letzten 70 Jahre

Anlässlich des 70. Jahrestages der Abwürfe der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki haben Orbital Mechanics, die eigentlich Electrosound produzieren, diese Animation erstellt, die audiovisuell nachvollzieht, wann, wo, wieviele Atombombentests und mit welcher Detonationskraft stattgefunden haben.

Das Video ist fast 14 Minuten lang, dennoch raste es über die Zeitlinie der letzten Jahrzehnte und zeigt den ganzen Wahnsinn des Wettrüstens und der atomaren Abschreckung allein schon durch das auf- und abschwellende Klicken, das jeweils die einzelnen Explosionen repräsentiert. In den 60ern und 70ern verschwimmen diese akustischen Signale zu kleinen Staccati, da anscheinend keine Woche ohne mehrere Atombombentest auskommen konnte.

Trinity from Orbital Mechanics on Vimeo.

Dieses Video führt nicht nur die menschliche Verrücktheit bezogen auf Konflikte vor Augen, sondern auch welche immensen Mittel an Ressourcen und Geld für über 2100 Explosionen einfach verpulvert wurden, von den langfristigen Schäden für Mensch und Umwelt ganz zu schweigen. Da erscheint die Panik bei ein paar defekten Atomkraftwerken alle 25 Jahre schon fast lächerlich.

(via CityLab)