Farbanalyse von Gemälden durch die Zeiten

Martin Bellander, Psychologie-Student und offenbar versiert im Programmieren, hat die verwendeten Farben in Gemälden analysiert. Dafür nahm er aus allen möglichen öffentlich zugänglichen Datenbanken, wie z.B. BBC, Google Art Project, Wikiart, Wikimedia commons etc. hunderttausende Gemälde aus allen Zeiten und erstellte anhand eines Stapelverarbeitungs- und Analyseprogramms, ein Diagramm. Chronologisch geordnet und nach den Farbanteilen der Bilder (entsprechend des HSV-Wertes (also Farbton, Sättigung und Helligkeitswert)) sortiert, ergibt sich für die letzten 200 Jahre diese Grafik:

Painting-colors_1800-2000

Auffällig ist die Zunahme von Blautönen und die damit einhergehende Verringerung des Orange. Für diese Entwicklung hat Bellander einige Vermutungen, zum einen, dass die Farbe Blau als Farbe in der Malerei (und anscheinend auch in unserer Wahrnehmung) noch relativ neu ist. Andererseits sind blaue Farbstoffe möglicherweise auch einfach nur durch Synthetisierung erschwinglicher geworden.

Eine interessante Datenanalyse, die Kunst mal sehr unemotional betrachtet.

(via Flowing Data)

Bob Ross durchanalysiert

Was könnte einen nach einem stressigen Tag besser wieder runterbringen, als eine Episode von Bob Ross‘ ‚The Joy Of Painting‘? Eigentlich war ja nie wichtig, was er gemalt hat, sondern seine beruhigende Stimme, mit der er den Fortschritt seiner Werke kommentierte.

Walt Hickey von der Nachrichtenseite fivethirtyeight wollte es trotzdem genauer wissen, wie es sich statistisch mit den Elementen und Motiven in Bob Ross‘ Bildern verhält und startete eine umfassende Analyse seiner Gemälde. Dazu schaute Hickey sich durch nahezu alle der 403 Episoden und legte ein Schlagwortverzeichnis entsprechend der von Bob Ross verwendeten Begrifflichkeiten an. Eines der Ergebnisse ist dieses Balkendiagramm:

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