Künstliche Intelligenz komponiert passende Musik zu Bildern

Die KI der chinesischen Suchmaschine Baidu wurde mit hunderten Milliarden Vorlagen aus Bildern und Musik mit einem Deep Learning Algorithmus darauf trainiert Musik passend zu Bildern zu kreieren. Für den Anfang schon mal recht eindrucksvoll. Anscheinend ist künstliche Intelligenz das einzige, was sich 2016 vorwärts entwickelt.

„2001“ mit Picasso-Filter

Bhautik Joshi hat Filmszenen aus „2001 – A Space Odyssey“ durch einen auf Picassos kubistische Kunst trainierten Deep Learning Algorithmus gefiltert und das sieht echt hübsch aus.

2001: A Picasso Odyssey from Bhautik Joshi on Vimeo.

(via The Verge)

Sunspring – Ein SF-Kurzfilm geschrieben von einer künstlichen Intelligenz

Interessantes Experiment, bei dem eine KI namens Benjamin durch Verarbeitung etlicher Science-Fiction-Serien und Filmen eigenständig ein Drehbuch für einen SF-Kurzfilm kreiert hat.

Das Script wurde dann von Regisseur Oscar Sharp und seiner Crew realisiert. Als ein bekanntes Gesicht konnte Thomas Middleditch (Silicon Valley) für die Umsetzung gewonnen werden.

Zugegebenermaßen sind die Dialoge ähnlich kryptisch, wie wenn man per WhatsApp etwas schreibt, in dem man immer den mittleren Wortvorschlag nimmt. Das kommt auch nicht von ungefähr, da die Algorithmen die diesem (natürlich weit verbesserten) System zugrunde liegen auch ähnlicher Herkunft sind.

(via Singularity Hub)

Neues vom 3D-Druck (04/2016)

Eine lange vernachlässigte Kategorie, dabei sehe ich immer wieder so tolle Dinge, die durch 3D-Druck entstehen. Besonders erfreulich ist es, wenn man durch 3D-Druck Menschen wieder mehr Lebensqualität zurückgeben kann, zum Beispiel durch neue Organehochentwickelte anatomisch korrekte Prothesen oder auch weniger anatomisch korrekte Prothesen, die dafür aber ein zehnjähriges Mädchen zu einem glücklichen Glitter schießenden Cyborg machen.

Heute habe ich mir zwei Artikel der letzten Wochen herausgenommen, weil sie in verschiedener Hinsicht eine neue Stufe der Entwicklung darstellen.

Der hydraulische Roboter aus dem unten eingebetteten Video sieht ja erstmal nicht so besonders aus und seine Fortbewegungsmöglichkeiten sind ebenfalls nicht ausgearbeitet. Was dieses Konstrukt jedoch sehr besonders macht, ist, dass es komplett in einem Stück gedruckt wurde. Feste wie flüssige Bestandteile wurden so komponiert, dass ein funktionsfähiges hydraulisch betriebenes Gerät erschaffen wurde, welches nicht noch extra aus Einzelteilen zusammengesetzt werden musste. Aus Sicht der Ingenieursfachs wird diese Technologie damit zunehmend relevanter.

(via Inverse)


Ein weiteres interessantes Projekt hat eigentlich nur noch nebensächlich mit 3D-Druck zu tun und viel mehr mit Deep-Learning-Algorithmen. Mit „The Next Rembrandt“ ist es gelungen, mit künstlicher Intelligenz Bilder des Barock-Künstlers zu analysieren und aus den gewonnenen Daten eigenständig ein neues rembrandtartiges Bild zu generieren. In dem gesamten Prozess wurde natürlich auch die Auswertung der aufgetragenen Farbdicke mit einbezogen, welche mittels eines speziellen 3D-Drucks als erstes auf die Leinwandoberfläche aufgebracht wurde, um die Grundlage für das aufgedruckte Bild zu liefern.

(via Mashable)

Hochhausfassaden neutralisieren gegenseitig ihre eigenen Schattenbereiche

Das Architekturbüro NBBJ hat computerberechnete Hochhausfassaden entwickelt, die den Sonnenstand und -lauf berücksichtigen, um mit der Fassade des einen Turms den Schatten des anderen zu neutralisieren. Das ganze haben sie dann mal für zwei fiktive ‚No Shadow Tower‘ am Themse-Ufer in Greenwich simuliert. Interessante Idee, besonders für dicht besiedelte Gegenden.

No Shadow Tower from nbbjdesign on Vimeo.

(via Web Urbanist)

Kunst mit 3D-Druck

3D_Bilder

Shane Hope hat den 3D-Druck für seine Kunst entdeckt. Dafür verwendet er transparente Acrylplatten als Träger, auf die die 3D-Modelle beidseitig aufgebracht werden. Diese sind jedoch recht speziell, denn die Vorlagen stammen aus Proteindatenbank-Dateien, aus Vorlagen für nanomolekulare Maschinenteile, origami-artige Junk-DNA-Skulpturen und aus Modellen anorganischen Materials wie Graphen. Die benutzten 3D-Modelle werden vor der Aufbringung noch mit der 3D-Grafiksoftware PyMOL und einem für diesen Zweck erstellten Script bearbeitet. Dieses Script führt automatisierte Algorithmen aus, die die Form und die Farben durch zufällige Werte beeinflussen. Soweit zur trockenen Theorie, die hier noch einmal etwas genauer ausgeführt wird. Die Ergebnisse hingegen haben ihre eigene organische Ästhetik jenseits des technischen, wie man oben und auf Shane Hopes Seite sehen kann.