50 Jahre „Planet der Affen“

Zu den Lieblings-Science-Fiction-Filmen meiner Kindheit gehört die „Planet der Affen“-Reihe aus den 60er/70er Jahren, auch wenn die Filme qualitativ sehr unterschiedlich sind. Aber wenigstens waren die nicht so doof, wie die Tim Burton Variante. So viele Motive und Zitate haben es aus den Originalfilmen in die Popkultur geschafft, was zeigt, wie einzigartig dieses Werk bis heute ist. Ich ertappe mich regelmäßig dabei, dass ich an den zweiten Film „Rückkehr zum Planet der Affen“ denken muss, wenn ich die gekachelte U-Bahn-Passage am Appellhofplatz in Köln durchwandere, immer in der Erwartung, gleich einen Höhleneingang in das Reich der telepathischen postatomaren Mutanten zu finden. Nun ja.

Die ganz neuen Filme habe ich aus Gründen noch nicht richtig gesehen (den ersten Film zumindest zum Großteil), aber jetzt warte ich auch, bis alle Filme fertig sind und dann guck ich das halt am Stück. Dafür habe ich sogar mal die Romanvorlage von Pierre Boulle gelesen, die am Ende auch mit einem Twist aufwartete, soweit ich mich erinnere.

Eine kleine Zusammenfassung des gesamten Phänomens gibt es in diesem Video von Distractotron.

Animierte Buchcover der 60er und 70er Jahre

Es gab mal eine Zeit, als streng-puristische geometrische Grafiken die Cover diverser wissenschaftlicher Publikationen zierten. Der Diplom-Designer Henning M. Lederer hat sich aus dem Fundus des Julian Montague Projects und bei Book Worship™ die schönsten Bücher heraus gesucht und deren grafische Gestaltung animiert.

Covers from Henning M. Lederer on Vimeo.

(via Visual News)

Interior Design durch die Jahrzehnte

Von einer Firma für Wasserenthärter (warum auch immer) erstellte interaktive Grafik, die die Wohntrends der letzten 60 Jahre in hübschen reduzierten Grafiken zusammenfasst.

Interior Design by Decade - Harvey Water Softeners
A look back at Interior Design by Decade has been produced by Harvey Water Softeners.

(via laughing squid)

Lileks – Unterhaltsame Retromania

Da mein RSS-Zulieferer den ganzen Tag schon unter einer kriminellen DoS-Attacke leidet und ich so gar nicht schauen kann, was es denn neues in der Welt gibt, an dieser Stelle mal was altes, was mir sehr am Herzen liegt: lileks.com

lileks

Ich kenne die Website von James Lileks aus Minneapolis jetzt seit mindestens zehn Jahren. Nie gut programmiert und etwas unsystematisch gestaltet (mittlerweile geht es) ist sie doch ein unglaublich unterhaltsames Archiv für die Liebhaber der goldenen Mid-Century-Ära des amerikanischen Jahrhunderts gepaart mit einem Humor, der von Liebe, sowie von (mildem) Sarkasmus für die teilweise haarsträubende Naivität dieser Zeit geprägt ist.

Auf seiner Seite findet man diverse höchst amüsant kommentierter Bildersammlungen, z.B. alte kolorierte Postkarten von Motels, die von einer motorisierten Wohlstandwelt erzählen. Einem Motel hat er sich dabei mit einer eigenen Seite ausführlich gewidmet: dem ‚Gobbler…the grooviest motel in Wisconsin‚.

gobbler

Mein absoluter Lieblingsteil ist aber die ‚Gallery of regrettable food‚, welche zusammen mit den Beschreibungen der extrem absonderlichen abgebildeten Speisen so urkomisch ist, dass ich sogar das Buch dazu gekauft habe.

regrettablefood

„One of the more popular cuts: pressed shank braised with smoker’s phlegm.“

Ebenso sehens- wie lesenswert ist die Abteilung ‚Interior Desecrations‚, in der sich Lileks hauptsächlich den Geschmacksverirrungen in Einrichtungsfragen der 70er Jahre widmet. Auch dieses Buch habe ich mir zugelegt.

interiordesecrations

„Here we see the problem that bedevils most urban dwellers: what can I do to make my unbearably claustrophobic room seem even smaller?“

Wenn ihr also irgendwann (in der dunklen Jahreszeit, oder so) mal was zu Lachen braucht und ihr auch eine Vorliebe für die seltsamen Lifestyle-Auswüchse des 20. Jahrhunderts habt, so sei euch dieses Retromania-Archiv wärmstens ans Herz gelegt.

„Tapestry“ wird 43

Sicherlich kein Jubiläum, aber gerade gesehen, dass Carole Kings höchst erfolgreiches Album ‚Tapestry‚ heute vor 43 Jahren veröffentlicht wurde. Ich höre immer wieder gerne ihre Lieder, obwohl ich jetzt nicht der große Singer/Songwriter-Fan bin. Carole Kings Musik vermittelt mir immer so ein wohliges Gefühl der guten alten Zeit™, in dem man es sich gemütlich machen und die eigene Stimmung mit den Liedern treiben lassen kann.

Soundtrack of my life – Teil 1: 1977 bis 1990

Jetzt hatte ich einfach mal die fixe Idee eine Zusammenstellung von Liedern zu machen, die in etwa die Zeit meines Lebens repräsentieren und meinem Geschmack entsprechen. Damit sind natürlich meine Vorlieben aus heutiger Sicht gemeint. 1977 wusste ich ja nicht, wer Donna Summer ist. 🙂 Das wird jetzt auch für mich nicht ganz einfach, jedem meiner Lebensjahre ein oder mehrere Lieder zuzuordnen, die ich als herausragend ansehe. Wahrscheinlich wird es mit zunehmender Jahreszahl auch immer schwieriger einzelne Lieder auszusuchen (so ab Ende 80er, wo ich begann einen eigenständigen Musikgeschmack zu entwickeln.) Gibt ja so viel. Okay, das wird eine interessante Entdeckungsreise; ich werde mich bis zu einem gewissen Grad an den UK-, US-, und den deutschen Charts orientieren. Beginnen wir mit der bereits erwähnten fantastischen Donna Summer:

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