In Better News – 08.02.18

Das erste Mal in diesem Jahr wieder Nachrichten und Links zu vielversprechenden, hoffnungsvoll stimmenden Artikeln, die zeigen, dass nicht alles scheiße ist. Diesmal mit Hoffnung für Bienenvölker, biologisch abbaubarem Plastikersatz, dem Ende der Kohleenergie, Quantencomputern und Cyborgs.

Accidental Discovery Could Wipe Out One of Bees’ Worst Enemies

A team of German scientists discovered a new chemical compound that could save honey bees from Varroa mites — parasites that suck blood and harm colonies.

Plastikmüll ade: Diese indonesische Firma revolutioniert den Verpackungsmarkt!

Die Tüten bestehen nämlich aus Maniokstärke, die aus einem Wolfsmilchgewächs gewonnen wird. Der Maniok gehört zu den wichtigsten verwendeten Rohstoffen für die Avani-Produkte, schließlich gibt es davon in Indonesien mehr als genug.

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In Better News – 31.12.17

Zum Jahresende kommt hier noch einmal eine Linksammlung mit hoffnungsvoll stimmenden Nachrichten. Denn es war nicht alles schlecht in 2017 und auch nächstes Jahr werden wir bestimmt oft unseren Kopf auf die Tischplatte hauen wollen, aber es wird auch wieder viele faszinierende Entwicklungen im Bereich der Wissenschaft und Gesellschaft geben, die als Beweis für eine funktionierende Menschheit gelten können.

The tech that will power the 22nd century

As we enter a period of hyper-adoption of new technology, we have more data than ever before to give us an idea of what the world could look like in 100 years. And we know one thing, it’s that the future is going to be home to some amazing technologies.

Top 7 Breakthroughs of 2017 That Prove We’re Living in the Future

In 2017, researchers turned science fiction into science fact – from developments in gene editing technologies, to improvements in artificial intelligence and quantum computing – this has certainly been a year full of breakthroughs. To that end, we’ve compiled a list of the most impactful developments this year that are pushing boundaries toward a brighter future.31

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Tokio als 3D gedruckte Minikacheln

Die Firma iJet druckt 3D-Kartenmaterial als Kacheln aus. Zur Zeit läuft das Kickstarter-Projekt ‚One Hundred Tokyo‚, bei dem auf 100 Kacheln die Innenstadt Tokios in einem Maßstab von 1/12.500 abgebildet werden soll. Diese sind dann als Kunstobjekte erhältlich. Und ein Stück Tokio gerahmt an der Wand sieht schon ziemlich geil aus. Die Einzelkacheln als Kühlschrankmagnet zu benutzen ist natürlich auch eine nette Idee.

(via Rocket News 24)

Neues vom 3D-Druck (04/2016)

Eine lange vernachlässigte Kategorie, dabei sehe ich immer wieder so tolle Dinge, die durch 3D-Druck entstehen. Besonders erfreulich ist es, wenn man durch 3D-Druck Menschen wieder mehr Lebensqualität zurückgeben kann, zum Beispiel durch neue Organehochentwickelte anatomisch korrekte Prothesen oder auch weniger anatomisch korrekte Prothesen, die dafür aber ein zehnjähriges Mädchen zu einem glücklichen Glitter schießenden Cyborg machen.

Heute habe ich mir zwei Artikel der letzten Wochen herausgenommen, weil sie in verschiedener Hinsicht eine neue Stufe der Entwicklung darstellen.

Der hydraulische Roboter aus dem unten eingebetteten Video sieht ja erstmal nicht so besonders aus und seine Fortbewegungsmöglichkeiten sind ebenfalls nicht ausgearbeitet. Was dieses Konstrukt jedoch sehr besonders macht, ist, dass es komplett in einem Stück gedruckt wurde. Feste wie flüssige Bestandteile wurden so komponiert, dass ein funktionsfähiges hydraulisch betriebenes Gerät erschaffen wurde, welches nicht noch extra aus Einzelteilen zusammengesetzt werden musste. Aus Sicht der Ingenieursfachs wird diese Technologie damit zunehmend relevanter.

(via Inverse)


Ein weiteres interessantes Projekt hat eigentlich nur noch nebensächlich mit 3D-Druck zu tun und viel mehr mit Deep-Learning-Algorithmen. Mit „The Next Rembrandt“ ist es gelungen, mit künstlicher Intelligenz Bilder des Barock-Künstlers zu analysieren und aus den gewonnenen Daten eigenständig ein neues rembrandtartiges Bild zu generieren. In dem gesamten Prozess wurde natürlich auch die Auswertung der aufgetragenen Farbdicke mit einbezogen, welche mittels eines speziellen 3D-Drucks als erstes auf die Leinwandoberfläche aufgebracht wurde, um die Grundlage für das aufgedruckte Bild zu liefern.

(via Mashable)

Neues Set von Ittyblox – Paris als Ministeck

Die Ittyblox-Macher haben wieder mal ein Kickstarter-Crowdfunding angesetzt, um die nächste kleine Mini-Setzkasten-Stadt zu realisieren. Nach einigen amerikanischen und europäischen Sets ist nun Paris an der Reihe. Mit gotischer Kirche und der typischen Haussmann-Architektur ist das komplette 3D-gedruckte Stadt-Abbild für eine Spende von 250 € als Belohnung erhältlich.

(via ArchDaily)

Linktipps KW 42/15

29 Wochen später setze ich jetzt mal die Tradition der wöchentlichen (also quasi wöchentlichen) Linktipps fort, weil da so viele Artikel sind, die ich euch nicht vorenthalten kann.

Kunst

The-Moon-Bear

Ruth Oostermann interpretiert die frühen Malversuche ihrer zweijährigen Tochter und ergänzt diese zu sehr schönen Bildern. Die entstandenen Werke, die Oostermann in ihrem Blog ‚The Mischievous Mommy‚ präsentiert, zeugen von einer wunderbaren Zusammenarbeit zwischen Mutter und Tochter. Ebenso sind die Leser ihres Blogs aufgerufen die rudimentären Motive selber auszubauen. Die zugesandten Ergebnisse präsentiert sie ebenso auf ihrer Seite.

(via design you trust)


Kultur

Zwei Dokumentationen mit Gänsehautfaktor, die man sich merken sollte:

The Nerdist berichtet über die anstehende Doku ‚The Poltergeist Curse‚, in der es hauptsächlich um Oliver Robbins gehen wird. Er spielte damals den größeren Bruder von Carol Anne und äußert sich nach über 30 Jahren zum ersten Mal zu den unglücklichen Umständen um den Film.

poltergeist

Die andere Dokumentation namens ‚The Nightmare‚ widmet sich dem Phänomen der Schlafparalyse und den verstörenden Effekten, die diese mit sich bringen kann. Produziert wurde diese von Rodney Ascher, der bereits die ‚The Shining‘-Doku ‚Room 237‚ gemacht hat.


Gesellschaft

Um gegen ein neues Gesetz für das Tragen von Waffen auf dem Campus der Universität von Texas zu protestieren hat die Studentin Jessica Jin eine Kampagne zum öffentlichen Tragen von Dildos auf dem Campus in die Wege geleitet. Unter #CocksNotGlocks bzw. auf der dazu gehörigen Facebook-Seite Campus (DILDO) Carry kann man dem Geschehen folgen, denn natürlich ist das Tragen von Dildos nicht erlaubt, ‚cause ‚Murica!

(via Boing Boing)


Grafik

Die Essenz bekannter Filme präsentiert Romain Zitouni auf PopCorn Garage (tumblr/Homepage) in Form von animierten Gifs von Neonschilder.

popcorngarage_star-wars

(via Klonblog)


Wissenschaft

EIn enormes Bild der Milchstraße hat der reddit-User inefekt in Australien aufgenommen. Die Originaldatei hat eine Auflösung von 16702 x 6568 Pixel.

milkyway

(via reddit)

Das große Thema der Woche in der Weltraumforschung: Die unregelmäßigen Lichtemissionen des 1500 Lichtjahre entfernten Sterns KIC 8462852, der vom Kepler Teleskop beobachtet wird, haben für viele Spekulationen gesorgt. Von enormen Asteroiden, die das Gestirn umkreisen (was schon ungewöhnlich wäre) bis zu Megastrukturen einer außerirdischen Zivilisation reicht das Spektrum der Vermutungen. Sehr ausführlich analysiert Paul Gilster auf seinem Blog Centauri Dreams in mehreren Artikeln diese Woche diese bisher rätselhafte Entdeckung.


Technik

3D-Druck eingesetzt für den Hausbau war schon mal öfter Thema hier im Blog. Nun hat die russische Firma Apis Cor einen transportablen 3D-Drucker konstruiert, der eigenständig die Wände eines Hauses mit einer Grundfläche von knapp 60 m² hochziehen kann.

Ein sehr hübsches Gadget für den täglichen Gebrauch ist der Cocktail-Computer. Eigentlich handelt es sich um eine kleine Kunststoffbox im Midcentury-Stil, mit dem man schnell das richtige Rezept für einen Cocktail anhand von drei Nadeln ermitteln kann.

(via Cool Hunting)


Web/Datenvisualisierung

Eine sehr interessante Visualisierung der geschichtlichen Daten auf Wikipedia bietet die Histography Timeline, die die Artikel auf einen Zeitstrahl setzt und interaktiv anpassbar ist.

history

 

Neues vom 3D-Druck – Drucken mit Glas

Nach langer Zeit hab ich mal wieder was zum Thema 3D-Druck, aber nichts, was man für die Heimanwendung empfehlen kann. Am MIT hat man einen 3D-Drucker für Glas entwickelt, der bei einer Betriebstemperatur von über 1000 °C aus dem zähflüssigen Medium Glasvasen und Schalen aufschichten kann. Der Produktionsprozess sieht sehr hübsch aus und wurde von der Mediated Matter Group des MIT schön in Szene gesetzt.

GLASS from Mediated Matter Group on Vimeo.

(via Gizmodo)

Linktipps KW 13/15

Ich hab wieder mal ein paar Wochen ausgelassen, aber heute haue ich mal alles raus, was sich an interessantem Material in letzter Zeit angesammelt hat.

Technik

Heute u.a. mit ein paar Neuigkeiten zum Thema 3D-Druck, die zeigen, wo die Reise bei der Entwicklung nun konkret hingeht.

Die wohl wichtigste Entwicklung stellte Joseph DeSimone von Carbon 3D bei unten eingefügten TED-Talk vor. Ein 3D-Drucker, der mit Licht flüssiges Resin von unten belichtet und somit aushärtet. Mit diesem Verfahren ist die Erstellung von gedruckten Objekten 25 bis 100 Mal schneller als bisher zu realisieren. Wem der Talk zu lang ist, kann hier die Funktionsweise des Druckers begutachten.

Auch andere arbeiten an einem solchen Verfahren, wie zum Beispiel eine australische Firma mit dem Gizmo 3D Printer, die laut Engadget ab September über Kickstarter Startkapital für die Realisierung des Druckers sammeln wird.

Die Fertigung kompletter funktionierender Maschinen zeichnet sich auch allmählich ab, wie zum Beispiel heise und Trends der Zukunft berichten. Welche Auswirkungen dies langfristig auf die traditionelle industrielle Fertigung von Bauteilen haben wird, ist kaum abzusehen. Hoffentlich werden Industriezweige wie der Maschinenbau nicht die Zeichen der Zeit verschlafen, ansonsten ergeht es ihnen wie der Musik- und Filmindustrie.

Wenn sich 3D-Druck mit integrierter Technik noch mit kolaborativer Robotik kombiniert, kann man wahrscheinlich von einem Gamechanger sprechen. New Scientist berichtete diese Woche über genau so eine Entwicklung der deutschen Firma Festo, die 3D-gedruckte Ameisenroboter ihre Zusammenarbeit üben lässt.


Design

Wer seine Wohnung oder Laden gerne mit diesen Hipsterfunzeln versieht (die mit den langen Glühfäden), aber andererseits dann doch noch sein Umweltgewissen über den Style stellt, für den gibt es jetzt von Buster + Punch wenn schon nicht eine Lösung des Problems, so zumindest einen LED-Kompromiss.

busterpunchbulb


Architektur

Ein schön illustriertes/animiertes Video über Buckminster Fuller mit Original-Tonaufnahmen aus Interviews mit ihm.

Buckminster Fuller on The Geodesic Life | The Experimenters | Blank on Blank from Quoted Studios on Vimeo.

(via Boing Boing)


Humor

Die Doppelnamen-Parade der Woche stammt von einer Verlautbarung aus Hannover, die es sogar zu einer Vertonung/Verfilmung gebracht hat.

(via Blogrebellen)

3D-Druck oder Papier – Modellstädte selber basteln

Zwei Beispiele für spielerischen Miniaturstädtebau außerhalb einer Computersimulation.

Die Firma ittyblox vertreibt Miniaturen von typischen amerikanisch-urbanen Häuserblocks im Maßstab 1:1000, die man sich bei shapeways, dem 3D-Druck Onlineshop als Modell bestellen kann. Die Preisspanne, für diese Modelle, die sich in einem extra Rasterboden-Element zusammenstecken lassen liegt zwischen 8,- und 98,- €.

ParkHandPinterest

(via Citylab)


Wesentlich günstiger (4,50 €), wenn auch etwas monothematischer und mit einem anderen künstlerischen Anspruch kommen die Plattenbau und Betonbrutalismus-Bastelbögen von Zupagrafika. Da ist für wenig Geld schnell eine triste Londoner Vorstadt oder eine polnische Plattenbausiedlung zusammengestellt.

brutallondon

(via klonblog)

Linktipps KW 04/15

Während ich auf der Möbelmesse rumlaufe und für den nächsten großen Artikel recherchiere, könnt ihr ja schon mal die Linktipps der vierten Kalenderwoche lesen:

Architektur

Londons Skyline verändert sich mal wieder. Nachdem der Bau am ‚The Pinaccle‚ vorerst gestoppt ist, bekommt die City ein anderes neues Bürohochhaus, welches sich in seiner Form gut mit der daneben stehenden Käsereibe arrangiert.

Laut ArchDaily wird es mit 270 m das zweithöchste Gebäude in London nach dem ‚The Shard‚.

Man kann diese Stadt auch keine zwei Jahre aus den Augen lassen, ohne dass sich die komplette Silhouette ändert. Wird mal wieder Zeit für einen Besuch.


Derweil baut man in China ein eher konventionelles Haus mit unkonventionellen Mitteln. Dort wurde ein fünfstöckiges Appartementgebäude mit einem 3D-Drucker realisiert. Bei diesem Verfahren können laut der ausführenden Firma Winsun bis zu 60% an Material gegenüber herkömmlichen Bauweisen eingespart werden. Sieht jetzt auch gar nicht so schlecht aus und erinnert mich ein bisschen an das Standard-Appartmentgebäude aus Sim City.

3D-Druck-Appartment


Wer im Übrigen seine Kinder schon frühzeitig an das Thema Architektur heranführen möchte, für den hat die Design-Redaktion von Fast Company zwei Buchtipps.


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