Rückblick • Ausblick

Och nee… Jahresrückblicke! Langweilig! War ja wieder alles dabei von Terrorismus bis zu blauschwarzweißgoldenen Kleidern, yadda yadda.

Möglicherweise komme ich ja jetzt mit Ende 30 in das „I-don’t-give-a-fuck-and-I’m-sick-of-your-shit‘-Alter, aber vieles, von dem, worüber sich die Öffentlichkeit™ und die Medien im letzten Jahr ausgelassen haben, ging mir überhaupt nicht nahe, um nicht zu sagen am Arsch vorbei. Wahrscheinlich sind das einfach nur Abgrenzungsbemühungen, weil ich den alltäglichen Wahnsinn, an dem es auch 2015 nicht mangelte, nicht mehr ertragen kann. Und auch, weil ich mich weigere an der lächerlichen Verunsicherungsspirale teilzunehmen, an der hauptsächlich von den unfähigen Subjekten unserer und anderer Regierungen gedreht wird und damit ein gesellschaftlicher Schaden provoziert wird, der größer ist, als alles, was irgendwelche Nahost-Nihilisten uns antun könnten.

Deswegen halte ich es auch mit der Titel-Headline von ‚Charlie Hebdo‘: „Ihr habt die Waffen. Scheiß drauf, wir haben den Champagner.“ Und für meinen Geschmack sollte man noch hinzufügen: Und es ist genug Champagner für alle da! Auch für die, die dieses Jahr temporär oder auch langfristig ihre Heimat verlassen mussten und zu uns gekommen sind.

Persönlich war es ein interessantes Jahr; das erste in meinem mindestens 10 Jahre andauernden Berufsleben, in dem ich Mal drei Monate arbeitslos war. Einerseits okay eine Pause einzulegen (besonders während der Sommermonate), andererseits echt knapp, wenn man mit weniger Geld zu Recht kommen muss. Aber ich hab mal wieder gelernt mit meinem Geld zu haushalten. Alles jammern auf hohem Niveau, wenn man bedenkt, was ich dieses Jahr alles gesehen und gemacht habe; Amsterdam (zum ersten Mal), Mykonos (zum ersten Mal), Mischkonsum (zum letzten Mal!).

Nur, was ein bisschen auf der Strecke geblieben ist – besonders ab dem Herbst – ist dieses Blog. Ich hab wesentlich weniger geschrieben und noch hunderte Links in meiner Liste, die ich nie verlinkt habe. Meine wöchentlichen Linksammlungen habe ich auch nicht konsequent durchgezogen. Im Moment weiß ich auch noch nicht, wo es hingehen soll, weiterführen werde ich dieses Projekt auf jeden Fall. Im Grunde alles nur ein Zeitproblem, denn seit ich meinen neuen Job angetreten habe, der mich natürlich erst mal fordert, habe ich wesentlich weniger Energie, um sie hier reinzustecken.

Wie auch immer. Erfreulich zu sehen ist jedoch, dass weniger Aktivität meinerseits an diesem Blog nicht zu einer Abnahme an Besuchern geführt hat, ganz im Gegenteil. Das Vorjahresergebnis konnte im Oktober bereits überholt werden. Ich zitiere aus dem Jetpack-Jahresbericht zu Logbuch Labelizer:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde 2015 etwa 35.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 13 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Mit 223 Besuchern war der 15. November der geschäftigste Tag des Jahres. Eine Flagge für die Erde war der beliebteste Beitrag an diesem Tag.

Jaja, ich weiß, das sind lächerliche Zahlen; 35.000 Besuche machen Top-Blogs in ein paar Tagen. Aber ich weiß wo ich stehe und das ist okay so.

Wann ich wieder mehr schreiben und verlinken werde, kann ich noch nicht sagen, aber ich bin hoffnungsvoll, dass es auch mal wieder mehr wird. In letzter Zeit finden sich für meinen Geschmack aber immer weniger wirklich teilenswerte Inhalte im Netz (vielleicht suche ich auch nur falsch) und bei selbst geschriebenen Sachen rege ich mich ja meistens nur über irgendein Thema auf. Ist ja auch nicht gesund.

Vielmehr werde ich versuchen meine künstlerisch-kreative Arbeit wieder zu forcieren. Ein bisschen was ist ja in 2015 aus meinem Kopf in den Rechner gefallen, darf 2016 ruhig wieder mehr werden. Ich habe auch schon konkrete Pläne.

Aber genug des Geschwafels, wir haben ja alle bestimmt noch ein käsehaltiges Silvestermenu zu kreieren und davon will ich euch nicht abhalten. Somit schließe ich mit dem guten Vorsatz meines Lieblingscaptains:

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Crowdfunding für das nächste Kölner ‚City Leaks Festival‘ ist gestartet

Bald (01. bis 20. September) ist es wieder Zeit für das City Leaks Festival in Köln. Es ist noch viel zu tun und das Projekt benötigt finanzielle Unterstützung, damit es auch dieses Jahr wieder eine kulturelle Perle für die Stadt werden kann. Daher spendet auf bei startnext für die Realisierung dieser in jeder Hinsicht lohnenswerten Biennale.

City Leaks – Crowdfunding from Simon Says Media on Vimeo.

Pantone kürt die Farbe des Jahres 2015

Nachdem es 2014 eher ein sattes Rosa war (welches ich fälschlicherweise als Altrosa deklarierte), ernennt das Pantone Color Institute ‚Marsala‚, ein dunkles warmes Rot, zur Farbe des Jahres 2015.

Quelle: Pantone

Quelle: Pantone

Wie und warum genau diese Farbe ausgewählt wurde, erläutert Lee Eiseman, die Direktorin des Pantone Institutes, in einem Video.

Das erste echte Hoverboard… irgendwie

Na, bis zur Marktreife 2015, wie seit 25 Jahren vorhergesagt ist es noch ein bisschen entfernt. Aber wenn man eine Halfpipe aus Kupfer-Aluminium besitzt, kommt man dem Marty-McFly-Feeling mit dem Hoverboard von Hendo Hover schon sehr nahe. Denn Hendo Hover hat nun eine elektromagnetische Umsetzung des Hoverboards entwickelt und um die serienmäßige Entwicklung dieses Flugbretts zu finanzieren ein Kickstarterprojekt auf den Weg gebracht.  Die Finanzierung scheint auch schon ganz gut anzulaufen. Knapp 110.000 $ der gewünschten 250.000 $ sind schon drin und das Kickstarten läuft noch 54 Tage. Alles in allem ein bemerkenswerter Schritt, der aber wohl so schnell nicht auf Asphalt funktionieren wird und schon gar nicht auf Wasser, wie wir ja wissen.

(via futurezone)

Webdesign? Wo wir hingehen brauchen wir kein Webdesign!

Das zumindest verspricht ‚The Grid‚, ein neuer Online-Service, der im Frühjahr 2015 an den Start gehen will. ‚The Grid‘ soll ein mit künstlicher Intelligenz ausgestattetes System sein, dass einem die Website so baut, wie man sie benötigt und selbständig das Layout und Stilistik beeinflusst, während man selber nur den Content liefern muss und sagt, was man erreichen will.

Ist ja ganz schön und gut und für so manchen auch ganz hilfreich, aber ich weiß nicht, was ich davon halten soll, einer künstlichen Intelligenz die ästhetische Kontrolle über eine persönliche Website zu überlassen, wenn diese einfach mal entscheidet über alles einen Instagram-Filter zu ziehen. Rein technisch, wie im Video erwähnt, sicherlich eine Meisterleistung etwas so kompliziertes so einfach zugänglich zu machen, vom design-technischen und kulturellen Aspekt sehe ich das etwas skeptisch.

(via prosthetic knowledge)

Ein Gebäude als Luftreiniger

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Anlässlich der Milan Expo 2015 baut das Gastgeberlandes Italien einen Pavillon, dessen Betonfassade mit einem Gemisch aus Titandioxid versehen ist, welche unter Einstrahlung des Sonnenlichts (UV-Licht) mit Stickstoffdioxid aus der Umgebungsluft reagiert und so im Prozess der photokatalytischen Selbstreinigung die Luft säubert.

(via engadget)