Soundtrack of my life – Teil 3: 2001 bis 2013

Aller guten Dinge sind drei. Dann schauen wir mal was meine bisherigen Top-Lieder des 21. Jahrhunderts sind. Wie man an den 90ern schon sehen konnte professionalisierten sich auch die Videoclips zur Musik, was ich auch als Kriterium für ein gelungenes Gesamtpaket ansehe, da ich eher ein visueller Mensch bin. Daher fließt bei der Entscheidung zu meinen Lieblingsliedern auch immer der Aspekt der bildlichen Umsetzung mit ein und wiegt manchmal evtl. auch schwerer als die musikalische Leistung.

Daher muss ich auch noch einen Nachtrag zu 1999 machen (Wie konnte ich das nur vergessen!?) Funny mindblowing Video-Art: Chemical Brothers – Let Forever Be. Eines der Top-Ten-Videoclips aller Zeiten und wieder war Michel Gondry der Regisseur.

2001: Roger Sanchez – Another Chance. Die Dame mit dem zu großen Herz. Air kommt auch mal wieder vor, mit dem Stück Radian vom Album 10.000 Hz Legend. Ein One-Hit-Wonder des Jahres Jean Jaques Smoothie – 2 People.

2002: Und schon wieder mal die Chemical Brothers mit Star Guitar. Muss ich noch erwähnen, wer der Regisseur war? (Michel Gondry) Dazu auch der Link zum Making-Of. Und von diesem Video habe ich wahrscheinlich meine Liebe für Infografiken (und tanzende Tortendiagramme): Röyksopp – Remind me.

2003: Ich kann mich an nichts mehr erinnern… das muss der Alkohol gewesen sein ;-): Thomas Bangalter & DJ Falcon – So Much Love To Give. Wenn ich die Sachen aus der Zeit höre, habe ich direkt wieder den Wodka/Bull-Geschmack im Mund und rieche die Nebelmaschine. Und mit diesem Lied sind The Knife in mein Bewusstsein gerückt: Pass This On. Aber ich glaube erst später. Ist trotzdem von 2003.

Ich muss sagen, eine durchgängige Liste zu machen ist ganz schön schwierig. Zu dieser Zeit hat mich Mainstreammusik wirklich nur noch wenig interessiert, und das, was ich seit dem bis heute höre ist ein stetiger Stream von Liedern (Internetradio sei Dank), bei dem ich mir in den seltensten Fällen gemerkt hab wie das hieß oder von wem das ist. Nur mal so als Zwischeninfo.

2004: Entspannter Tanzsound Room 5 ft. Oliver Cheatham – Make Luv. Dieser Hed-Kandi-Grafikstil war ja zu dem Zeitpunkt auch überall.

2005: Nur Party zu der Zeit :-)) Freemasons ft. Amanda Wilson – Love On My Mind und wer es was länger mag hier.

2006: Gnarls Barkley – Crazy Schönes Video, schönes Lied. Auch aus diesem Jahr ein Lied einer Band, mit der ich sonst nichts am Hut habe, aber sie haben an meinen 70s-Science-Fiction-Trash-Trigger rumgespielt: Muse – Knights Of Cydonia. Ach ja, da gab es ja auch noch das konsumkritische und unappetitliche Hustler von Simian Mobile Disco. Ich mags trotzdem.

2007: Also wenn die Franzosen was können, dann Musik. Nachdem (nun bewiesenermaßen) Daft Punk ihre besten Zeiten hinter sich haben, kommen die Jungs von Justice um die Ecke und ballern einem ein cooles Video nach dem nächsten vor den Latz. Sie waren zwar schon vorher aufgefallen mit Never Be Alone aber 2007 war es D.A.N.C.E. das sie in den Mainstream trug.

2008: Auch in diesem Jahr ist eines meiner Lieblinglieder von Justice – DVNO. Als Grafiker kann man da nicht nein sagen. Ich hab den starken Verdacht, dass die beiden uns diese 80er-Jahre-Ästhetik zurückgebracht haben.

2009: Ich mag es, weil Darwin Deez irgendwie schräg aber lieb ist (und so erfinderisch): Radar Detector.

2010: Na, hiermit hatten wir doch einen Sommer Spaß: Duck Sauce – Barbra Streisand. Auch wenn es nur von einem alten deutschen Schlager namens ‚Hallo Bimmelbahn‚ von 1973 geklaut war. Und dazwischen war noch von Boney M – Gotta Go Home. Aber das geht zu weit jetzt… Ansonsten gab es noch La Roux – Bulletproof, die mit ihrer angesagten 80er-Jahre-Ästhetik irgendwie nur ein One-Hit-Wonder blieb. Und auch hierbei wackel ich immer wieder gerne mit The Ting Tings – Hands.

2011: In diesem Jahr überraschten mich Metronomy mit The Bay. Besonders überraschend, wie man einen britischen Badeort aussehen lassen kann, als ob er an der Côte d’Azur läge. Außerdem brachte Justice dieses fantastische Rollerball-Artige Teil: New Lands und das visuell fette Civilization. Und mit Hercules and Love Affair – My House machen wir mal einen gewaltigen Schritt zurück in die frühen Jahre des House und der Videotapes.

2012: Erstmal die Scissor Sisters – Let’s Have A Kiki. Ziemlich gay aber catchy. Und in einer Einstellung durchgefilmt. Und da ihr heute Nacht ja sowieso nicht mehr schlafen wollt, hier noch Die Antwoord – I Fink U Freeky. Ich bin nicht unbedingt ein glühender Fan ihres Werks, aber ich bewundere die Konsequenz ihrer Kunst und das ringt mir Respekt ab. Außerdem bekommt man damit Sonntags die Nachbarn wach.

We’ve come a long way. Unglaublich, wie sich die Zeiten wandeln und wie sehr gerade gegenwärtige Musik sich an der Ästhetik der Vergangenheit orientiert (Die Antwoord mal ausgenommen. Die sind speziell). Für die nächsten 36 Jahre wünsche ich mir neue Impulse in der Musik und nicht nur Revival. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim durchhören und anschauen. Ich bin mir sicher, dass ich noch hunderte Lieder mehr hier reinstopfen könnte; all die vielen anderen Lieder, die einem genau jetzt nicht einfallen. Aber wenn euch noch welche einfallen, packt sie in die Kommentare.

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