Soundtrack of my life – Teil 2: 1991 bis 2000

Und weiter geht es. Hören wir uns mal durch die 90er und welche Lieder für mich im Nachhinein die Lieder des Jahrzehnts sind, die ich immer in Erinnerung behalten werden; bzw. die im Zuge der Recherchen auch unfreiwillig wieder an die Oberfläche gespült wurden :-(. Ab hier kann ich mich auch nicht mehr an irgendwelche Charts halten, da ab diesem Zeitpunkt meine eigenen Musikvorlieben mehr oder weniger vom Mainstream abweichen (bei wem nicht?!). So auf den ersten Blick muss ich sagen, dass die 90er doch sehr ambivalent waren. Licht und Schatten. Aber diese Zeit hat sowohl großartige Künstler hervorgebracht, als auch einige One-Hit-Wonder. Zumindest wurden die Produktionen professioneller.

Bevor wir anfangen noch ein Nachtrag zu 1983 (das vermeintliche Langweilerjahr). Hätte ich das doch beinahe vergessen: Donna Summer – She works hard for the money. Marion, das ist doch unsere Hymne. 😉

1991: Nicht nur Party wie bei Shiny Happy People sondern auch Melancholie brachte R.E.M. mit Loosing My Religion in diesem Jahr und durch ersteren Titel und der Mitsängerin Kate Pierson bin ich auch auf die B52s mit Love Shack gekommen. Zugegeben, das datiert zwar schon auf 1989, aber da kannte es ja keiner hier. Für mich gehört das in die 90er.

1992: Tja, die Bandbreite dieser Zeit zeigt sich an so schönen Stücken wie
R.E.M. – Everybody hurts und… äh… naja… hüstel… das gab es auch… Army of Lovers – Crucified. Oh je. Und dann waren da noch KLF – Justified And Ancient mit Tammy Wynette als Sängerin. Die Geschichte der Band KLF ist im Übrigen nicht minder schräg.

1993: Jamiroquai – Too young to die. ’nuff said

1994: Ich mag Damon Albarn Blur – Girls and Boys.

1995: Ich hatte sogar das Album ‚Jagged Little Pill‘ von Alanis Morisette und das, wo ich, schon bevor es illegale Downloadmöglichkeiten gab, so gut wie nie Musik gekauft habe (aber auch nicht anders beschafft, möchte ich festhalten). Mein Lieblingslied war You Oughta Know
Und nicht das ich das damals in Dauerschleife gehört hätte (da wäre ja jeder um mich rum und ich selber bekloppt geworden), aber ich musste gerade grinsen, als ich das wieder gehört habe: Technohead – I Wanna Be A Hippy

1996: Oh ja, das darf ich nicht vergessen Babylon Zoo – Spaceman 🙂 Eigentlich total bescheuerte Poserscheiße. Herrlich. Nicht zu vergessen The Prodigy – Firestarter. Und Fugees – Killing Me Softly war ja gefühlte 52 Wochen auf Platz eins in dem Jahr. Ist ja auch eine schöne Nummer.

1997: Das wirklich wichtige Ereignis dieses Jahres (Jahrzehnts) war die Explosion, die stattfand, als Daft Punk und Michel Gondry aufeinanderprallten und ein neues Musik-Universum erschufen: Daft Punk – Around The World. Der Rest ist Geschichte.

1998: Rauf und runter gehört und bis heute nicht zuviel davon: Stardust – Music Sounds Better With You. Auch hier führte Michel Gondry Regie. In diesem Jahr kam auch das Album ‚Moon Safari‘ von Air raus. Mein All-time-favourit. All I need, Sexy Boy, Kelly Watch the Stars, alle toll.

1999: Das Lied ist gar nicht mal sooo toll, aber da es sich für seinen Videoclip an Szenen aus dem fantastischen Anime ‚Ghost in the Shell‘ bediente, hab ich es immer gerne gesehen: Wamdue Project – King of my castle. Ein anderes schönes Stück dieses Jahres: Armand Van Helden – You Don’t Know Me

2000: Daft Punk – One More Time. Zum entsprechenden Album ‚Discovery‘ gab es auch japanische Animation, speziell für die Tracks angefertigte Trickfilme, die zusammen das Anime-Musical Interstella 5555 – The 5tory of the 5ecret 5tar 5ystem ergeben. Die Vocals stammen von Romanthony, der erst vor kurzem im Mai 2013 verstorben ist. Auch aus diesem Jahr ist das süße Your Girl von Blue States. Hab ich auf einer Lounge-Compilation aber ein offizielles Video gibt es nicht dazu. Ich liebe die Stelle ab 2:45!

Das neue Jahrtausend hebe ich mir für später auf. Dann wird es wahrscheinlich clubbiger. Mal sehen.

 

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