Soundtrack of my life – Teil 1: 1977 bis 1990

Jetzt hatte ich einfach mal die fixe Idee eine Zusammenstellung von Liedern zu machen, die in etwa die Zeit meines Lebens repräsentieren und meinem Geschmack entsprechen. Damit sind natürlich meine Vorlieben aus heutiger Sicht gemeint. 1977 wusste ich ja nicht, wer Donna Summer ist. 🙂 Das wird jetzt auch für mich nicht ganz einfach, jedem meiner Lebensjahre ein oder mehrere Lieder zuzuordnen, die ich als herausragend ansehe. Wahrscheinlich wird es mit zunehmender Jahreszahl auch immer schwieriger einzelne Lieder auszusuchen (so ab Ende 80er, wo ich begann einen eigenständigen Musikgeschmack zu entwickeln.) Gibt ja so viel. Okay, das wird eine interessante Entdeckungsreise; ich werde mich bis zu einem gewissen Grad an den UK-, US-, und den deutschen Charts orientieren. Beginnen wir mit der bereits erwähnten fantastischen Donna Summer:

1977: Donna Summer – I feel love (ganz schön Elektro für damalige Verhältnisse)

1978: Auch wenn die BeeGees die (US)Charts in diesem Jahr dominierten, bleibe ich lieber bei Chic – Le Freak

1979: Auch wenn die unvermeidliche Gloria Gaynor in diesem Jahr die unverwüstliche Schwulenhymne ‚I will survive‚ in die Welt und sich ein Denkmal setzte gibt es einen Sound, der den Beginn der 80er vorgriff und zeigte, wohin die Reise ging. Blondie – Heart of glass. Die eine Dame besiegelt eine Ära und die andere eröffnet eine neue. Aaaber in diesem Zusammenhang darf man keinesfalls den unglaublichen Gary Numan mit ‚Cars‘ vergessen (Yeah! Neonpyramiden!!!).

1980: Kniffeliges Jahr, am ehesten noch Lipps Inc. – Funkytown (Was heißt am ehesten?! Definitiv) auch wenn das Video aus der Sendung ‚Disco 80‘ ein wenig campy ist. Wer will schon Olivia Newton-John ‚Xanadu‘ kreischen hören?

1981: Ist zwar ein Song vom Vorjahr, wurde aber 1981 erst ein Hit und ich mag es sehr. Visage – Fade to grey. Und mehr muss man über die 80er auch nicht wissen. 😉

1982: The Human League – Don’t You Want Me.   Oh-oh-ohhhh!

1983: Das ist ja auch so ein Jahr, von dem ich immer sage, dass es eines der uninteressantesten in der Weltgeschichte war. Ist damals irgendwas von gehobenem Interesse passiert? Na gut, ‚Wargames‚ kam ins Kino. Angesichts dessen, können wir froh sein dass damals nichts passierte. Aber dazu mach ich mal eine eigene Liste ‚Movies of my life‘. Zurück zur Musik. Wo bleiben eigentlich Eurythmics? Ah, da sind sie ja endlich: Sweet Dreams. Annie Lennox ist sowieso toll.

1984: Mit Abstand noch das beste, was dieses Jahr hervorgebracht hat. Außerdem muss ich dabei an Zoolander denken: Frankie Goes to Hollywood – Relax (die unzensierte ‚Lederbar‘-Version, die damals™ noch zu anstössig war für MTV.) Für die Jüngeren: MTV war früher eine Musikverbreitungsformat via TV.

1985: Und dann kam eine Madonna daher mit ihrer damaligen Heliumstimme und ‚Like A Virgin‚ und diese Frau wird uns noch mal begegnen. Nicht unerwähnt sollte auch Huey Lewis & the News mit ‚Power Of Love‘ bleiben, weil sie den prototypischen Feelgood-Rock der 80er repräsentieren und den Soundtrack für einen der besten Filme dieser Zeit lieferten. Stark!

1986: Wieder ein Jahr, das schwierig ist und ‚Final Countdown‘ mag ich nicht. Das ist so bemüht. Es gab einige bekannte Lieder dieses Jahres Peter Gabriel – Sledgehammer war innovativ als Musikvideo und ‚Land of Confusion‘ von Genesis hinterließ aufgrund der grotesken Figuren auch bleibenden Eindruck in meinem neunjährigen Kopf. Da gab es auch Robert Palmer mit ‚Addicted To Love‘. Alles Lieder, die da waren und die Zeit prägten, aber wirklich warm geworden bin ich mit dieser Musik des weißen Mannes nicht.

1987: Och ja, mal was Leichtes Whitney Houston – I Wanna Dance With Somebody. Damit kann ich leben. Die andere Seite des Jahres: Desireless – Voyage, voyage. Sehr Eighties und besser, als ich es in Erinnerung hatte. Und nicht zu vergessen der Vater aller Meme. You have been Rickrolled! Was ist eigentlich aus dem geworden?

1988: Das war doch ganz süß: France Gall – Ella, elle l’a, wenn man bedenkt, dass sie 20 Jahre vorher noch DAS gemacht hat. Knaller! Und dann war da noch die kleine Kylie Minogue – I Should Be So Lucky. Wobei ich sagen muss, dass das schon sehr seichter Synthiepop ist, den ich aber trotzdem nicht missen möchte. Und natürlich noch einmal Whitney Houston mit ihrer Olympia-Hymne ‚One Moment In Time‚. Traurig, dass diese Frau so unrühmlich aus dem Leben scheiden musste.

1989: Ich erspare euch David Hasselhoffs ‚Looking For Freedom‘, mit dem er (geschichtlich verbürgt) die Berliner Mauer eingerissen hat. Aber ich kann euch nicht Roxette – The Look vorenthalten. Ich mochte die damals. Und hierzu zum ersten Mal Stehblues getanzt (später) mit Melanie Preyer (?) Bangles – Eternal Flame.

1990: Oh die glamourösen 90er! Eingeleitet von und mit Madonna – Vogue. Gefolgt von Deeelight – Groove is in the heart (Erweckungserlebnis!). Etwas ruhiger und eigentlich auch aus dem Jahr 1987, aber erst 1990 in Deutschland zum Hit geworden Suzanne Vega – Tom’s Diner.

Über die 90er muss ich noch mal genauer nachdenken. Das wird zu komplex für so spät am Abend. Ich denke, morgen geht es weiter.

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