McDonalds-Grün

2010 stellte McDonalds nach und nach im Zuge der Modernisierung seiner Filialen eine der Hauptfarben des Logos um. Das gelbe M steht seitdem nicht mehr auf Rot sondern auf einer grünen Fläche. Viele haben das anscheinend noch gar nicht bemerkt, wie ich hörte.

Begründet wurde diese Änderung von Holger Beek, dem Vizechef von McDonalds, damals damit, dass der Farbwechsel auch als Bekenntnis und Respekt vor der Umwelt zu werten sei. Natürlich. McDonalds hat ja immer schon die Umwelt am Herzen gelegen und auch die Gesundheit der Menschen, wie man am dominanten Engagement als offizieller Sponsor der olympischen Spiele sehen kann.

Egal, darum geht es hier jetzt nicht. Ich wollte eigentlich darauf hinweisen, dass ich bereits 1995, also 15 Jahre vor der offiziellen Umstellung, das McDonalds-Logo auf grün geändert hatte.

 

Logo_McDonalds_gruen

Beweisstück A. (Ja von Hand gezeichnet, das war ’95, ich hatte noch kein Illustrator)

Meine Intention war jedoch etwas anders. Entstanden war das Logo im Zuge meines damals größeren Werks, dass ich ‚Almanach 2050‘ nannte. Eine Art Bild und Textesammlung, die die Welt in der Mitte des 21. Jahrhundert beschreiben sollte. Ein Ordner voller selbst designter Konzeptautos, Stadtpanoramen, mögliche Kleidungsstile und Logos erfundener Weltkonzerne, die die Menschheit in der Zukunft beherrschen werden.

Lange Rede, kurzer Sinn, das McDonalds-Logo hatte ich auf grün umgestellt, da ich in meiner Projektion der zukünftigen Ernährung der Weltbevölkerung davon ausging, dass weitestgehend auf Fleisch verzichtet werden muss und ein Großteil der Ernährung aus Tofu-, Soja und Algenprodukten bestehen werde. Daher war für mich Grün als zukünftige Farbe im McDonalds-Logo als Assoziation zur veganen Ernährung naheliegender, als das Rot, was ja eher für Fleisch und Blut steht. Daher ein etwas radikalerer Ansatz, als die Umweltbegründung der realen Umstellung, die man durchaus als klassisches Greenwashing ansehen kann.

alga

Hmm… Algensalat. Mit Radieschen (?)

tofu_soy

Nichts geht über einen saftigen Tofuburger und einem übersüßten Soja-Cyclamat-Shake

Wie wir ja heute wissen, werden wir auch in Zukunft nicht auf Rindfleisch im Burger verzichten müssen. Ansonsten kann man angeblich auch ganz tolle Proteine aus Insekten herstellen, womit uns auch das furchtbare Tofu erspart bleiben wird. 🙂

 

 

Kommentar verfassen