Margaret Atwood ist erste Autorin für die Zukunftsbibliothek

Die Künstlerin Katie Paterson hat das Projekt der Future Library ins Leben gerufen; eine Bibliothek, welche unter der Schirmherrschaft der Osloer Deichmanske Bibliothek für die nächsten hundert Jahre jedes Jahr jeweils ein Buch eines Autors bzw. einer Autorin in dieses Archiv legt. Das besondere ist, dass niemand von uns diese Texte jemals zu Gesicht bekommen wird, da sie eigens für dieses Projekt zur Verfügung gestellt wurden und daher bis 2114 unveröffentlicht bleiben.

Zu Beginn des Projekts wurde eigens ein Wald angepflanzt, um sicherzustellen, dass die gesammelten Werke in einhundert Jahren auch noch im größeren Maße auf Papier veröffentlicht werden können. Eine entsprechend für diesen Zweck angelegte Druckerei ist geplant.

Future Library, Katie Paterson from Katie Paterson on Vimeo.

Die kanadische Autorin Margaret Atwood, besonders bekannt für ihren dystopischen Roman ‚Der Report der Magd‘, konnte als Erste für das Kunstprojekt gewonnen werden. Sie steuerte einen Text bei, den außer ihr, nicht mal Paterson, kennt. Atwood die ein grundsätzlich kindliches Bedürfnis im Vergraben von Schätzen sieht, damit jemand sie später entdecken kann, betrachtet dieses Projekt auch als ein Sinnbild für die Kommunikation zwischen Autor und Leser, die immer eine über eine gewisse Spanne in Raum und Zeit ist. In diesem Fall eben mal ein bisschen länger.

Margaret Atwood – the first writer for Future Library from Katie Paterson on Vimeo.

(via Gizmodo)

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