Jetzt weiß ich mehr über Superman

Gestern bin ich spontan ins Cöln Comic Haus nahe dem Chlodwigplatz in Köln gesprungen, erstens, weil ich da sowieso schon immer mal reinschauen wollte und zweitens, weil es geregnet hatte und ich ein bisschen Zeit überbrücken wollte.

Dieser Besuch erwies sich als außerordentlicher Glücksfall, da es zur Zeit eine Ausstellung in der Galerie hinter dem eigentlichen Ladengeschäft zum Thema Superhelden, im speziellen zu Superman gibt.

Ich bin, was Superhelden-Comics angeht, ungewöhnlicherweise nie richtig warm geworden mit dem Thema, obwohl ich anderen Science-Fiction und Fantasygenres immer viel abgewinnen konnte. Höchstwahrscheinlich war mir der Zugang zu diesen hermetischen Superheldenuniversen, die sich schon seit den späten 1930ern entwickelten, zu kompliziert.

Auf jeden Fall ergab es sich so, dass ich mich unverhofft in einem Vortrag inkl. Rundgang zum Thema Superman, der Historie des Comics und der Biographie der beiden Erfinder Jerry Siegel und Joe Shuster wiederfand. Interessant war, und mir bis dato unbekannt, wie sehr die Genese Supermans von den Biographien seiner Schöpfer mit jüdischen Wurzeln beeinflusst war, sowie auch mit welchen Widrigkeiten und Schicksalsschlägen sich Siegel und Shuster auseinandersetzen mussten.

In der Ausstellung finden sich etliche Merchandisingprodukte und Devotionalien, wie ein Modell der Flaschenstadt Kandor oder auch ein Display mit den verschiedenen Sorten Kryptonit. Auch zu sehen gibt es solche Seltenheiten, wie Originalzeichnungen, welche zum Großteil nach der Heftproduktion normalerweise einfach vernichtet worden sind und daher diese Raritäten sowohl materiell wie ideell einen hohen Wert haben.

Durch die Ausstellung führte Frau Susanne Flimm, die zusammen mit ihrem Mann Thomas Schmitz-Lippert die in diesem Haus ansässige Schmitz-Lippert-Stiftung gründete. Neben der Verwaltung des enormen privaten Comicschatzes, der auch in den Räumlichkeiten untergebracht ist, soll die Stiftung vor allem als kreative Keimzelle für Comicinteressierte und -schaffende dienen und deren Austausch befördern.

Es wird noch zwei weitere Führungen durch die Ausstellung geben. Wer sich also für das Thema Superman interessiert, sollte am 01. bzw. 15. Februar im Cöln Comic Haus vorbeischauen.

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So wie ich es verstanden habe, soll es mittelfristig auch einmal eine Ausstellung zum Thema Batman geben und jeder, der Experte auf dem Gebiet ist, darf sich gerne an die Stiftung wenden, wenn er glaubt etwas beitragen zu können.

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