imm 2015 – It’s getting dark in here

Dieses Jahr fällt mein Statement zur imm 2015 etwas kürzer aus und ich lasse die Bilder für sich sprechen.

Darkness

Du meine Güte, hätte ich mal besser eine Taschenlampe mitgenommen! So dunkel wie die Internationale Möbelmesse in Köln dieses Jahr ausgefallen ist, musste man echt aufpassen nicht über die Auslegeware zu stolpern. Nach der extremen Retromania der Mad-Men-Ära der letzten Jahre scheint der Trend jetzt wohl eher in Richtung Blade Runner zu gehen. Die punktuelle Ausleuchtung vieler Messestände tat ihr übriges.

Farben und Formen 2015

imm-preview

imm 2015: Farben, Formen und Texturen, die beispielhaft für dieses Jahr sind.

Die pudrigen Pastellfarben des letzten Jahres sind noch da, aber befinden sich auf dem Rückzug, um wesentlich dunkleren Farbtönen, gepaart mit schwarz und anthrazit als Basis Platz zu machen. 

Aus meinen Eindrücken habe ich die folgende Farbpalette erstellt, die in etwa wiedergibt, welches Farbspektrum dieses Jahr dominiert.

Farbpalette

Das Ganze wird garniert mit einer erschlagenden Überzahl an Elementen in Gold, Messing und Kupfer und das schon im dritten Jahr. Möglicherweise haben wir damit auch den Peak Metallic erreicht.

Das Aussehen der Exponate einiger Möbelhersteller emanzipiert sich nur langsam von ihren 60er-Jahre-Einflüssen, während andere dabei sind die Formensprache des Bauhaus und Art-Déco neu zu interpretieren.

Als Kontrast sieht man zudem Holz, Holz, Holz. Nicht mehr nur das möglichst maserungsfreie, was bis vor kurzem bei den Edelmarken noch Standard war, sondern auch welches, dem man seine natürliche Herkunft ansieht.

Weitere Materialien, die mir erstmals verstärkt auffielen, sind Marmor (in diversen Farbkombinationen) und Rauchglas. Beides gerne als Oberflächen für Couch- und Beistelltische, als hätten wir 1985.

Sonstiges

Leider konnten mich weder die ‚Living Kitchen‘ noch die Halle mit den Jungdesignern (bis auf ein paar Ausnahmen) wirklich überzeugen. Bei beiden war meiner Meinung nach dieses Jahr ein fehlender Innovationswille vorherrschend, den ich letztes Jahr (bzw. bei den Küchen vor zwei Jahren) noch gesehen habe. Des Weiteren erschließt sich mir das Konzept eines Einbaudampfgarers für 3.500 € nicht.

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