Happy Birthday, Barcode!

Dieser Tage Gedenken wir der Einführung des Barcodes vor 40 Jahren, bzw. EAN, wie er in unseren Breiten genannt wird, denn:

Am 26. Juni 1974 wurde in einer Filiale der US-amerikanischen Supermarktkette Marsh in Troy (Ohio) das erste mit einem Strichcode markierte Produkt, eine Zehnerpackung Juicy Fruit (Kaugummi) des Herstellers Wrigley, von einer Scannerkasse der Firma Datalogic (ehemals PSC / Spectra Physics) erfasst und verkauft
(Quelle: Wikipedia)

Soweit ich mich erinnern kann, kamen die entsprechenden Laserscanner für die Strichcodes aber erst fünfzehn bis zwanzig Jahre später in unseren Supermärkten an. Seitdem erleichtern (oder auch monotonisieren) sie die Arbeit des Kassenpersonals, welches sich keine PLUs mehr merken und Preise selber eintippen muss.

Obwohl ich bei meiner regulären Arbeit fast täglich mit Barcodes zu tun habe, hat mir dieses Video doch noch einige Einsichten über die Funktionsweise des Barcodes gegeben. Ich wusste, dass das letzte die Prüfziffer ist, aber nicht wie irre sie sich berechnet.

Neben den technischen Fakten gibt es bei einem derart mächtigen Rationalisierungswerkzeug der Wirtschaft natürlich auch herrlich absurde Verschwörungstheorien zum Barcode, wie z.B. die Tatsache, dass die Balkenpaare links und rechts, so wie der in der Mitte der 6 entsprechen und so auf jedem Produkt die Zahl des Tieres 666 platziert ist.

Eine andere Geschichte aus dem technikfeindlichen Esoteriklager ist die, dass der Safthersteller Rabenhorst auf Druck seiner Kunden eine horizontale Linie in den EAN eingefügt hat, um den Strichcode zu entstören. Was auch immer das heißen mag. Ich als Mediengestalter hätte liebend gerne meinen Job aufs Spiel gesetzt, wenn mich jemand bei der Umsetzung der Verpackungsgestaltung zu so einem Schwachsinn aufgefordert hätte.

Ich rege mich schon wieder auf. Jedenfalls, Happy Birthday, Barcode! Ich würde ja gerne sagen, auf die nächsten vierzig Jahre, aber da würde ich bei dem jetzigen Stand der Technik mit RFID-Chips oder schlicht der Fähigkeiten von Bilderkennungssystemen nicht drauf wetten.

(via nerdcore / core77 /99percentvisible)

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