Fiktives GUI-Konzept – Teil 2

Im ersten Teil ging es um die grundlegende Struktur der Benutzeroberfläche; das diagonale Gestaltungsraster. Im zweiten Teil versuche ich die Art der Funktionalität der Interfaceflächen darzustellen und dem Interface anhand von Farbcodes ein plausibles Aussehen zu geben, welches die Aktivität verschiedener Funktionen und im Hintergrund ablaufender Routinen definiert.

4. Schematischer Aufbau

Interface_Schema_Sribble

Schematisches Ablaufdiagramm

In dem oberen Scribble sieht man den generellen Aufbau der Funktionsweise.

Übergeordnet befindet sich die Taskleiste TSK, welche als oberer und unterer Balken die Hauptoptionen enthält, die man auf den Hauptbereich anwenden kann. Zentrales Element ist der Bereich OBJ, welcher jener Hauptbereich für jegliche visuelle Darstellung von Informationen ist (z.B. Planetenoberfläche) . Dieser Bereich ist immer gekoppelt mit mindestens einem INI-Button, der ein dem TSK-Kontext entsprechendes auszuführendes Protokoll anbietet (Initialisieren). Nimmt man das Beispiel des Planeten (siehe Teil 1) ergäben sich INI-Buttons wie INI Scan (also die Option die Planetenoberfläche zu scannen) oder INI Locate (die Option auf der Planetenoberfläche einen bestimmten Punkt finden).

Durch das Ausführen einer INI-Funktion erscheint der entsprechende Informationsbereich INF 1, in dem die eingehenden Informationen schriftlich wiedergegeben werden. Mit dem INF 1 entfalten sich auch gleichzeitig die weiteren Optionen OPT und eventuelle Unterkategorien SUB. OPT bietet neben den ausführen verschiedener Anwendungen im INF-Bereich auch das Öffnen weiterer Infobereiche (INF 2).

Diese Bereiche sind die aktiven Anwendungen. Neben diesen gibt es dann noch die drei nebenher laufenden (dekorativen ;-)) Bereiche PRC, SYS, BCK. PRC zeigt die zu den im aktiven Bereich ablaufende unterstützenden Prozesse an. SYS sind allgemeine Systemangaben zum laufenden Betrieb und BCK sind die dem SYS untergeordneten Hintergrundprozesse.

Die drei Bereiche, obwohl eher als passiv nebenher laufend, können ebenfalls wie INF-Bereiche benutzt werden und dementsprechend mit Optionsbuttons (OPT/SUB) ausgestattet werden. Soviel zu den einzelnen Funktionsgruppen.

5. Farbschemata

Da ich mich ja an der von Michael Okuda geschaffenen LCARS-Oberfläche orientiere (nicht vom Aussehen her aber im Grundgedanken), versuche ich ein Farbschema zu finden, welches die Grundfunktionen des gedachten Computersystems repräsentiert. Zu den Okudagrammen findet man im Netz diverse Farbwerte, welche aus den in den Star-Trek-Serien gezeigten Bildschirmen abgeleitet sind, jedoch gibt es keine offizielle Darstellung Okudas, ob die Farben spezielle Bedeutung gehabt hätten. Ich erwähne das, weil es mir evtl. geholfen hätte, eine Eingebung zu finden, welche Abläufe im Computer farblich für den Benutzer sichtbar sein sollten. Bisher die härteste Nuss an der Gestaltung.

Ich wähle Schwarz, Weiß und fünf weitere Farben für die Oberfläche und teile ihnen die vorhin definierten Funktionen zu. Der jetzige Stand wie folgt:

rot

Rote Felder werden benutzt um wichtige Hinweise zu laufenden Aktionen darzustellen, sowie anzuzeigen, dass aktives Eingreifen durch den Benutzer erforderlich ist (z.B. eingeblendete INI-Schaltflächen oder INF-Bereiche mit wichtigen Informationen).

blau

Blaue Felder stellen laufende, durch den Benutzer aufgerufene, Hauptprozesse dar, also generell alle aktivierten INI, die vor Aktivierung rot waren, sowie die restlichen damit verbundenen aktiven Elemente OBJ, INF, OPT, SUB im Normalzustand.

tuerkis

Grüne Felder stellen die begleitende Subroutinen zum Hauptprozess dar (PRC).

gelb

Gelbe Felder beziehen sich auf Systemprozesse SYS wie Statusüberwachung, Sicherheit etc., in der Funktion ähnlich wie ein Task Manager.

braun

Braune Felder zeigen Hintergrundabläufe BCK an, die u.U. nicht näher definiert sind. Sie sind den gelben Systemprozessen untergeordnet.

Wie sich zeigt sind Farben nicht zwingend einer Funktion zugeordnet, sondern kontextabhängig.  Des Weiteren sieht man an den oben gezeigten Grafiken, dass jede der fünf Farben neben der 100% Farbdeckung in möglichen Farbabstufungen von 5% bis 95% benutzt werden können. Primäre Felder werden höherer Farbdeckung über 50 % dargestellt, umgebende sekundäre Felder, die im Zusammenhang mit dem Hauptfeld stehen bekommen eindeutig unterscheidbare Abstufungen unterhalb von 50 % zugewiesen. Weitere folgen wenn notwendig oder ästhetisch sinnvoll danach.

So, das war ja jetzt relativ viele Abkürzungen und Überlegungen. Um die Erkenntnisse dieses Kapitels zu visualisieren, habe ich die Entwurfsgrafik aus Teil 1 entsprechend des jetzigen Standes angepasst und es ergibt sich ein neues Bild:

Interface_Ablauf_01

Ausgangssituation

Interface_Ablauf_02

Aktivierung Scan

Interface_Ablauf_03

Scanprozess

Interface_Ablauf_04

Scanergebnis

Soweit erstmal zum Aussehen der Funktionalität. Für den dritten Teil entwickele ich noch weitere Screen, die diverse Aufgaben abbilden, wie z.B. taktische Konsolen.

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