Dust & Glory – Ein Tee als Espresso

Ein Bekannter von mir steigt gerade in das Geschäft mit südafrikanischen Rooibos- und Honeybush-Tee ein und da ich ja sowieso gerne über Tee schreibe und im Bekanntenkreis schon den Ruf des Early Adopters weghabe, ergab es sich, dass ich eine Testpackung der beiden speziellen Teesorten zur Verfügung gestellt bekommen habe. Daher nahm ich mir heute die Zeit, um diese speziellen Teevariationen einem Geschmacks- und Zubereitungstest zu unterziehen.

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Die Verpackung an sich ist schon sehr gelungen. Der Behälter besteht aus vor Licht schützendem Braunglas und hat einen schwarz glänzenden Schraubdeckel aus Bakelit. Das Etikett hat ein angenehm aufgeräumtes Layout und durch die Versalbuchstaben H und R ist auch schon von Weitem zu sehen, welcher Tee enthalten ist. Man merkt den Dust & Glory-Produkten direkt an, dass es sich hierbei um ein Premiumprodukt handelt, dass sich nicht in einem Supermarkt gegen eine überbordende Konkurrenz behaupten will und muss.

Die Zubereitung dieser Teesorten ist, wie der Titel vielleicht schon vermuten lässt, nicht wie bei herkömmlichen Tees, denn die Produkte von Dust & Glory kommen als sehr fein gemahlenes Pulver, welches im Grunde wie Espressopulver angewendet werden kann. Daher eignet sich, lt. Aussage der Website, der Tee sowohl für Espressokannen, Aeropress- und Frenchpress-Zubereitern, als auch für gängige Siebträgermaschinen.

Zubereitung in der Espressokanne

Die naheliegendste Methode war für mich daher die Espressokanne für den Herd und so nahm ich gut zwei normal gehäufte Teelöffel des Rooibos-Pulvers, was soweit den Vorgaben entspricht.

Möglicherweise war dies aber schon ein bisschen zuviel, denn der Tee hatte eine sehr intensive rot-orange Färbung und war für ein Rooibos etwas zu bitter, was ich aber auf meine Portionierung des Pulvers zurückführe. Im Grunde ist das auch kein Problem, da man ja auch nachträglich Wasser dazugeben kann, wenn man so ein ‚Konzentrat‘ produziert hat. Durch Zugabe von Milch (und Zucker, wenn man mag) entfaltet sich der charakteristische milde Geschmack des Rooibos sehr angenehm und vollmundig.

Die zweite Zubereitungsform: Nespresso-Maschine

Da es mit der Espressokanne nicht ganz so ideal gelaufen ist, hatte ich noch eine zweite Option, die bisher nicht angedacht war und das war die Verwendung von wiederbefüllbaren Kapseln für die Nespresso-Maschine. Hier verwendete ich für eine Kapsel gerade einen Teelöffel des Rooibos-Pulvers, so dass die Kapsel ca. zur Hälfte gefüllt war.

Diese Zubereitungsart ist meines Erachtens für meine Ansprüche die ideale Art und Weise, um einen perfekten Tee aus diesem Produkt zu fertigen. Und daher habe ich den Honeybush direkt auch auf diese Weise getestet.

Auch wenn der Rooibos als Grundprodukt einen intensiveren Duft hat, so besticht der Honeybush durch einen sehr interessanten süßlichen Geschmack, der mich an Rosen erinnerte. Beiden Sorten kann ich aber geschmacklich sehr viel abgewinnen, besonders leicht gesüßt und mit Milch.

Fazit

Da es sich bei den beiden Teesorten um exklusive, natürliche Produkte aus einem besonderem Gebiet in Südafrika handelt, haben diese auch ihren Preis, den ich aber für sehr gerechtfertigt halte, wenn man sieht, dass dadurch traditionelle Anbauformen alter Kulturpflanzen erhalten bleiben und man so möglicherweise auch einer eher strukturschwachen Region zu mehr Bedeutung und einer nachhaltigen Wirtschaft verhelfen kann.

Wenn ihr also vielleicht mal den Kaffee weglassen und trotzdem eure Kaffeezubereiter sinnvoll nutzen wollt und Lust habt mal was Neues auszuprobieren, dann wären der Rooibos und Honeybush von Dust & Glory eine schöne Alternative.

 

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