Die Singularität kommt näher

Nicht ganz ernst gemeint von mir, da ich die bevorstehende Singularität eher als das technische Neuzeitäquivalent zur biblischen Eschatologie und in denselben psychischen Mechanismen begründet sehe. Dennoch kommt man nicht umhin anzuerkennen, dass gerade massive technologische Verschiebungen vonstatten gehen und das schneller, als ich mir das bisher vorstellen konnte.

Nicht nur, dass mittlerweile Roboter gebaut werden, die sich auf ihren zwei, vier, sechs etc Beinen halten können. Dass Unternehmen wie Boston Dynamics von Google aufgekauft werden, lässt ahnen, wie in Zukunft globale Informationstechnologie mit der Robotik verknüpft werden könnte.

Auch dass Telefonmarketingroboter mittlerweile fast nicht mehr von Menschen zu unterscheiden sind und auch nicht zugeben können, keine zu sein ist eine eher unschöne und bizarre Entwicklung.

Heute konnte man lesen, dass die NSA (wie auch andere Institutionen) an der Entwicklung von Quantencomputern arbeitet, alternativ auch an Assoziativ-Rechnern, also hirngleichen Maschinen, deren Leistung die der heutigen Supercomputer um das 10.000-fache überschreiten und bisherige Hochsicherheitsverschlüsselungen problemlos knacken könnten. Auch wenn es sich um langfristige Forschung handelt, wird das, was dabei raus kommt definitiv unser Leben verändern.

Wenn man dann noch den Bericht liest, dass das Pentagon an autonom handelnden Drohnen arbeitet, die selber über Leben und Tod entscheiden können, dann frage ich mich nicht mehr ob, sondern wann das Szenario aus Terminator Realität wird.

Ich weiß nicht, ob diese technologischen Entwicklungen dazu führen werden, dass künstliche Systeme ein eigenes Bewusstsein entwickeln, ob das überhaupt möglich ist, aber es wird immer denkbarer.

Diese Entwicklungen treiben aber auch seltsame und bemerkenswerte Blüten, wie z.B. ANGELINA, das Computerprogramm, dass ohne äußere Beeinflussung ein spielbares Computerspiel aus den allgemein zugänglichen Ressourcenquellen des Internets generiert. Dass das Spiel, laut ANGELINA, angeblich von einem verärgerten Kind handelt, beruhigt mich keineswegs. Zudem ist die Spielwelt so surreal, dass man annehmen möchte, dass Computer zum Träumen fähig sind. Irgendwie auch verständlich, wenn man bedenkt, dass sich das Programm an dem Unterbewusstsein der Menschheit (sprich Internet) für die Kreation bedient hat.

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