Die Erde und Mond vom Mars aus gesehen

Um den Mars kreist ein Orbiter mit hochauflösender Kamera. Und die hat zu Kalibrierungszwecken ein Bild von unserer Heimat inklusive Mond gemacht. Man fragt sich echt, was mit den Leuten los ist, dass sie nicht schnallen, dass wir nur diese kleine Murmel haben.

Your Home Planet, as Seen From Mars! From the most powerful telescope orbiting Mars comes a new view of Earth and its moon, showing continent-size detail on the planet and the relative size of the moon. The image combines two separate exposures taken on Nov. 20, 2016, by the High Resolution Imaging Science Experiment (HiRISE) camera on our Mars Reconnaissance Orbiter. The images were taken to calibrate HiRISE data, since the reflectance of the moon's Earth-facing side is well known. For presentation, the exposures were processed separately to optimize detail visible on both Earth and the moon. The moon is much darker than Earth and would barely be visible if shown at the same brightness scale as Earth. Image Credit: NASA/JPL-Caltech/Univ. of Arizona #nasa #space mars #earth #moon #redplanet #orbiter #hirise #mro #nasabeyond #science

A photo posted by NASA (@nasa) on

Besuch auf der ISS in Ultra-HD

Ein schöner kleiner Einblick in die Module der Internationalen Raumstation und das bis zu 4K, wo es die Leitung hergibt. Ist ja schon interessant, die Innereien der Station in den Details zu sehen, aber so gerne ich auch mal schwerelos sein wollte, die fehlende Referenz was oben und unten ist gepaart mit der räumlichen Enge würden mich auf die Dauer bekloppt machen. Oder man gewöhnt sich dran, wer weiß.

HD-Aufnahmen aus dem Mondorbit

2008 umkreiste die japanische Kaguya-Sonde den Mond und machte einmalig schöne und hochauflösende Aufnahmen von diesem Flug. Eine Datenbank aus über 450 Filmen und Bildern hat die japanische Raumfahrtbehörde JAXA nun veröffentlicht. Wem die Nutzung dieser Seite zu kompliziert ist, kann sich die sagenhaften Aufnahmen auch auf YouTube anschauen. Wie zum Beispiel dieses Video vom Erdaufgang am Mondhorizont:


(via Sploid)

Computer und Musik – Damals und Heute

Zwei Interessante Artikel flogen diese Woche durch meine Timeline, die beide mit Computern und Musik zu tun haben und zeigen, wie der Computer vom Instrument zur kreativen Erzeugung von synthetischen Klängen zu einem selber gestaltenden Mitspieler in der Kunst geworden ist.

Bereits 1951 hat Alan Turing den ersten programmierbaren Rechner Manchester Mark I dazu gebracht mit seinen Warntönen „God Save the Queen“ zu spielen und hat somit den Grundstein für Synthesizer-Musik gelegt. (via engadget)

Zugegeben, ich habe schon Festplatten und Diskettenlaufwerke im Zusammenspiel gehört, die besseren Sound produziert haben, aber immerhin.

Den anderen Artikel las ich auf Quartz, in dem behauptet wird, das eine künstliche Intelligenz aus dem Hause Sony, zum ersten Mal überhaupt selbständig einen Popsong komponiert hat. Ob man das so stehen lassen kann ist fraglich. Es ist natürlich schon eine interessante Leistung für eine KI aus einem riesigen Fundus an Musik herauszufinden, was passende Melodien sind und dann daraus was Neues zu erschaffen, aber erstens ist das nicht das erste Mal, wie einige Kommentatoren unter den YouTube-Videos richtig hinweisen und zum Zweiten sind die Texte zu den Liedern von einem Menschen hinzugedichtet worden. Nicht verwerflich, sowas nennt man wohl eine Koproduktion von Mensch und Maschine. Zumal es ja durchaus auch schon KI-Bestrebungen gibt, Texte zu schreiben, wie ich bereits in diesem Artikel schon mal präsentiert habe.

Auf jeden Fall sind das die beiden Werke der KI aus dem Sony CSL Research Laboratory; „Daddy’s Car“ und das wesentlich schrägere „Mr. Shadow“.


XKCD Infografik-Comic zeigt Erderwärmung über die Jahrtausende

Da hat sich Randall Munroe mal wieder ins Zeug gelegt, um seinen Leser mit Historie und Fakten zu unterhalten und gleichzeitig auf den drohenden Klimakollaps hinzuweisen. In einer seeehr langen Infografik, die die durchschnittliche globale Temperaturentwicklung abbildet, vermittelt er ein Gefühl für die zeitlichen Abläufe und zeigt, wie extrem abnorm die derzeitige Entwicklung ist.

xkcd_global-warming

Die Voyager-Mission in einem Kurzfilm

Santiago Menghini hat mit „Voyagers“ einen sehr schönen Kurzfilm zum Voyager-Forschungsprogramm der NASA gemacht. Der Film, der sich hauptsächlich aus original Bild- und Tonmaterial der beiden Sonden zusammensetzt, wurde angereichert mit Animationen und Aufnahmen aus den NASA-Archiven. Für jeden, der sich für Weltraumforschung interessiert, ist dieser 15-Minuten-Film sehr lohnenswert.

Mit dem Material arbeitet Menghini den bisherigen Verlauf der Mission angefangen vom Start im Jahr 1977 auf, als die beiden Sonden aufbrachen die äußeren Planeten zu erkunden, um dann um 2012 unser Sonnensystem zu verlassen und, bestückt mit Botschaften der Menschheit auf vergoldeten Platten, ihre Reise in die Unendlichkeit anzutreten, in der Hoffnung irgendwann mal auf jemanden da draußen zu treffen. Mit ein bisschen Pech sind es die Klingonen.

Voyagers from Santiago Menghini on Vimeo.

A Capella Science – Ein kleines Lied über Entropie

Tim Blais, hat sich in seiner neuesten A-Capella-Kreation dem Zeitpfeil und dem, zumindest für unsere Alltagserfahrung, unvermeidlichen Phänomen der Entropie gewidmet, also dem Vorgang, dass Energie durch Umwandlung nach und nach auf ein niedrigeres Ordnungsniveau zerstrahlt. Ein sehr komplexes, wenn auch fundamental wichtiges Thema in der modernen Physik (Thermodynamik halt), aber kurz gesagt bedeutet es, dass irgendwann das gesamte Universum möglicherweise aufhört energetisch zu existieren (siehe Big Freeze), vorausgesetzt, es ist ein geschlossenes System. Bezeichnenderweise ist das komplette Video rückwärts gedreht (krasse Leistung) und scheint sich so dieser Gesetzmäßigkeit zu widersetzen.

Bunt Gemischtes zum Wochenende

Sozusagen einer der nicht-wöchentlichen Linktipps, diesmal eher monothematisch zum Thema Farben.

harvard-pigment-library
Die Harvard Library beherbergt neben Büchern auch eine Sammlung seltener Farbpigmente, über 2500 an der Zahl und jede mit einer eigenen Geschichte.
The Harvard Library That Protects The World’s Rarest Colors


colorcrush
Color Crush ist sozusagen das Tinder für Farbkombinationen. Vier horizontale Farbbalken mit der entsprechenden Hexadezimalangabe, lassen sich nach rechts oder links wegschieben, bis man die schönste Farbkombination zusammengestellt hat. Der Programmierer Jan Wennesland, der hinter diesem Projekt steht, hat zudem auch nach ähnlichem Prinzip einen Schrifttypen-Kombinator namens Font Flame erstellt.
(via KlonBlog)


Ein entwicklungsgeschichtliches Phänomen, welches ich auch schon mal in einem Artikel über Farben in Gemälden erwähnt habe und das ich immer noch nicht ganz glauben kann:
Ancient Civilizations Couldn’t See the Color Blue
Hier gibt es mal ein Video dazu. Blau scheint kulturübergreifend lange Zeit eine nicht wahrgenommene Nichtfarbe gewesen zu sein.

2001 – Behind-the-Scenes-Kurzdoku

Ein schöne Kurzdoku, die zur Zeit der Produktion von „2001 – Odysee im Weltraum“ entstanden ist und unter anderem einen Einblick in die Arbeit der Set-Designer und Requisiteure des Films ermöglicht.

Rare 1960s 2001 promotional documentary from Retro ROCKET on Vimeo.

(via Dangerous Minds)