Wie man die Zeitverzögerung einer Facebook Live-Übertragung für ein Musikvideo nutzt

Die irische Band „The Academic“ haben für ihren Song „Bear Claws“ den technischen Umstand der zeitlichen Verzögerung einer Facebook Live-Übertragung genutzt und mit in den Aufbau des Videos integriert. Lässt sich zwar langsam an, aber im Gesamten zeigt dieses Beispiel auch, dass Musik im Grunde immer auch eine Zeitskulptur ist.

XKCD – Flowchart zur Ermittlung des Kartenalters

XKCD-Comics sind echt eine unglaublich unterhaltsame Fundgrube. Dieses Flowchart ermöglicht einem anhand spezifischer Informationen, z.B. das Vorhandensein einiger Länder, das Alter einer Karte zu bestimmen. Darüber hinaus lässt sich auch feststellen, ob es sich überhaupt um eine Darstellung unserer Welt handelt, oder überhaupt um eine Welt.

Weird Box – Eure Instagramfotos in einem Beziehungsdrama

Wer von euch einen Instagram-Account besitzt und seine gesammelten Schnappschüsse gerne mal als zentralen Gegenstand einer etwas unbehaglichen Auseinandersetzung und als Grund einer Trennung inszeniert sehen möchte, der ist bei ‚Weird Box‚ richtig.

Es ist schon sehr amüsant, wie die eigenen Bilder im Kontext eines beginnenden Psychodramas verwendet werden. Das lässt einen vielleicht auch mal darüber reflektieren, was man denn so alles an Material in die Öffentlichkeit entlässt und was andere eventuell damit machen.

Dieser Geniestreich kommt vom Autor, Regisseur und Software Entwickler Noah Levenson, der auf seiner Seite auch noch einmal darauf hinweist, dass man ja auch mal die Fotos anderer Instagram-Konten verwenden kann:

Weird Box is an interactive film that makes your Instagram pictures part of its story. I wrote it, directed it and programmed the software that makes it work. It stars me and Katie Boland (Paul Thomas Anderson’s The Master, Daydream Nation). My favorite IG account to use is @marniethedog.

Die besten Technoclubs der Welt in einer Karte

Wenn ihr dieses Wochenende zu ersten Mal auf der Erde seid, oder von hier kommt und einfach mal eine neue Location für elektronische Musik aufsuchen wollt, dann sollte euch die Techno Traveller Map weiterhelfen. Von Finnland bis Chile, ist das wohl das umfassendste Verzeichnis für globales Clubbing. Auffällig wenige Clubs gibt es offenbar in Kanada. Vielleicht sind diese auch nur noch nicht eingetragen. Das kann man auf der Seite der Karte aber auch selber ergänzen, falls man da was kennt.

Ganz falsch kann die Karte aber nicht sein, immerhin steht das Odonien mit drin. 😉

(via Fazemag)

Eine Weltreise mit Google Maps

Matteo Archondis hat allein mit Kartenmaterial und 3D-Daten von Google Maps eine kleine Hyperlapse-Weltreise zusammengestellt. In zweieinhalb Minuten springt der Betrachter durch diverse Sehenswürdigkeiten der Welt. Dank des mittlerweile reichlich vorhandenen Bildmaterial geht das auch recht flüssig.

(via Digital Trends)

Großprojekte und ihr Zerfall als Kupferstich

Künstler unbekannt, aber sehr hübsch in Szene gesetzte Bauprojekte der neueren Zeit (und der Kölner Dom) im Endstadium. Da fehlt aber noch der neue Berliner Flughafen.

 

(via Flau’s Soup)

Podcast Tipp: My Dad Wrote A Porno

Very late to the party, aber da ja in Deutschland sowieso niemand Podcasts hört und englischsprachige wahrscheinlich noch weniger, könnte dieser Tipp ja doch auf offene Ohren stoßen.

My Dad Wrote A Porno“ ist ein unglaublich lustiger Podcast, in dem Jamie Morton – statt einfach vor Scham im Boden zu versinken – aus dem Werk ‚Belinda Blinked‘ seines Vaters liest, welches eigentlich ein erotische-pornographischer Roman sein soll. Aber die zahlreichen sexuellen Eskapaden seiner Protagonistin Belinda Blumenthal lassen nicht das geringste erotische Knistern aufkommen, was dem Umstand geschuldet ist, das Jamies Vater Sexszenen beschreibt wie ein 13-jähriger, der das Ganze nur vom Hörensagen kennt.

Befeuert wird die urkomische Situation von Jamies Freunden Alice und James, die als Zuhörer, Kommentatoren und Analysten die Lesungen begleiten, sich weglachen und oft genug peinlich berührt bis irritiert sind. Zusammen folgen sie der Geschichte der doch charakterlich recht blassen und erratisch handelnden Belinda, die sich feucht-fröhlich in ihrem neuen Job in der Töpfe und Pfannen Industrie (!) nach oben „arbeitet“.

Da gibt es formwandelnde Brüste, kommunikative Klitorides (das ist der Plural, ich habe es nachgeschaut) und eine Menge Oral- und Handakrobatik unter Einbeziehung der Cervix (anatomisch eine Unmöglichkeit). Dazu kommt eine Reihe divers bestückter Sales Manager, wollüstige Kolleginnen oder auch die dominante Duchess, mit der Belinda schwülstig-absonderliche Begegnungen hat.

Dass dieser Podcast NSFW ist, sollte klar sein, aber auch wenn man sich in der Öffentlichkeit befindet und ihn nur auf Kopfhörern hört, kann es sein, dass man unangenehm auffällt, da die Absurditäten der Geschichte und die Kommentare dazu einen oftmals unvermittelt lachen lassen.

Im anglophonen Raum der Podcast-Hit 2016, in dem in Spezialfolgen auch Prominente Fans wie z.B. Elijah Wood ihre Gedanken zur „Handlung“ äußern. Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich das nicht entgehen lassen. Aber eventuell auch interessant für die, die ihre sprachlichen Kenntnisse in bestimmten Bereichen noch ausbauen wollen.

Via iTunes oder einem Podcatcher eurer Wahl zu finden.

Das letzte Meme des Jahres – gegenläufige Bild-Text-Qualität

Schwer in einer Headline zu beschreiben, aber eigentlich ganz einfach. Man nehme ein Originalbild mit der passenden Beschreibung/Slogan/Aussage. Diese werden nun iteriert, wobei die Bilder immer schlechter werden (entweder durch kaputt digitalisieren oder jeweiliges nachmalen der vorherigen Vorlage) und die Beschreibungen immer ausführlicher.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, daher:

Wie man sieht, entwickelt sich das dann oftmals zu rudimentären Kritzeleien mit dazugehörigen naturwissenschaftlichen/kulturhistorischen Abhandlungen.

Mehr davon gibt es z.B. in dem reddit-Forum coaxed into a snafu unter dem Stichwort „increasingly verbose„, was soviel heißt wie ‚zunehmend ausführlicher‘.