Microsofts Vision für 2019… von 2009

Ist das schon Retrofuturismus oder einfach nur enttäuschend, dass nichts davon in den letzten zehn Jahren so entwickelt wurde? Das einzige, was Microsoft hier wahrscheinlich korrekt für 2019 vorhersagt, sind klappbare Smartphone-Displays. Auf modulare Displays können wir wahrscheinlich noch einmal 10 Jahre warten. Und ob diese Geräte dann von Microsoft sein werden ist eher unwahrscheinlich. Alles andere wird wohl auch über 2029 hinaus erstmal Wunschtraum bleiben.

In Better News – 27.11.18

Schon lange hab ich keine guten Nachrichten mehr verbreitet. Und wen wundert’s? Schaut man sich um, sieht man eigentlich nur noch Degeneration der aufgeklärten humanistischen Gesellschaft, die wir uns zumindest in den letzten 70 Jahren vorgemacht haben. Demokratien bröseln hinfort, dumme machtbesessene Despoten an allen Ecken und Enden der Welt und die Aussichten für das Weltklima sind zur Zeit eher auf das schlimmstmögliche Szenario ausgelegt.

Dass die Menschheit schon bald gezwungen sein wird sich extrem einzuschränken und es Kämpfe um Ressourcen geben wird ist eigentlich ausgemachte Realität und dennoch lese ich jede Woche interessante Neuigkeiten aus der Forschung, die uns zumindest Hoffnung geben könne, dass die Überlebenden nach uns wesentlich effizienter und umweltfreundlicher leben werden.

Daher hier die erfreulichsten Nachrichten aus Wissenschaft und Forschung der letzten drei Monate, die doch noch hoffen lassen:

Konzentrator-Photovoltaik mit höchster Effizienz – 41,4% Modulwirkungsgrad

Grundlage hierfür sind sowohl spezielle Mehrfachsolarzellen, als auch das Zusammenspiel zwischen der Zelle und der im Modul verwendeten Optik. Wie man beide optimieren kann, um das Potenzial der Technologie noch besser zu nutzen, hat jetzt ein Konsortium aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen im EU-geförderten Projekt CPVMatch gezeigt.

Rohstoffe: Forscher recyceln seltene Erden mit Mikroorganismen

In jedem Industrieland gibt es Seltene Erden. Sie sind allerdings nicht frei verfügbar. In winzigen Spuren stecken sie in Smartphones, Laptops, Magneten, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen. Sie zurückzugewinnen, wenn sie nach dem Ende ihrer Lebensdauer auf dem Wertstoffhof landen, ist bisher nahezu unmöglich.

This ‘two-faced’ membrane can create electricity—from nothing but salty water

These so-called Janus membranes, named after the ancient Roman god of gates and passages, can also be manufactured to have different-size pores and hold different charges, allowing them to accept different kinds of particles.

Purple bacteria ‚batteries‘ turn sewage into clean energy

Purple phototrophic bacteria — which can store energy from light — when supplied with an electric current can recover near to 100 percent of carbon from any type of organic waste, while generating hydrogen gas for use as fuel.

How algae and carbon fibers could sustainably reduce the athmospheric carbon dioxide concentration

Algae convert carbon dioxide from the atmosphere, power plants or steel processing exhaust into algae oil. In a subsequent step, this is then used to produce valuable carbon fibers – economically, as initial analyses show.

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Menschengemachtes Material in unserem Sonnensystem

Die Menschheit hat ja in den letzten 60 Jahren so einiges in den Weltraum geworfen. Satelliten und Sonden finden sich mittlerweile überall im Sonnensystem. Was genau sich wo befindet und wieviel Kilo Material das so ist, sieht man in dieser Infografik über künstliche Objekte menschlichen Ursprungs in den weiten des Weltalls.

Artificial Objects That Humankind Has Left on Extra-Terrestrial Surfaces - AlansFactoryOutlet.com - Infographic
Infographic by AlansFactoryOutlet.com

Alle Gebäude der USA in einer Karte

Mithilfe von Unmengen an Kartenmaterial und einem neuralen Netzwerk zur Analyse dieses Materials, haben Ingenieure bei Microsoft eine Karte der USA erstellt, in der jedes Bauwerk sozusagen schwarz auf weiß abgebildet ist.

Durch das Weglassen von Details und die reine Konzentration auf nur bebaute Flächen kann man die Strukturen von Städten in ihrer Entwicklung und Dichtegraden sehr gut nachvollziehen, ebenso, wo sie aufgrund natürlicher Begebenheiten im Wachstum gehemmt wurden oder sich an bestehenden Strukturen anpassen mussten.

Why did we make such a thing? We did it as an opportunity for you to connect with the country’s cities and explore them in detail. To find the familiar, and to discover the unfamiliar.

(via New York Times)

#metoo global visualisiert

Seit einem Jahr begleitet der Twitterhashtag ‚metoo‘ nun schon die Dokumentation der Geschichten von Frauen, die von Sexismus, Marginalisierung, Gewalt und Repression betroffen sind, die Social-Media-Welt und darüber hinaus. In dieser Zeit hat sich #metoo zu einem globalen Symbol entwickelt, welches den betroffenen Frauen eine Stimme, vielleicht sogar eine neue globale Bewegung gegeben hat.

Anlässlich des einjährigen Bestehens und einem enormen Schub, den #metoo gerade durch eine verstärkte Verbreitung in Indien erfährt wurde mit der Google Trends Datenvisualisierung unter ‚Me Too Rising‚ eine interaktiver Globus veröffentlicht, der die gesamte Zeitleiste des Twittertrends abbildet.

Die Plattform beleuchtet die Orte auf einer Weltkarte, an denen am häufigsten der Begriff ‚metoo‘ gesucht wird. Die Karte misst nicht die Gesamtzahl der Suchvorgänge. Stattdessen berücksichtigt sie die Anzahl der Male, die ‚metoo‘ im Vergleich zu anderen Phrasen lokal gesucht wird. Und Indien scheint derzeit viel heller als irgendein anderes Land oder eine andere Region auf Me Too Rising.

Seit ungefähr drei Wochen haben eine Reihe von indischen Frauen, insbesondere Medien- und Unterhaltungsindustrieprofis, ihre Erfahrungen mit sexuellen Belästigungen und Vergewaltigungen durch männlichen Kollegen veröffentlicht. Der landesweite Furor, den sie ausgelöst haben, hat inzwischen sogar an die Türen der indischen Regierung geklopft.

Man kann nur hoffen, dass auch in Indien die Frauen endlich gehört und respektiert werden. Ihre Geschichten zu teilen ist ein guter Anfang, aus dem vielleicht mehr wird.

 

Trippy Video erkundet die Optik von CGI-Kristallen

Interessante computergenerierte Bilder zum Thema Reflektion in Kristallen und Flüssigkeiten. Zugegeben nicht besonders realistisch, da mir kein kristallines Material bekannt ist, welches so flexibel wäre, um die hier gezeigten Effekte abzubilden.
Aber das sagt ja der Künstler Maxim Zhestkov ja auch selbst über dieses digitale Lichtbrechungs-Experiment:
Blending architectural gallery space with computer-generated digital glass sculptures, we encounter animated refractions, chromatic aberrations, colourful reflection and other conditions which are impossible in reality.

Optics – Art film by Maxim Zhestkov from Zhestkov on Vimeo.

Die Entdeckung der mittelalterlichen Stadtplanung

Sind mittelalterliche Städte natürlich gewachsen, oder gab es auch schon in der angeblich dunklen Zeit der letzten Jahrtausendwende feste geometrische Planungen? Die Dokumentation, die ich heute auf YouTube entdeckte, berichtet von den in Fachkreisen als kontrovers angesehenen Entdeckungen einer “heiligen“ Geometrie, die mit Kirche oder Dom als Ausgangspunkt viele alte Städte wie Freiburg und Speyer eine klare vorausschauende Planung gegeben haben und so der allgemeinen Vorstellungen chaotisch gewachsener Siedlungen widersprechen.

Cat Explorer – Geduldige virtuelle Katze für anatomische Untersuchungen

Als Beispiel der Einsatzfähigkeit virtueller Realität haben die Leap Motion Entwickler diese sehr gleichgültige Katze erschaffen, deren Inneres man sich mit einem Handstreich anschauen kann. Wer eine HTC Vive or Oculus Rift sein eigen nennt, kann sich die Anatomie-Mieze herunterladen und selber einen dreidimensionalen Blick in die Innereien wagen.

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