Kurzgesagt erklärt das ‚Bedingungslose Grundeinkommen‘

Das ‚Bedingungslose Grundeinkommen‘ (BGE) ist mindestens ein interessantes Konzept. Was die Konditionen und die Auswirkung der Umsetzung angeht, gibt es viele Meinungen. Ich selbst bin sehr ambivalent der Idee gegenüber, jedoch nicht, weil ich meine Mitmenschen grundsätzlich nicht für geeignet dafür ansähe, sondern, weil ich noch nicht sehe, wie dieses System idiotensicher gemacht werden könnte, damit wir am Ende nicht wieder genau so dastehen wie vorher nur mit höheren Preisen.

Kurzgesagt hat nun auch zu diesem Thema ein Video erstellt und beleuchtet die Vor- und Nachteile, so wie die offenen Fragen zum BGE bzw. UBI, wie es als englisches Akronym heißt. Diskutiert werden muss diese Idee allemal und wer weiß, vielleicht wird man in 50 Jahren die ganze Sache als so normal aber auch richtungsweisend ansehen wie einst die Einführung der Sozialversicherung durch Bismarck.

Amerikanische Twitter-Nutzer wechseln mit ihrem Profil nach Deutschland

Twitter hat ein Naziproblem besonders in den USA, wo Hetze unter freie Meinungsäußerung fällt. Das nervt auch viele Nutzer von Twitter in den USA. Daher beginnen nun einige Amerikaner sich den Nazitrollen zu entziehen und emigrieren digital in die deutsche Twittersphäre, da hier strengere Gesetze gelten, was sagbar ist und was nicht.

Das ganze ist ganz einfach, in dem man in den Einstellungen auf Deutschland umstellt und schon hat man anscheinend Ruhe. Hoffentlich entdecken die Amerikaner nicht die AfD.

Why people are fleeing to virtual Germany to escape internet Nazis

Der Promi Entschuldigungs-Generator für sexuelle Übergriffe

Zur Zeit müssen ja viele Männer öffentliche Statements zu ihrem übergriffigem Verhalten  abgeben, weil sie andere Personen in der Überschätzung der eigenen falsch behandelt haben. Das dies in der Masse natürlich sehr lästig ist (besonders für die Beschuldigten), haben Dana Schwartz, Rob Sheridan und Scott McCaughey nun einen praktischen Generator entwickelt, der Standard-Satzbausteine für eine halbherzige Entschuldigung von sexuellen Übergriffen bietet. Leider sind es sehr wenige Satzelemente, die sich oft wiederholen, aber im Grunde hört man ja auch in der Realität sonst immer die selben Standardphrasen bei solchen Bekanntmachungen.

(via BoingBoing)

 

Für Leute, die schon alles haben: 1000 $ Blechdose

Wer noch ein Geschenk für Weihnachten sucht für Leute, die schon alles haben, kann vielleicht mit diesem Objekt punkten. Aus der Reihe „everyday objects“ aus dem Hause Tiffany & Co. kommt diese Blechkonservendose für gerade mal 1000 $.

Gearbeitet aus Sterling Silber und einem goldenen Vermeil im Inneren ist das Objekt bestimmt ein Hingucker in jeder Wertstofftonne.

Wenn das noch nicht reicht, hat Tiffany’s auch ein Garnknäuel aus silber (für die verwöhnte Katze, oder so) für schlappe 9000 $.

(via BoingBoing)

Dioramen in Schmuckschatullen von Curtis Talwst Santiago

Als großer Fan von Miniaturdioramen freue ich mich sehr über diese Arbeiten von Curtis Talwst (Tall Waist) Santiago gestolpert zu sein. Durch Santiagos karibische Abstammung und eine Biographie, in der er sowohl das Leben in Kanada als auch in den USA als nichtweiße Person kennen gelernt hat, liegt der Schwerpunkt der Motive der kleinen Szenerien auf Rassismus, Gewalt, Ausbeutung und der Flüchtlingsthematik wie in den Beispielen zu sehen:

Deluge (2015)

Deluge (2015)

Execution of Unarmed Black Men aka Execution of Michael Brown (2014)

Execution of Unarmed Black Men aka Execution of Michael Brown (2014)

Empty Wagon Leaving Slave Market (2016)

Empty Wagon Leaving Slave Market (2016)

Das gesamte Werk dieser kleinen und doch so intensiven Serie kann man auf Santiagos Website begutachten.

(via Dangerous Minds)

In a Heartbeat – ein Outing von Herzen

Einen süßen kleinen Animationsfilm zum Thema Coming Out haben Esteban und Beth im besten Pixar-Stil kreiert. „In a Heartbeat“ erzählt die Geschichte eines verschlossenen Jungen, der Gefahr läuft von seinem impulsiven Herzen geoutet zu werden, nachdem es wortwörtlich aus seiner Brust herausspringt, um den Jungen seiner Träume zu jagen.

Ofizielle Seiten für mehr Infos: tumblr facebook

Weird Box – Eure Instagramfotos in einem Beziehungsdrama

Wer von euch einen Instagram-Account besitzt und seine gesammelten Schnappschüsse gerne mal als zentralen Gegenstand einer etwas unbehaglichen Auseinandersetzung und als Grund einer Trennung inszeniert sehen möchte, der ist bei ‚Weird Box‚ richtig.

Es ist schon sehr amüsant, wie die eigenen Bilder im Kontext eines beginnenden Psychodramas verwendet werden. Das lässt einen vielleicht auch mal darüber reflektieren, was man denn so alles an Material in die Öffentlichkeit entlässt und was andere eventuell damit machen.

Dieser Geniestreich kommt vom Autor, Regisseur und Software Entwickler Noah Levenson, der auf seiner Seite auch noch einmal darauf hinweist, dass man ja auch mal die Fotos anderer Instagram-Konten verwenden kann:

Weird Box is an interactive film that makes your Instagram pictures part of its story. I wrote it, directed it and programmed the software that makes it work. It stars me and Katie Boland (Paul Thomas Anderson’s The Master, Daydream Nation). My favorite IG account to use is @marniethedog.

The Oatmeals Comic über den Backfire Effekt

Matthew Inmans von The Oatmeal hat mal wieder einen grandiosen Erklärbär-Comic gemacht. In dem langen Scroll-Down-Comic wird der Backfire Effekt erklärt.

Der Backfire-Effekt ist das Phänomen, wenn angesichts widersprüchlicher Beweise, Menschen ihre Überzeugungen nicht ändern, sondern ganz im Gegenteil ihre bisherigen Fehlannahmen umso stärker verteidigen. Überzeugungen von außen infrage gestellt zu bekommen wird vom Hirn her nämlich genau so verarbeitet, wie ein körperlicher Angriff.

Dies erklärt das oft irrationale Verhalten vieler Aluhut-Träger, Wähler dubioser Parteien, aber selbst Wissenschaftler, die vermeintlich sichere Erkenntnisse über den Haufen werfen müssen, wenn es bessere Erklärungen gibt.

Inman hat dies anhand von einigen ausgewählten Beispielen in diesem Comic zusammengestellt, so dass jeder den Effekt an sich selber testen kann.

Eine Schriftfont zu Ehren von Gilbert Baker, dem Erfinder der Regenbogenflagge

Die ikonische Regenbogenflagge von Gilbert Baker ist heute von keiner LGBTQ-Veranstaltung wegzudenken. Sie ist ein Symbol für die Vielfalt menschlicher Existenz und der vielen Möglichkeiten sexueller Identifikation.

Vor kurzem, am 31. März ist Baker verstorben. Anlässlich seines Todes ehrten ihn die NYC Pride und die Film- und Medien-Organisation NewFest in Zusammenarbeit mit Ogilvy & Mather und Fontself mit einem nach ihm benannten Schriftfont, dessen lineare Strichstärke aus den Breiten der Streifen der Pride-Flagge entlehnt sind.

Type With Pride Web from chrisrowson on Vimeo.

Der Font ‚Gilbert‘ ist nun auf Type with Pride frei verfügbar. Insgesamt eine witzige, moderne Schriftart, die sich für Headlines und andere typographische Spielereien eignet.

(via Creative Bloq)

Dieses Bild darf nicht geteilt werden!

Wie unsouverän, eierlos und sich seiner eigenen Sexualität unsicher muss man eigentlich sein, um so idiotische Verbote in die Welt zu setzen, wie es derzeit gang und gäbe in Russland ist. Putin darf auf keinen Fall als Trümmertranse/Tuckenclown bzw. in full Drag abgebildet werden. Denn für die Verbreitung von Darstellungen nicht-traditioneller sexueller Beziehungen in der Öffentlichkeit oder auch in sozialen Medien bekommt man im Land des „lupenreinen Demokraten“ schnell Probleme mit der Justiz. Besonders, wenn man einem Putin-Konterfei die schwule Schminkflinte direkt ins Gesicht ballert.

Also, bloß nicht teilen, damit sich der Führ… äh… Präsident nicht in seiner toxischen Männlichkeit kompromittiert fühlt.

(via Washington Post)